Demonstranten werden in der Schröder-Stiftstr in Hamburg eingekesselt. Foto: David Young/dpa

Im Rahmen der G20-Berichterstattung ist immer wieder von sogenannten Fingern die Rede. Was wir bis jetzt über die Hintergründe dieser Bezeichnung wissen.

Bei „Fingern“ handelt es sich um verschiedene Gruppen von Demonstranten mit unterschiedlichen thematischen Bezügen. Anscheinend existieren beim G20-Protest vier Finger: blau, lila, grün und rot. Laut der taz gibt es beispielsweise einen queerfeministischen lila Finger und einen grünen Finger mit dem Thema Gesundheit. Sinn dahinter ist, einen großen Demozug in mehrere kleine Einheiten zu splitten, um Polizeiabsperrungen zu umgehen. Der taz zufolge haben Demonstranten bereits bei der Blockade des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm diese Taktik eingesetzt. Ein Nebeneffekt sei die verstärkte Farbvielfalt innerhalb eines Demonstrationszuges.

Ein roter Finger soll heute morgen an der Alsterwiese Schwanenwik die Straßen besetzt haben. Die Blockaden wurden im Laufe des Vormittags von der Polizei aufgelöst. Welche Agenda der rote und der blaue Finger haben, ist nicht ganz klar. Das Ziel aller Aktivisten sei, wichtige Straßen und Zufahrtswege zu blockieren, um den Ablauf des Gipfels zu stören. Jeder Finger habe dabei unterschiedliche Start- und Zielpunkte.

Der Twitteraccount BlockG20 Ticker berichtet teilweise über die Bewegungen der einzelnen Finger.

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Jan Siemers, Jahrgang 1990, ist ostfriesisches Inselkind und bekennender Weißweinschorlentrinker. Er hat PR- und Kommunikationsmanagement in Hamburg studiert. Bei Gruner + Jahr beschäftigte er sich mit Anzeigenmarketing und brach danach zu neuen Abenteuern nach Thailand auf. Dort fütterte er Elefanten und tauchte bis zu zwölf Meter in die Tiefe. Die Reiselust und Faszination für andere Kulturen ist geblieben: Jan schätzt den herzlichen und offenen Umgang mit den Menschen aus aller Welt. Außerdem spielt er begeistert an PC und Konsole.