Im Kino tummeln sich kuriose Gestalten
Foto: pexels Grafik: Christina Höhnen

Netflix & Co. sind schon etwas Feines. Aber zwischen „Games of Thrones“, den „Gilmore Girls“ und den aufgewärmten Folgen von „Friends“ sollte dem guten alten Kino aber wieder mehr Zeit eingeräumt werden. Diese Typen könntet ihr dort zwischen Popcorn und Knautschsesseln treffen.

1. Der Vielfraß

Ungeachtet des Kinoprogramms wird er schon von Weitem vom Popcorngeruch angelockt. Zu den zwei Jumbo-Tüten gibt es Nachos mit Salsa, extra viel Käse und eine XXL-Cola. Ach, und was soll der Geiz? Die zwei Schokoriegel gehen auch noch. Das Festmahl ist schon fast leer, bevor der Film angefangen hat, aber der ist sowieso überflüssig.

2. Der Cineast

Er analysiert mit skeptischem Blick jede Szene und gibt sich alle Mühe, besonders unbeeindruckt zu schauen. Das funktioniert mehr oder weniger gut.

3. Die Quasselstrippe

Während auf der Leinwand gerade eine wilde Verfolgungsjagd durch die Straßen von São Paulo läuft, unterhält sich die Quasselstrippe mit ihrem Anhang über den Haarschnitt des Protagonisten, die Seriennummer des Fluchtfahrzeuges oder schmiedet lautstark Pläne für das Wochenende…

4. Der Überempfindliche

… das passt dem Überempfindlichen natürlich null in den Kram.

„Psssst, psssst“

*räusper*

„Ruhe, wir sind hier im Kino und nicht auf dem Kiez!“

Beim Überempfindlichen stellt sich die Frage, was störender ist: Seine „Pssst-Rufe“ oder das eigentliche Geplapper der Quasselstrippe.

5. Die Kuschelmonster

Diese Typen gibt es nur im Doppelpack. Bei ihnen verschmelzen zwei einzelne Kinosessel zu einer großen Spielwiese. Statt den Film zu verfolgen, schmiegen sich die frisch Verliebten eng aneinander, knutschen, was das Zeug hält und ziehen damit vor allem den Unmut der anwesenden Singles auf sich.

6. Der Smombie

Second Screen at its best: Bei diesem Typen fragt man sich, warum er überhaupt ins Kino geht, wenn er doch die ganze Vorstellung vor dem Smartphone hängt. Ein Snap hier und eine Insta-Story da. Dass die Nachbarn schon total genervt von dem Displaylicht sind, bekommt der Smombie gar nicht mit.

7. Der Schreckhafte

Sobald er in einem Krimi, Thriller oder Horrorfilm sitzt, fragt er sich: „Warum hab ich mir das schon wieder angetan?“ Wenn für andere der Spaß erst richtig losgeht, beginnt für ihn die Tortur. Er zuckt zusammen, krallt sich am Sitz fest und schreit lauter als das Mordopfer.

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Christina Höhnen, Jahrgang 1992, hat schon einmal den echten Weihnachtsmann getroffen. Der wohnt in Lappland, wohin sie während ihres Auslandssemesters in Finnland reiste. Die restliche Studienzeit verbrachte sie in Mittweida. Dort machte sie ihren Bachelor in Medienmanagement und leitete ein Jahr lang Deutschlands einzigen von Studenten geführten Lokalradiosender. Für den Umzug nach Sachsen tauschte sie Riesling gegen Pfeffi ein – Christina wuchs umgeben von Weinbergen in einem Moseldorf nahe Trier auf. Für Praktika bei einer Shopping-Vergleichs-App und bei fischerAppelt, relations zog sie nach Hamburg. Hier joggt sie am Liebsten durch Planten un Blomen und hört dabei Trash der 90er.
Ines Timm, Jahrgang 1989, hat schon einmal mitten in einem Gewitter einen Mastbruch überstanden. Die begeisterte Seglerin stammt aus einer Seefahrerfamilie, sie liebt das Meer, würde aber nie eine Kreuzfahrt machen. Geboren ist sie in Brunsbüttel, nach dem Abitur absolvierte sie in Flensburg eine Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau. Danach studierte sie an der FH Flensburg BWL mit Schwerpunkt Marketing. Nach dem Bachelor arbeitete sie in unterschiedlichen Werbeagenturen, unter anderem bei Scholz & Friends, und betreute Kampagnen für namhafte Kunden wie Siemens oder das Bundesverkehrsministerium. Als ehrenamtliches Mitglied unterstützt sie mit ihrer Expertise in Öffentlichkeitsarbeit und Marketing den Kulturlotse Hamburg e.V.