Sandtorkai
Das Vespucci Haus gegenüber der Elbphilharmonie darf aktuell nicht betreten werden. Foto: Christina Höhnen

Nachdem Sturm „Herwart“ über Hamburg wütete, litt besonders die Hafencity unter der Überschwemmung. Das Vespucci-Haus am Sandtorkai hat einen erheblichen Schaden erlitten und ist derzeit nicht nutzbar.

Am Sonntag stieg als Folge des Sturm „Herwart“ der Wasserstand im Hamburger Hafen und St. Pauli auf drei Meter über dem mittleren Hochwasser, der Fischmarkt wurde geflutet und in Blankenese mehrere Fahrzeuge überschwemmt. Auch die Hafencity war stark betroffen: Weil eine private Sicherheitsfirma die Flutschutztore nicht rechtzeitig schloss, liefen einige Tiefgaragen am Sandtorkai voll Wasser. Die betroffenen Gebäudekomplexe gehören zum Vespucci-Haus.

Die Mieter dürfen das Gebäude momentan nur in Ausnahmefällen betreten. In einem Aushang der zuständigen Immobilienfirma heißt es, die Schäden in den elektronischen Einrichtungen seien so schwer, dass die Räume – zum größtenteils Büros – nicht nutzbar seien. Der Strom im gesamten Haus musste abgestellt werden. Dadurch seien auch die Heizungs- und Brandmeldeanlagen außer Betrieb. Es werde laut Aushang mit Hochdruck gearbeitet, damit die Mieter möglichst schnell in ihre Räumlichkeiten zurückkehren können. In der Zwischenzeit wird das Gebäude von einem Wachdienst bestreift.

Die ansässigen Firmen können demnach ihre Büros nicht nutzen. In dem Gebäude sitzen unter anderem Unternehmensberater, Fensterbauer, Start-Ups und IT-Unternehmen. Auch das Theraphiezentrum Hafencity ist dort ansässig und musste seine Praxis vorübergehend schließen. Patienten sollen eine Nachricht bei der Praxis Bellevue hinterlassen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite lief es für die Mieter etwas glimpflicher ab. Das Wasser reichte bis zur Eingangsstufe des Speicherstadtmuseums. Der Vorraum musste ausgepumpt werden. Damit verzögerte sich laut Mitarbeiter Martin Schmeißer die Öffnung des Museums um eine Stunde.

Einen aktuellen Stand der Arbeiten am Sandtorkai 70-73 wollte ein Mitarbeiter des verantwortlichen Immobilienunternehmens auf Anfrage von FINK.HAMBURG am Donnerstag nicht bekanntgeben.

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Christina Höhnen, Jahrgang 1992, hat schon einmal den echten Weihnachtsmann getroffen. Der wohnt in Lappland, wohin sie während ihres Auslandssemesters in Finnland reiste. Die restliche Studienzeit verbrachte sie in Mittweida. Dort machte sie ihren Bachelor in Medienmanagement und leitete ein Jahr lang Deutschlands einzigen von Studenten geführten Lokalradiosender. Für den Umzug nach Sachsen tauschte sie Riesling gegen Pfeffi ein – Christina wuchs umgeben von Weinbergen in einem Moseldorf nahe Trier auf. Für Praktika bei einer Shopping-Vergleichs-App und bei fischerAppelt, relations zog sie nach Hamburg. Hier joggt sie am Liebsten durch Planten un Blomen und hört dabei Trash der 90er.

1 KOMMENTAR

  1. Mein unverbindlicher Kenntnisstand ist, dass bis voraussichtlich bis Mittwoch die Büros am Sandtorkai 72 zu bleiben.

    Muss nicht für alle Büros gelten, aber wer bis dahin dort einen Termin hat, sollte besser mal nachfragen.

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