7,5 Millionen Euro für die neue Fahrradkampagne der rot-grünen Koalition. Foto: Harriet Dohmeyer
7,5 Millionen Euro für die neue Fahrradkampagne der rot-grünen Koalition. Foto: Harriet Dohmeyer

Mehr Hamburger sollen aufs Rad: Zur Förderung des Radverkehrs startet die rot-grüne Koalition in Hamburg eine Millionenkampagne. Dafür werden insgesamt 7,5 Millionen Euro ausgegeben. 

Hamburg soll Fahrradstadt werden: Das will die rot-grüne Koalition mit 1,5 Millionen Euro erreichen. Der Grünen-Verkehrsexperte Martin Bill plädiert dafür, bei kleinen oder mittleren Strecken das Rad zu nehmen. Das diene der Lebensqualität, vermeide Stau und sei gut für den Klimaschutz. Laut einem bundesweiten Vergleich des ADAC sind die Hamburger besonders unzufrieden mit ihrem Straßenverkehr.

Passend dazu soll die Kampagne dazu beitragen, das Gemeinschaftsgefühl aller Verkehrsteilnehmer zu stärken und Unfälle mit Fahrrädern zu vermeiden. FINK.Hamburg hat für euch die gefährlichsten Straßen für Fahrradfahrer in Hamburg ausfindig gemacht. Auch beim Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hat Hamburg im Mai 2017 schlecht abgeschnitten. Die Hansestadt erreichte auf einer Skala von 1 bis 6 nur die Note 4,2.

Die Kampagne soll im Herbst 2018 starten und kostet die Stadt bis zum Jahr 2021 rund 7,5 Millionen Euro. Die Opposition kritisierte das Projekt: „Wir fragen uns schon, wofür man diese hohe Summe braucht, wenn man sich bereits eine 330.000 Euro teure Radverkehrskoordinatorin leistet“, so der Verkehrspolitiker Dennis Thering der CDU. Das Projekt benachteilige laut ihm andere Verkehrsmittel.

tal/dpa