Bald soll die Aussichtsplattform des Fernsehturms wieder öffnen. Foto: Harriet Dohmeyer / Fräulein Anker

Der Heinrich-Hertz-Turm feiert heute sein 50-jähriges Jubiläum – mit aufregenden Nachrichten: Ab 2023 soll er wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen. Konzepte zur Nutzung können ab sofort eingereicht werden.

In fünf Jahren soll der Fernsehturm wieder öffentlich zugänglich sein, verkündete die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) heute pünktlich zum 50. Geburtstag des Telemichels. Interessenten können nun konkrete Pläne für die Nutzung des Eingangsbereichs und der 13. und 14. Etage einreichen. Die europaweite Ausschreibung für einen neuen Betreiber läuft noch bis Mitte Juni 2018.

Bis Jahresende will sich die Deutsche Funkturm GmbH mit der Stadt Hamburg auf einen neuen Betreiber einigen. 2019 sollen die Planungen abgeschlossen sein. „Die Wiedereröffnung des Heinrich-Hertz-Turms ist ein in vielerlei Hinsicht komplexes Projekt“, so Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der DFMG. Deshalb wolle er an einem konkreten Zeitplan festhalten.

Der Hamburger Fernsehturm ist seit 2001 für die Öffentlichkeit geschlossen und renovierungsbedürftig. Die Kosten dafür liegen bei 37 Millionen Euro. Vergangenen Herbst hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages einen Zuschuss von 18,5 Millionen Euro bewilligt, den Rest zahlt die Stadt Hamburg. „Das ist ein idealer Ort, weil man hier den besten Überblick über die Stadt hat“, so Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag bei einer Besichtigung des Turms.

50 Jahre Fernsehturm

Der Heinrich-Hertz-Turm wurde am 11. Mai 1968 offiziell eingeweiht und ist nach dem Hamburger Physiker Heinrich Hertz benannt. Hertz forschte zu elektromagnetischen Wellen und trug maßgeblich zur drahtlosen Funktechnik bei. Auch heute ist der Turm noch ein wichtiger Standort: Mit seinen Antennen überträgt er Rundfunk- und Fernsehprogramme. Seit Jahresanfang steht dort auch die Technik für den neusten Mobilfunkstandard 5G.

viva/dpa

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Vivien Valentiner, Jahrgang 1993, hält es selten lange im Sitzen aus: Dann drückt nämlich ihr Extra-Rückenwirbel und die ihr ebenfalls angeborene Neugierde. „Irgendwas mit Medien“ wollte Vivien deswegen schon als Jugendliche machen. Nach ersten journalistischen Gehversuchen bei Lokalzeitungen hospitierte sie beim NDR und der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und saß im Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland. Vivien stammt aus Lübeck, in Lüneburg hat sie Wirtschaftspsychologie und Digitale Medien studiert. Mit ihrem Umzug nach Hamburg bleibt sie Hansestädten treu, probiert aber darüber hinaus gerne unterschiedliche Dinge aus: Sie hat schon Ballett und Rock’n‘Roll getanzt, Schlagzeug und Theater gespielt. Kürzel: viva