Trickbetrüger erbeuten 30.000 Euro
Um an Geld zu kommen, geben sich Trickbetrüger als falsche Polizisten aus. Foto: Pixabay

Falsche Polizisten haben am Freitag eine Seniorin um 30.000 Euro betrogen. In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu ähnlichen Fällen. Die Hamburger Polizei warnt vor Trickbetrügern.

Am vergangenen Freitag wurde eine 77-Jährige Opfer von Trickbetrügern. Das teilt die  Polizei Hamburg mit. Ein Unbekannter rief die Frau an und gab sich als Polizist aus. Er erzählte, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall mit einem Sachschaden von 63.000 Euro verursacht. Weiter behauptete der Mann, dass der Tochter eine Haftstrafe drohe, sofern nicht unverzüglich ein Teil der Strafe beglichen würde. Daraufhin hob die Seniorin 30.000 Euro ab und übergab das Geld, wie von dem vermeintlichen Polizisten gefordert, einer unbekannten Frau vor der Polizeiwache in der Davidstraße auf St. Pauli. Der Betrug flog auf, als die 77-Jährige anschließend ihre Tochter kontaktierte.

Gängige Masche unter Trickbetrügern

Der Vorfall schließt sich an eine Reihe von Betrugsfällen in der jüngeren Vergangenheit an. Erst Ende März hatte die Polizei im Stadtteil Niendorf einen Vater und seinen Sohn festgenommen. Diese hatten einer 84-Jährigen Bargeld und Schmuck gestohlen, nachdem sich der Sohn als Polizist ausgegeben und so Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft hatte. Im Dezember 2017 wurden vier Männer in Billstedt verhaftet, die in Hamburg und Wedel versucht hatten, ältere Menschen zu betrügen.

Im November 2017 klärte die Polizei Hamburg in ihrer Aktionswoche „Miese Masche“ bereits über Trickbetrüger auf. Die Polizei warnt nun erneut davor, auf falsche Polizisten reinzufallen. Wer zweifle, ob ein Anruf tatsächlich von der Polizei komme, solle unter der 110 nachfragen, sagte ein Sprecher. Würden Bargeld oder Bankdaten gefordert, habe man es höchstwahrscheinlich mit Trickbetrügern zu tun.

pal/dpa

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Paula Loske-Burkhardt, Jahrgang 1995, dippt gerne italienische Pizza in Apfelmus. Bislang war PR ihr Spezialgebiet: Ihren Bachelor in Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation machte sie an der FH Kiel. Während des Studiums hat sie bei einer Fluggesellschaft und in der Pressestelle der Hochschule gearbeitet. Der höchste Berg, den sie je bestiegen hat, ist über 4000 Meter hoch und steht auf Borneo, jedes Jahr wandert und klettert sie in den Alpen. Sie hat ein Jahr in Brasilien gelebt und reist auch sonst gern durch Lateinamerika. Unterwegs übernachtet sie auf den Couches von Fremden. In Griechenland hat sie drei Tage bei einer 90-Jährigen und deren Sohn gewohnt, obwohl sie sich mit beiden rein gar nicht verständigen konnte. Immerhin musste sie so nicht am Strand schlafen. pal