Parlamentswahl in der Türkei: Menschen gehen im türkischen Konsulat wählen.
Rege Wahlbeteiligung auch vor dem türkischen Konsulat in Hamburg. Foto: Paula Loske-Burkhardt

Noch bis zum Dienstag können wahlberechtigte Türken in Deutschland an den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei teilnehmen. FINK.HAMBURG hat vor dem türkischen Generalkonsulat nachgefragt, was die Wähler mit ihrer Stimme bewirken wollen.

1,4 Millionen türkische Staatsbürger sind in Deutschland wahlberechtigt, davon leben etwas mehr als 83.000 in Hamburg. Sie können hierzulande ihre Stimme für die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei abgeben. Wahlberechtigt sind all diejenigen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, die türkische Staatsbürgerschaft besitzen und bei der zuständigen Ausländervertretung als Wähler registriert sind.

Wer steht in der Türkei zur Wahl?

Zur Parlamentswahl treten folgende Parteien gegeneinander an: die islamisch-konservative AKP-Partei mit ihrem Kandidaten, dem aktuellen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Er strebt eine Wiederwahl an. Daneben nimmt die sozialdemokratische und kemalistische CHP teil. Der Präsidentschaftskandidat der größten Oppositionspartei ist Muharrem Ince. Eigene Kandidaten stellen auch die pro-kurdische HDP, die nationalistisch national-konservative İYİ, die islamistische SP und die linksnationalistische Vatan Partisi. Die ultranationalistische MHP unterstützt Erdoğan.

Erdogan dürfte bei der Präsidentenwahl am 24. Juli die meisten Stimmen gewinnen. Jedoch ist offen, ob er am 8. Juli in die Stichwahl muss, da Umfragen zufolge bisher keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erzielen wird.

Die Stimmabgabe in Deutschland geht vom 7. bis zum 19. Juni. In der Bundesrepublik gibt es 13 türkische Konsulate, eines davon in Hamburg. Die abgegebenen Stimmen werden nach Ankara geschickt und ausgezählt.

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Shahrzad Rahbari, Jahrgang 1994, vermisst seit ihrem ersten Tag in Hamburg Spätzle. Sie hat Dolmetschen und Übersetzen in Germersheim studiert, in der Nähe von Karlsruhe. Shahrzad spricht sechs Sprachen fließend – neben Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch auch Arabisch und Farsi. Für eine Reportage reiste sie durch das Heimatland ihrer Eltern, den historischen Iran, und porträtierte Einwohner und Orte. Ihre Begeisterung für das Schreiben entdeckte Shahrzad in ihrer Zeit bei dem HipHop-Magazin Rapspot, für das sie Album-Rezensionen schrieb und Rapper wie Talib Kweli und Tua interviewte. Auch in ihrer Freizeit hört sie am liebsten Rap. Ihr Traum: mit Kendrick Lamar die Straßen von Compton, einem Vorort von L.A., unsicher zu machen. Kürzel: sha