Tschentscher stellt Pläne für den Nahverkehr vor

Mehr Züge, bessere Taktung

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) stellt neue Pläne für Nahverkehr vor.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) stellt neue Pläne vor. Foto: Malte Christians/dpa

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg sind überlastet: Züge fallen aus, kommen zu spät oder sind voll. Die CDU fordert Verbesserungen. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) präsentiert seine Ideen.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat am Dienstag im Rathaus Verbesserungsvorschläge für den Nahverkehr präsentiert. Grund dafür: Die öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg sind immer mehr überlastet. Tschentscher will dem entgegenwirken  unter anderem mit neueren Bahnen und größeren Bussen, die auch häufiger fahren.

Ab Dezember verkehren die Bahnen in dichteren Takten. So sollen bei der U3 und der U1   drei Züge in zehn Minuten eingesetzt werden, in Spitzenzeiten sogar bis zu vier. Den Plänen zufolge soll die S-Bahn ihr Angebot auf allen Strecken erweitern. Auch hier soll es zusätzliche Züge und dichtere Takte im Berufsverkehr sowie am Abend geben. Einen Überblick über alle geplanten Maßnahmen gibt es hier. Die Kosten dafür werden voraussichtlich jährlich 19 Millionen Euro betragen.

Hamburg soll grüner werden

Tschentscher reagiert mit seinen Vorschlägen auf einen Antrag der CDU. Diese fordert einen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel – und das rund um die Uhr. Der verskehrspolitischer Sprecher der Partei, Dennis Thering, lieferte sechs Vorschläge, die insgesamt die Mobilität fördern sollen. Beispielsweise sollen in Haupt- und Normalverkehrszeiten nur noch Voll- und Langzüge sowie Gelenkbusse zum Einsatz kommen. Zudem fordert die CDU unter anderem einen 24-Stunden-Betrieb an Wochentagen, um die Belastung im Verkehr zu erleichtern. „Überfüllte, verspätete und ausfallende Busse, Bahnen und Fähren müssen der Vergangenheit angehören“, sagte Thering.

Laut einer Studie des Bundesverkehrsministeriums sind die Menschen in Hamburg noch mobiler geworden und nutzen häufiger öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad. Auch mit anderen Mitteln versucht die Stadt, den öffentlich Nahverkehr attraktiver zu machen: Im Juni testete der HVV eine günstige Alternativen zu den Tagestickets. Mit dem „Happy-Hour-Ticket“ konnten Bahn- und Busfahrer von donnerstags bis samstags zwischen 19 und 6 Uhr für vier Euro im Großbereich AB fahren.

Die neuen Pläne sollen Hamburg grüner machen: „Die wachsenden Fahrgastzahlen bestätigen die Verkehrspolitik des Senats, den öffentlichen Nahverkehr konsequent auszubauen und zu stärken. Wir schaffen ein attraktives Angebot für die Hamburgerinnen und Hamburger, das den Straßenraum entlastet und für weniger Lärm und bessere Luft in Hamburg sorgt“, so Tschentscher.

dpa/sha