Alsterschwäne, Winterquartier, Eppendorfer Mühlenteich
Die Alsterschwäne gelten als lebende Wahrzeichen von Hamburg. Foto: Axel Heimken/dpa

Für die 120 Alsterschwäne in Hamburg steht der alljährliche Umzug an. Die ersten Wasservögel wurden von ihrem Revier auf Hamburgs Gewässern in ihr Winterquartier gebracht.

Am Dienstagvormittag war es soweit: Die Alsterschwäne zogen von ihren Sommerquartieren auf der Alster und den Kanälen zum Eppendorfer Mühlenteich. Dort befindet sich ihr Winterquartier. Der Umzug findet jedes Jahr im November statt. Im Mühlenteich sorgen Unterwasserpumpen für Bewegung des Wassers, sodass der Teich nicht zufriert und die Tiere dort überwintern können. Je nach Witterung suchen sich die Schwäne ihre Nahrung selber oder werden zusätzlich gefüttert.

Schwanenvater Olaf Nieß kümmert sich im Auftrag der Stadt hauptberuflich um das Wohlbefinden der Wasservögel. Mit einem Boot sammelten er und seine Helfer an der Rathausschleuse die ersten 40 Tiere ein und brachte sie nach Eppendorf zum Mühlenteich. Die verbleibenden Schwäne werden nach und nach in das Winterquartier gebracht. „Dieses Jahr sind wir etwas später dran als sonst“, sagte Nieß schon vor einigen Tagen. Durch das warme Wetter konnten die Tiere länger auf der Alster bleiben.

Im Frühjahr 2019 werden die Schwäne wieder in ihre Brutquartiere auf der Alster und den Kanälen entlassen.

15 Alsterschwäne starben durch heißen Sommer

Der in Hamburg in diesem Jahr außergewöhnlich warme Sommer war auch für die  Wasservögel belastend. Die langanhaltend hohen Temperaturen sorgten für ein stärkeres Algenwachstum und damit für eine schlechtere Wasserqualität. Einige der Schwäne infizierten sich mit Clostridium-Bakterien, 15 Tiere starben an einer Darmentzündung. Daher erhielt Hamburg 13 Schwäne aus dem Saarland. Laut Schwanenvater Nieß haben sich die Saarländer gut im Norden integriert.

dpa/la

Hamburg und seine Alsterschwäne

Schwäne gelten in Hamburg als lebende Wahrzeichen und symbolisieren die Freiheit der Stadt. Die Legende sagt: Hamburg ist nur so lange eine freie und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt, solange Schwäne auf der Alster leben.

Deshalb gibt es schon seit 1674 eine Person, die sich hauptberuflich um die Betreuung der Schwäne kümmert – den Schwanenvater. Olaf Nieß macht diesen Job seit mehr als 30 Jahren. Auch sein Vater, Harald Nieß, hat schon auf die Tiere aufgepasst, seit 1950. Der Schwanenvater arbeitet beim städtischen Schwanenwesen. Sie ziehen Jungtiere auf, überwachen den Lebensraum und kümmern sich um kranke oder verunglückte Tiere.

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Lennart Albrecht, Jahrgang 1991, hat Olaf Scholz schon einmal drei Monate lang fast täglich auf Schritt und Tritt verfolgt – mit dessen Einverständnis, im Rahmen eines Praktikums beim Hamburger Senat. Auch Hamburgs Herz kennt er besser als die meisten: Im Nebenjob moderiert er Bustouren durch das Hafengelände, und sogar bei einem Praktikum in Hongkong warb er schon für die Vorzüge der Hansestadt. Bei der Reederei Hamburg Süd schrieb er für das Mitarbeitermagazin und half, Messen zu organisieren. Seinen Bachelor in Media Acting und Rhetorik machte er an der Hamburger Medienakademie. Für die Dokumentation „Die Norm“ begleitete Lennart Spitzensportler auf dem Weg zu den Olympischen Spielen. Er selbst fährt gern Rennrad – zum Mediencampus Finkenau aber kann er von zu Hause aus zu Fuß gehen. Kürzel: la

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