Der Kältebus soll in Hamburg hilfsbedürftige Obdachlose unterstützen (Symbolbild). Foto: Benjamin Laufer
Der Kältebus soll in Hamburg hilfsbedürftige Obdachlose unterstützen. Foto: (Benjamin Laufer)

Hamburg hat einen neuen Kältebus: Das Projekt „Alimaus“ will bedürftigen Obdachlosen im gesamten Stadtgebiet helfen. Dazu werden auch die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung gebeten. 

In Hamburg ist am vergangenen Samstag ein Kältebus in Betrieb genommen worden. Der Hilfsverein St. Ansgar hat für das Projekt „Alimaus“ einen Transporter gemietet, mit dem abends Hilfsbedürftige auf Hamburgs Straßen unterstützt werden. Der Bus ist auf „nicht festgelegten Routen, vor allem im Bereich Altona und Innenstadt unterwegs“, heißt es auf der Website des Projekts.

Bürger sollen Hilfsbedürftige melden

Der Bus ist von November bis März im Einsatz und versorgt Hilfsbedürftige mit warmer Kleidung und Schlafsachen. Die Obdachlosen können sich auch in eine Notunterkunft bringen lassen.

Zwischen 19 und 24 Uhr ist der Kältebus unter der Telefonnummer 0151 65683368 zu erreichen. Tagsüber kann unter der Hotline der Stadt Hamburg 040 428285000 angerufen werden.

Bürgerinnen und Bürger sollen die Nummer wählen, wenn sie hilfsbedürftige Menschen auf der Straße sehen. In Notfällen gelte aber immer noch die allgemeine Notrufnummer 112.

Mitternachtsbus hilft bereits seit 1996

Neben dem Kältebus gibt es in Hamburg bereits seit 1996 einen Mitternachtsbus, der von der Diakonie Hamburg betrieben wird. Der Mitternachtsbus versorgt jeden Abend Bedürftige mit heißen Getränken, Brot, warmen Decken und Kleidung. In einer Mitteilung auf ihrer Website schreibt die Diakonie: „Vielleicht haben Sie in den Medien die Diskussion verfolgt, dass ein Kältebus dabei helfen soll, weitere Kältetote zu verhindern. Mit dem gleichen Ziel fährt der Mitternachtsbus jeden Abend durch die Stadt.“

Der meteorologische Winteranfang war bereits am 1. Dezember, wirklich kalt soll es aber erst in den kommenden Wochen werden. Trotzdem sind laut „Hinz und Kunzt“ in diesem Winter bereits vier Obdachlose in Hamburg auf der Straße verstorben.

hba

Vorheriger ArtikelHandball-WM: „Ein gigantisches Gefühl“
Nächster ArtikelFeuerwehr sprengt Granaten auf der Alster
Henrik "Harry" Bahlmann, Jahrgang 1994, ist seit zehn Jahren Praktikant im Installationsbetrieb seines Vaters. Mittlerweile kann er sogar gerade flexen. Wenn er irgendwo Fußball hört, ist er dabei. Als er aber ein halbes Jahr in Madrid studierte, schaffte er es nur zweimal ins Bernabéu-Stadion, obwohl er nur zehn Gehminuten entfernt wohnte. Für die Nordwest-Zeitung muss Henrik über Handball schreiben. Sportjournalismus hat er auch studiert, seinen Bachelor machte er an der Hochschule Macromedia in Hamburg. Möchte man ihn locken, gelingt das mit seiner liebsten Sonntagsbeschäftigung: Kaffee und Kuchen. Auch wenn er sich dabei etwas alt vorkommt. Sein größter Sieg: Einmal stand er in der Regionalliga im Tor – kassierte allerdings fünf Treffer. Kürzel: heb