Anwohner beteiligten sich an der Planung zur Wunschbebauung auf der Grünfläche am Bahnhof Sternschanze. Die Mehrheit entschied sich gegen ein Kulturzentrum. Und für den Erhalt des Grüns.

Was soll mit der Grünfläche am Bahnhof Sternschanze geschehen? Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) gab ein Beteiligungsverfahren in Auftrag. Von Juli bis Oktober 2018 konnte die Bevölkerung ihre Wünsche und Ideen mit einbringen. 1300 Einzelpersonen und Vertreter aus Institutionen und Vereinen beteiligten sich. Eine Lösung gibt es noch nicht.

Seitens der Stadt gibt es seit geraumer Zeit Überlegungen, den Bahndamm zwischen den S- und U-Bahn-Ausgängen des Bahnhofes Sternschanze zu entwickeln. Einer ihrer Pläne: Gewerbeflächen zu günstigen Mietpreisen entstehen zu lassen. Ein anderer Ansatz war, dort ein Kulturzentrum zu errichten. Unter anderem als neuer Standort für die von der Sanierung der Sternbrücke betroffenen Musikclubs Waagenbau, Astrastube und Funbureau.

„Wir dürfen nicht vergessen; der Abriss der Brücke steht noch nicht fest“, mahnt Martin Roehl, Sprecher des Bezirksamtes Altona. Durch das Beteiligungsverfahren habe das Bezirksamt einen möglichen Standortwechsel der Musikclubs geprüft. Nun steht fest: Einen Umzug an den Bahndamm wird es nicht geben.

Die Meinungen gehen auseinander

Das Beteiligungsverfahren lieferte einen Eindruck, wie die Anwohner zu der Grünfläche stehen. Sie hinterlässt für 46 Prozent der Befragten einen verwahrlosten Eindruck, 20 Prozent fühlen sich hier nicht richtig wohl. Eine Veränderung, bitte. Aber wie?

Als Ergebnis des Verfahrens lässt sich festhalten, dass die Interessenlage im Stadtteil hinsichtlich einer möglichen Entwicklung der Bahndammfläche nicht eindeutig ist. Viele setzten sich vor allem dafür ein, dass sie als Grünfläche erhalten bleibt. Eine breite Gegenseite findet eine Bebauung für Gewerbe sinnvoll. Die Mehrheit sprach sich allerdings gegen ein Kulturzentrum mit Musikclubs aus.

Laut Bezirksamt hätten sich viele Anwohner gegen die Bebauung des Grünstreifens ausgesprochen. Die Lärm- und Müllbelastung durch die Clubs wären zu hoch.  „Eine Bebauung und insbesondere der Umzug der Musikclubs würde an dieser Stelle noch mehr Lärm verursachen. Der Stadtteil ist bereits übernutzt“, ergänzte der Stadtteilbeirat stellvertretend für die Anwohner. “Am Bahndamm würde das mit Sicherheit auch noch in den Park ausstrahlen und diesen für Anwohner noch weniger nutzbar machen, als er eh schon ist”, sagt Henning Brauer vom Verein Standpunkt.Schanze.

Wiederaufnahme der Planung wohl erst im Juni

Geht es nach den Bewohnern, soll der Grünstreifen mit seinen rund 40 Bäumen erhalten bleiben, am besten dann verfeinert werden. Vor einer möglichen Wiederaufnahme der Planung ist ein Beschluss der Bezirksversammlung notwendig, die sich im Juni 2019 neu zusammenstellt.

max/dpa

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Harald Schmidt hat 1995 gesagt, dass Kinder nur noch Max, Paul oder Leonard heißen. „Namen wie blank geputzte Holztische“. Zu diesem Zeitpunkt war Max Paul Leonard Nölke seit zwei Monaten auf der Welt. Der Dortmunder Knirps teilt mit seinen Namensvettern Hobbys wie Fußball, Musik hören und Freunde treffen. Soweit, so blank geputzt. Markanter ist Max‘ Schreibe. Der herbe Ruhrpott-Schlag gepaart mit seinem Feingefühl brachten ihn in die Redaktionen der Dortmunder “Ruhr Nachrichten” und der Berliner “taz”. In Marburg hat er Sprache und Kommunikation studiert, kann auf Italienisch einen Ramazzotti bestellen und auf Niederländisch eine Frikandel Speciaal. Am liebsten sind ihm aber die Kohlrouladen von Mama. Irgendwann will er mal mit Olli Schulz ein Fischbrötchen verspeisen. Der ist sowieso lustiger als Harald Schmidt. Kürzel: max

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