In Hamburg gab es im ersten Quartal dieses Jahres knapp 7.000 Unterkünfte, die über Airbnb vermietet wurden. Mittlerweile sind es noch 3.600. Grund dafür ist die Neuauflage des seit April gültigen Wohnraumschutzgesetzes. 

Airbnb ist im Trend wie nie, macht Umsätze im Milliardenbereich und beeinflusst ganze Stadtentwicklungen. Dennoch sind zurzeit mehr als 3.000 Wohnungen in Hamburg nicht aktiviert. Das liegt an einer Neuauflage des Wohnraumschutzgesetzes, die am 1. April in Hamburg in Kraft getreten ist.

Seitdem müssen Vermieter ihre angebotenen Wohnungen mit einer sogenannten Wohnraumschutznummer registrieren. So soll geprüft werden, ob Mietwohnungen zweckentfremdet und als reines Tourismusgeschäft genutzt werden. Zudem darf ein Vermieter seine Wohnung maximal noch acht Wochen im Jahr vermieten. Ohne Wohnraumschutznummer kann eine Annonce mittlerweile nicht mehr geschaltet werden.

Daher hat Airbnb sämtliche Inserate ohne Registrierung in Hamburg deaktiviert. 3.600 sind übrig geblieben, wie Airbnb-Sprecherin Isabelle von Klot im Gespräch mit FINK.HAMBURG sagt.

Gewerbliche Gastgeber brauchen keine Nummer

Das bedeutet nicht, dass 3.600 Vermieter eine Nummer beantragt haben. Denn gewerbliche Gastgeber sind von der Pflicht ausgenommen, ihre Unterkünfte mit einer Wohnraumschutznummer zu kennzeichnen. Sie müssen jedoch im Impressum klar ihre gewerblichen Absichten darstellen. Es sind also wohl weitaus weniger, die sich registriert haben. Airbnb spricht dennoch von positiven Zahlen.

„Für den Zeithorizont von drei Monaten sind das schon sehr viele Wohnraumschutznummern, die beantragt wurden“, sagt von Klot. Die mehr als 3.000 deaktivierten Inserate seien nur eine Bestandsaufnahme. „Jeden Tag gehen bei uns Anfragen für Nummern von Airbnb-Gastgebern ein“, bestätigt Christina Wittich, Sprecherin der Stadtentwicklungsbehörde. Bleibt abzuwarten, ob die Registrierungspflicht den kränkelnden Wohnungsmarkt in Hamburg ein wenig beruhigen helfen kann.

max

Titelfoto: Airbnb