Krieg statt Datenvolumen: Unser Redakteur Max ist gespannt auf den syrischen Dokumentarfilm „Homs und ich“, weil die Handlung einen starken Kontrast zu seiner eigenen Lebensrealität darstellt.

„Wenn aus der Angst zu sterben, eine Angst zu leben wird – so beschreibt Sulaiman Tadmory das Gefühl während des syrischen Bürgerkriegs.

Der Regisseur ist 23 Jahre alt, als Assads Armee die Altstadt von Homs umstellt. So alt bin ich gerade auch. Während meine Probleme sich um geschwundenes Datenvolumen drehen, ist er zwei Jahre lang im Kriegsgebiet eingeschlossen.

Von diesen Erfahrungen handelt sein Dokumentarfilm „Homs und ich“. Er zeigt Bilder, wie sie die Tagesschau fast täglich liefert. Fernab meiner eigenen Realität. Aufnahmen von zertrümmerten Häusern, Rauchschwaden und Schutt. Von Kindern, die darin spielen. Im Hintergrund fallen dumpf die Bomben.

Ausgestattet mit einer einfachen Spiegelreflexkamera zeigt Tadmory der Welt, was in Syrien passiert. Die Bilder sind verwackelt, nicht immer sauber. Gerade dieses Ungefilterte ist für mich spannend an Tadmorys Film.

„Woran denkst du, mein Lieber?“, fragt er einen Mann, der in Richtung Himmel schaut. „An Schwalben“, sagt der. Gefangen in der Enge von Homs. Und mir drosselt jemand das Internet.“

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