Zwei Jahre lang musste der Journalist Sulaiman Tadmory im syrischen Bürgerkrieg ausharren und dokumentierte mit einer einfachen Spiegelreflexkamera sein Leben in Homs. FINK.HAMBURG hat ihn beim Filmfest Hamburg getroffen.

„Man kann sich an die Angst gewöhnen“, sagt Sulaiman Tadmory. Zwei Jahre lang war er in seiner Heimatstadt Homs gefangen, weil Assads Truppen die Stadt umstellen. Ausgestattet mit einer einfachen Spiegelreflexkamera filmt er den Alltag und zeigt der Welt, wie unvorstellbar ein Leben in ständiger Angst ist.

Entstanden ist aus den Bildern seine Dokumentation „Homs und ich“. Der Film zeigt eine zerstörte Stadt, Kinder, die in den Trümmern spielen, Bomben, die in Häuser fallen und was einem in solchen Situationen Hoffnung gibt. Schauspieler Tom Schilling tritt als Sprecher auf.

Als Sulaiman Tadmory nach zwei Jahren endlich in einen Bus steigt, der ihn an einen sicheren Ort bringt, weiß er nicht, was er fühlen soll. Darf er sich freuen, weiterzuleben, während in seiner Heimatstadt weiterhin Menschen sterben? Heute sagt er: „Das war der schlimmste Moment von allen.“

Im Interview mit FINK.HAMBURG beschreibt der Journalist und Filmemacher seine Situation und blickt in die Zukunft:

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Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud