Programmkino

Sweet Home auf Kampnagel: Das Alabama Kino im Porträt

Seit 18 Jahren gehört Christian Mattern und Michael Conrad das Alabama Kino auf Kampnagel eines von 19 Programmkinos in Hamburg. FINK.HAMBURG hat Mattern erzählt, was er für das Kino plant und was ihn antreibt. 

Etwa 900 Filme laufen jährlich im Alabama Kino auf Kampnagel. Seit 2001 ist Christian Mattern mit Michael Conrad der Betreiber, das Kino fester Bestandteil des Kulturgeländes in Winterhude. Ein Blick auf die Geschichte zeigt – die Umstände waren oft beschwerlich: Immer wieder hatte das Kino mit Zukunftssorgen zu kämpfen. 1935 unter dem Namen Eidelstedter Lichtspiele gegründet, hat es zwar den Zweiten Weltkrieg überstanden, jedoch wechselten die Betreiber häufig und das Kino musste mehrmals umziehen. Auf Kampnagel hat es mittlerweile eine Heimat gefunden.

Aber ist es wirklich so romantisch, ein Kino zu betreiben? Wie wählen kleine Kinos ihre Filme aus? Und hat Kino eine Zukunft in Zeiten von Netflix und Amazon? Christian Mattern sprach mit uns über seine Leidenschaft für den Film, die Geschichte des Alabamas und darüber, was er für das Kino plant.

Ums Eck geschaut: Fotostrecke aus dem Alabama Kino

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Harald Schmidt hat 1995 gesagt, dass Kinder nur noch Max, Paul oder Leonard heißen. „Namen wie blank geputzte Holztische“. Zu diesem Zeitpunkt war Max Paul Leonard Nölke seit zwei Monaten auf der Welt. Der Dortmunder Knirps teilt mit seinen Namensvettern Hobbys wie Fußball, Musik hören und Freunde treffen. Soweit, so blank geputzt. Markanter ist Max‘ Schreibe. Der herbe Ruhrpott-Schlag gepaart mit seinem Feingefühl brachten ihn in die Redaktionen der Dortmunder “Ruhr Nachrichten” und der Berliner “taz”. In Marburg hat er Sprache und Kommunikation studiert, kann auf Italienisch einen Ramazzotti bestellen und auf Niederländisch eine Frikandel Speciaal. Am liebsten sind ihm aber die Kohlrouladen von Mama. Irgendwann will er mal mit Olli Schulz ein Fischbrötchen verspeisen. Der ist sowieso lustiger als Harald Schmidt. Kürzel: max
Dustin Balsing, geboren 1993, verwandelte als Kapitän seiner Tennismannschaft gleich zweimal den alles entscheidenden Matchball zum Aufstieg. Auch sonst ist er sportbegeistert. Neben Tennis und Basketball gilt seine größte Leidenschaft dem Fußball. Für sein Studium der Publizistik ging er als Numerus-Clausus-Flüchtling von Würzburg nach Wien. Dort schrieb der gebürtige Kölner und Hertha-Fan Beiträge und Moderationstexte für einen Nachrichtensender und arbeitete über ein Jahr als Online-Redakteur beim Sportportal “Laola1”. Wien ist für ihn wie ein riesiges Museum, nicht nur die Stadt, sondern auch der Dialekt machen ihm Spaß. Kölsch, Schwäbisch, Sächsisch, Berliner Schnauze: Dustin spricht zwar nicht jede Sprache, aber dafür so gut wie jeden Dialekt. Bald schnackt er auch wie ein Hamburger Jung. Kürzel: dub
Jannik Golek, geboren 1994 in Altona, backt Pizza, die sogar Otto Waalkes schmeckt. Der Hamburger mit kroatischen Wurzeln ist nachtaktiv und morgens passiv, was er durch mindestens fünf Becher Kaffee ausgleicht. Überschüssige Energie baute er bei waghalsigen Bungeesprüngen im australischen Regenwald ab. In Hamburg nutzt er sie für Headbanging im Proberaum seiner Metalcore-Band “Call me home”. Nach dem Studium des Bibliotheks- und Informationsmanagements ist er als Frontend-Entwickler in einer Musikagentur tätig. Für diese hat er eine Website für die DJ-Szene umgesetzt und sich um deren Usability gekümmert. In der KFZ-Werkstatt seines Vaters schraubte er schon als Jugendlicher, seitdem ist er fasziniert von allem, was Motoren und Räder besitzt. Wenn sich das Hamburger Schietwetter erbarmt, ist er auf einem seiner beiden Motorräder unterwegs. Kürzel: jag

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