Am vergangenen Sonntagmorgen hat eine Regionalbahn einen stark alkoholisierten Mann erfasst und tödlich verletzt. Die Bundespolizei Hamburg geht zurzeit von einem tragischen Unfall aus.

Am vergangenen Sonntag ist nahe des S-Bahnhofs Landwehr ein Mann tödlich verunglückt. Am frühen Morgen wurde der 20-Jährige durch die aus Lübeck kommende Regionalbahn erfasst. Er starb noch am Unfallort.

Nach der Auswertung der Überwachungsvideos geht die Bundespolizei von einem tragischen Unfall aus. „Wir konnten den Mann erstmalig mittig des S-Bahnhofs Landwehr auf Video feststellen. Man konnte sehen, wie er im äußersten Winkel des Erfassungsbereichs der Kamera im Gleisbereich entlang des Fernbahngleises auf einem schmalen Plattenweg lief“, sagt Thomas Hippler, Sprecher der Bundespolizei Hamburg.

Mann war stark alkoholisiert

Der junge Mann soll nach Angaben der Bundespolizei Hamburg stark alkoholisiert gewesen sein. Die Videoaufzeichnungen zeigen, dass er getorkelt habe und dabei gefährlich nah an die Schienen getreten sei.

„Das Betreten des Gleisbereichs, zu dem auch der parallel zu den Gleisen verlaufende Plattenweg gehört, ist nur Mitarbeitern der Bahn und Sicherheitskräften gestattet. Nicht autorisierten Personen ist es aus Gründen der Sicherheit strengstens untersagt, sich in diesem Bereich aufzuhalten“, betont Hippler.

Keine weiteren Verletzten

In der betroffenen Regionalbahn befanden sich zum Unfallzeitpunkt etwa 30 Reisende. Durch die eingeleitete Schnellbremsung wurde kein Fahrgast verletzt.

Der Fahrer des Regionalzuges konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Diesiges Wetter in den Morgenstunden habe zudem die Sicht eingeschränkt. Die Fernbahnstrecke musste für eine Stunde gesperrt werden, die S-Bahnstrecke für eine Dauer von circa 45 Minuten.

lir/dpa

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