Hamburg soll digitaler werden: Der Senat präsentierte dafür am Dienstag seine Digitalstrategie. Über ein Portal sollen die Bürger*innen Zugriff auf mehr städtische Daten bekommen. Die Opposition kritisiert, es gebe nicht ausreichend Ressourcen.

Der Hamburger Senat hat eine neue Digitalstrategie beschlossen. Dabei soll es um eine umfassende Vernetzung von Daten gehen. Außerdem soll allen Bürger*innen der Zugriff auf städtische Daten erleichtert werden. Dadurch soll der Fokus nicht nur auf einzelnen Serviceangeboten liegen, sondern auch auf zentrale Bereiche wie Mobilität, Kultur, Stadtentwicklung, Hafen, Logistik und Verwaltung.

Digitales Portal für Bürger*innen

Der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher stellte das neue Konzept am Dienstag vor: „Wir sollten digitalen Optimismus entwickeln, der uns ins nächste Jahrhundert führt.“ Tschentscher betonte, Digitalisierung heiße nicht, etwas Altes nicht mehr analog auszuführen, sondern vollkommen neue Dinge digital umzusetzen.

Derzeit baut die Stadt ein neues Portal auf. Dort sollen die Bürger*innen einen Überblick über alle digitalen Angebote der Stadt erhalten. Hinzu kommen digitale Projekte, wie ein 3D-Modell, um Hamburg digital darzustellen. Außerdem sollen Eltern über ein Terminal direkt im Krankenhaus Kindergeld beantragen und Geburtsurkunden bestellen können.

Kritik von der Opposition

Die neue Digitalstrategie stößt bei der Opposition auf Kritik. Thomas Kreuzmann, Digitalexperte der CDU, kritisiert die fehlenden Ressourcen, um die Strategie umsetzen zu können: „Für das Jahr 2020 hat der Senat 1.500 weitere Studienplätze für IT-Fachleute versprochen, 190 wurden davon erst geschaffen.“ Michael Kruse, Vorsitzender der FDP-Bürgerschaftsfraktion, sieht die Strategie als „unambitioniert und unkonkret“ an.

mas/dpa

Titelbild: www.mediaserver.hamburg.de / Geheimtipp Hamburg.