Das neue Jahr hat begonnen, die Weihnachtsdeko ist im Keller verstaut. Doch was passiert eigentlich mit den rund 200.000 Tannenbäumen, welche die Stadtreinigung Hamburg einsammelt?

Ein Bild prägt Hamburg in den ersten Januarwochen: Ehemalige Weihnachtsbäume liegen verloren am Straßenrand. Doch dabei handelt es sich keineswegs um eine illegale Entsorgung der ausgedienten Tannen. Die Stadtreinigung Hamburg sammelt sie nämlich kostenfrei ein.

34 Teams fahren in den ersten beiden Januarwochen Sondertouren, um die Bäume abzuholen. Sie werden geschreddert und als Strukturmaterial für die Kompostierung im Biogas- und Kompostwerk Bützberg oder als Feuerungsmaterial in Biomassewerken genutzt.

Die Holzschnitzel sorgen dafür, dass der Bioabfall gelockert wird und kleine Luftnester entstehen. Dies ist notwendig, da organische Materialien wie Laub, Grünschnitt und Küchenabfälle nur bei ausreichend Luftkontakt durch Bodenorganismen kompostiert werden.

Weitere Chance auf Abholung in der dritten Januarwoche

In der zweiten Januarwoche gab es bereits einen Abholungstermin. Wer ihn verpasst hat, kann seinen Baum noch in der dritten Januarwoche loswerden. Die jeweiligen Abholtage nach Stadtteil geordnet findet ihr hier. Die Bäume sollten maximal 2,50 Meter groß sein und müssen vollständig abgeschmückt sein. Dazu zählt auch der Ständer. Außerdem sollten sie so an der Straße abgelegt werden, dass sie den Verkehr nicht behindern.

Unabhängig von der Straßensammlung können Hamburger*innen ihren alten Tannenbaum auch zu den regulären Öffnungszeiten an den zwölf städtischen Recyclinghöfen kostenfrei abgeben.

Wie sieht im Advent der Alltag in einer Hamburger Weihnachtsbaumschule aus? Das lest ihr im Rückblick auf unseren Adventskalender 2019!

Titelfoto: Stadtreinigung Hamburg

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Lea Zurborg, Jahrgang 1995, geht in ihrer Freizeit auf Glitzersockenjagd. Besonders gerne trägt sie die mit dem Pinguinmotiv. Im Norden fühlt sie sich wohl: In Kiel ist sie geboren, nach einem freiwilligen Jahr in der Kultur- und Wissenschaftskommunikation startete sie ihr Biochemie-Studium in Hannover. Wenn man sie nachts weckt, kann sie aus dem Stand über monoklonale Antikörper referieren. Neben dem Bachelor begann sie eine studienbegleitende Journalistenausbildung an der Katholischen Journalistenschule ifp in München. Beim "Ostfriesischen Kurier" und bei den "Kieler Nachrichten" lernte sie unter anderem lokale Berichterstattung sowie Online-Journalismus und setzte ein Multimediaprojekt zum Zustand der Ostsee um. Ins Labor kehrt sie vorerst nicht zurück, erforscht aber ihre neue Heimat Hamburg. Kürzel: lzu

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