Türchen auf: In diesem Jahr erzählen Hamburger*innen im FINK.HAMBURG-Adventskalender von ihrem Leben in der Weihnachtszeit. In der Baumschule von Kay Wortmann werden jährlich etwa 1700 Weihnachtsbäume verkauft.

Kay Wortmann führt den Familienbetrieb Johs. Wortmann in Osdorf nun in vierter Generation. Tradition, Qualität und Familie sind in dem Betrieb besonders wichtig, gerade in der Weihnachtszeit. Der Ansturm auf Kränze, Weihnachtsdeko und natürlich Weihnachtsbäume ist groß, da kann es auch mal stressig werden.

Was bedeutet Ihnen Weihnachten?

Kay Wortmann: Jahresabschluss und Füße hochlegen! Grundsätzlich ist für uns dann eine stressige Zeit vorbei: Ein schönes Jahresende feiern, Zeit mit der Familie verbringen und es sich Zuhause schön machen – das ist für mich Weihnachten. Ein schöner Weihnachtsbaum gehört natürlich dazu.

Was ist Ihnen in der Weihnachtszeit besonders wichtig?

Kay Wortmann: Mir ist wichtig, dass alle gut durch diese kurze und doch sehr stressige Zeit kommen. Dass alle gesund bleiben und den Spaß an der Arbeit und am Miteinander nicht verlieren. In der Vorweihnachtszeit kann es schnell passieren, dass ein Rädchen aus dem Takt kommt und schon gibt es schlechte Laune. Das braucht kein Mensch.

Wie sehr weicht Ihr Arbeitsalltag in der Weihnachtszeit vom Rest des Jahres ab?

Kay Wortmann: Es werden schon mehr Überstunden gemacht. Gerade zum ersten Advent hin. Die Zeit davor ist immer sehr knapp. Auch wenn wir unsere Tannen schon früh aus der Nordheide holen, 1500 gesägte und 200 im Topf. Die benötigen hier dann kaum Pflege. Kränze und Gestecke vorzubereiten ist hingegen recht zeitintensiv, damit sind bestimmt sechs bis sieben meiner Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Normalerweise haben wir auch mal freie Tage in der Woche, die fallen vor Weihnachten fast komplett weg. Wir machen dann meistens Sechs- bis Siebentagewochen. Seit zwei Jahren nun machen wir aber an Heiligabend nicht mehr auf. Das hat sich nicht gelohnt. Die Entscheidung haben wir vor allem für unsere Mitarbeiter getroffen. Jetzt haben sie an dem Tag Ruhe und Zeit, Weihnachten vorzubereiten und zu genießen.

Foto: Carlotta Schaffner

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Die Lieblingsfarbe von Carlotta Schaffner, Jahrgang 1995, ist marineblau – klar für eine echte Hamburgerin. Ihre Urgroßmutter führte ein Hutgeschäft auf der Mönckebergstraße, die Großeltern machten daraus später ein Modekaufhaus. Das Modejournalismus-Studium in Hamburg war für Carlotta die logische Konsequenz. Für die Fashionlabels Edited, Aeyde und Be Edgy Berlin war sie unter anderem für kurze Zeit Chefredakteurin, Head of PR oder die Praktikantin. Dabei kam sie auch mal mit Andreas Bourani ins Gespräch, es ging um Neurowissenschaften. Von Berlin ging es nach Lissabon: Dort lernte Carlotta zwar kein Portugiesisch, dafür aber fließend HTML, CSS und Javascript. Das Pastel de Nata tauschte sie für den Master wieder gegen Franzbrötchen – den Hamburger S(ch)nack mag sie immer noch am liebsten. Kürzel: cas