Hamburg will das kulturelle Leben retten: Der Senat hat zusätzliche finanzielle Corona-Hilfe für Kreative und Unternehmer*innen innovativer Start-ups beschlossen. 

Mit weiteren Corona-Hilfen will Hamburg einen Neustart für Künstler*innen und Startups erleichtern. Dazu zählt eine Neustartprämie von einmalig 2000 Euro, die nicht zurückgezahlt werden muss. Diese können Personen mit einem Wohnsitz in Hamburg beantragen, die Mitglied in der Künstlersozialkasse sind und eine entsprechende finanzielle Notlage nachweisen können. „Bei den Hilfen steht jetzt im Vordergrund, Kunst und Kultur wieder zu ermöglichen”, betonte Kultursenator Carsten Brosda (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung.

Stadt will sich an Start-ups beteiligen

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) teilt mit, dass sich die Stadt zudem mit dem Corona Recovery Fonds an innovativen Start-ups mit bis zu 50 Mitarbeiter*innen beteiligen wolle. Das bedeutet einen Zuschuss von jeweils bis zu 500.000 Euro. 50 Millionen Euro würden insgesamt dafür bereitstehen. Drei Viertel stammen aus Bundesmitteln, ein Viertel aus Landesmitteln. „Und hoffentlich wird es so sein, dass man am Ende des Tages ein wenig mitverdient. Das steht aber nicht im Fokus“, sagt Westhagemann.

Weitere Corona-Hilfe geplant

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) teilte mit, dass die Maßnahmen Teil des Hamburger Konjunktur- und Wachstumsprogramms 2020 seien. Zudem werden weitere Rettungsprojekte geplant. Zwischen März und Ende Juni wurden Schutzmaßnahmen von rund vier Milliarden Euro geleistet. 3,1 Milliarden Euro machten steuerliche Hilfen aus wie zum Beispiel die Herabsetzung von Vorauszahlungen oder ausgesetzte Vollstreckungen.

Die Hamburger Kulturbranche leidet stark unter der Corona-Pandemie. Abgesagte Veranstaltungen, verschobene Premieren, geschlossene Theater: Corona bedeutet für viele Künstler*innen keine Engagements.

ans/dpa

Titelbild: Unsplash

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Es gibt keine Zeile im Film „My Fair Lady“, die Aniko Schusterius, Jahrgang 1996, nicht fehlerfrei mitsprechen kann. Trotz dieses Talents, zehn Jahren Gesangsunterricht und ihres großen Interesses für Musicals hat sich die Berlinerin letztlich gegen eine Bühnen-Karriere entschieden. Nach dem Abitur arbeitete sie als Regie- und Produktionsassistentin in verschiedenen Kindertheatern. Dort musste sie unter anderem lernen, dass Luftballons auf einem Straßenfest eine hochkomplexe bürokratische Hürde darstellen können. Während ihres Bachelors in Theaterwissenschaften und Niederlandistik lebte sie ein halbes Jahr in Groningen. Dort fühlte sie sich wegen des entspannten Lifestyles wohl, und auch, weil sie mit ihren 1,82 Meter das erste Mal nicht auffiel. Für die „Berliner Zeitung“ veröffentlichte sie erste Kolumnen. Auch mit Radio kennt sie sich aus: An der „Frankfurter Hörfunkschule“ lernte sie texten und einsprechen. Vor dem Start an der HAW sammelte Aniko noch mehr Medien-Erfahrung durch Praktika bei „Radioeins“ und beim Fernsehkanal der „Welt“ in Berlin. Dort lauerte sie auch schon mal frühmorgens vor einem Hotel, um Gesundheitsminister Jens Spahn einen O-Ton zu entlocken. Kürzel: ans

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