Eventverband demonstriert fuer staatliche Hilfen
2020 bleiben viele Bühnen leer. Foto: Unsplash

Der Deutsche Eventverband hat für Mittwoch zu einer Demonstration aufgerufen, um das Veranstaltungsjahr 2020 symbolisch vor dem Hamburger Rathaus zu Grabe zu tragen. Das Ziel: Stärkere Unterstützung der Branche durch die Politik.

Mit einem Trauerzug und einer symbolischen Beerdigung protestieren Vertreter*innen der Veranstaltungsbranche am Mittwochnachmittag für staatliche Unterstützung des durch die Corona-Krise gebeutelten Wirtschaftszweigs. Ab 16 Uhr trägt der Deutsche Eventverband das Veranstaltungsjahr 2020 in Hamburg sinnbildlich zu Grabe. Er fordert von der Hamburger Regierung unter anderem den Abbau bürokratischer Hürden bei der Soforthilfe-Beantragung, die Ausweitung von Kreditprogrammen sowie den Ausbau der Überbrückungshilfen.

Bisher keine Gespräche mit dem Senat

„Der Senat muss langfristige Perspektiven für die Veranstaltungsbranche schaffen“, sagt Tanja Voßwinkel-Fischer, Sprecherin des neu gegründeten Verbandes, gegenüber FINK.HAMBURG. Vorstandsvorsitzender Borhen Azzouz erklärt: „Während wir in Berlin bereits mehrere Gespräche mit der Politik führen konnten, wurde uns ein Dialog seitens des Hamburger Senats leider bisher nicht ermöglicht.“ Die Lage werde mit jeder Woche ernster: Viele könnten inzwischen ihren Lebensunterhalt kaum mehr bestreiten.

Der Deutsche Eventverband ruft Hamburger Akteur*innen der Kultur- und Veranstaltungsbranche auf, sich an der Demonstration zu beteiligen. Sie startet am Hamburger Hauptbahnhof um 16 Uhr. Die symbolische Beisetzung erfolgt gegen 17.15 Uhr vor dem Rathaus. Die Polizei rechnet mit etwa 400 Teilnehmenden.

Der Deutscher Eventverband e.V. ist ein Zusammenschluss von Unternehmen aus der Eventbranche. Der Verein sitzt in Hamburg und Berlin. Sein Vorstand setzt sich zusammen aus Geschäftsführenden von Projekt- und Eventagenturen sowie einer Firma für Veranstaltungstechnik.

maj/dpa 

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Mali Paede, Jahrgang 1993, streitet oft mit ihrem Vater über Feminismus-Themen. Zum Beispiel bei der gendergerechten Sprache sind die beiden völlig unterschiedlicher Meinung. Ansonsten hat sie von ihm aber auch durchaus wertvolle Dinge gelernt – etwa das Licht nicht unnötig lange brennen zu lassen und den Kühlschrank schnell wieder zu schließen. Die gebürtige Hamburgerin studierte Nachhaltigkeitshumanwissenschaften und Kulturwissenschaften in Lüneburg. Zurück in ihrer Heimatstadt interviewt sie für die Hamburg Kreativ Gesellschaft gerade am liebsten bildende Künstler, Theaterbetreiber und neulich auch den Inhaber eines Indieverlags. Ausgleich findet sie beim Vinyasa Yoga. Das hilft ihr auch, ihre Tollpatschigkeit in den Griff zu kriegen: Mali fällt oft etwas aus der Hand. Ihre Teetasse fängt sie mittlerweile schon wieder auf. Kürzel: maj

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