Grippeschutzimpfung
Dieses Jahr stehen mehr Impfdosen bereit, als je zuvor.

Um Risikogruppen und das Gesundheitssystem in der Corona-Krise zu schützen, ruft Gesundheitsminister Jens Spahn zur Grippeschutzimpfung auf. Es werde so viel Impfstoff bereit gestellt wie nie zuvor.

Im Rahmen einer Bundespressekonferenz sprachen am Mittwochmittag der Gesundheitsminister Jens Spahn, Thomas Mertens von der Impfkommission, der Chef des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler und Doris Pfeiffer von den Krankenkassen über die Grippeschutzimpfung. Alle Anwesenden waren sich einig: Eine Impfung für Risikogruppen ist sinnvoll. Diese wurde von den anwesenden Expert*innen genau definiert.

Wer braucht die Grippeschutzimpfung?

Sinnvoll sei die Grippeschutzimpfung vor allem für Menschen ab 60 Jahren. Außerdem sollten sich chronisch Erkrankte, Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Personen, die mit Risikogruppen zusammenleben, impfen lassen. Die Impfung für Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Pflege sollten ebenfalls einen Impfschutz erhalten, so Spahn. Er betonte: „Eine Impfpflicht gibt es nicht.“ Wer nicht zu diesen Gruppen gehört, solle den anderen bei der Impfung Vorrang lassen.

So viele Impfdosen wie noch nie

„Die Grippe wird als harmlos angesehen, was sie allerdings nicht ist“, sagte Peiffer. Jedes Jahr käme es zu einer Grippewelle. Sie beginnt laut Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission, meist im Dezember und hält für drei bis vier Monate an.

Für die diesjährige Schutzimpfung sollen 26 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Sechs Millionen Impfdosen habe der Bund noch nachbestellt. Eine so große Anzahl soll laut Spahn in keinem bisherigen Jahr bereitgestanden haben.

Warum ist die Impfung gerade jetzt wichtig?

Die Grippe verursache vergleichbare Symptome wie der Covid-19-Erreger. Damit Engpässe im Gesundheitswesen verhindert werden können, sei es wichtig, die schweren Verläufe der Grippe so gering wie möglich zu halten. Eine Impfung biete dreifachen Schutz: „Ich schütze mich, andere und das Gesundheitssystem vor Überlastung“, sagt der Gesundheitsminister.

Darüber hinaus sei die Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmaske) wichtig. Sie biete zudem Schutz vor dem Corona-Virus. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat auch Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard zur Grippeschutzimpfung aufgerufen.

dpa/pal

Titelbild: pixabay

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Wo Paula-Lu Wiedeking, Jahrgang 1994, aufgewachsen ist, gibt es mehr Bäume als Menschen. In ihrem kleinen Dorf am Niederrhein musste sie drei Kilometer mit dem Fahrrad fahren, um eine Bushaltestelle zu erreichen. Ihr Fahrrad begleitete sie auch auf allen weiteren Stationen: zum Mode- und Textil-Studium in die Niederlande, zum Praktikum in eine Modefirma nach Berlin und dann nach Hamburg. Dort hat sie bei Otto in der Social-Media-Abteilung und im Online-Marketing gearbeitet. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich und hat beispielsweise Geflüchtete in Deutsch unterrichtet und bei Behördengängen begleitet. Ihre große Leidenschaft: das Zeichnen und Malen mit digitalen Tools. Wenn sie dem mal nicht nachgeht, findet man sie auf Flohmärkten oder im Café mit einem Hafer-Latte. Kürzel: pal

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