Die Sternbrücke ist zum Politikum geworden: Sie soll abgerissen und ersetzt werden, doch der Widerstand ist enorm. Wieso die Brücke so bedeutend ist und ob der Neubau die erhoffte Verkehrswende bringt, haben wir uns genauer angeschaut.

Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht besonders aussieht, ist die Sternbrücke an der Kreuzung zwischen Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße mehr als eine gewöhnliche Bahnbrücke. Seit Jahren ist sie Thema hitziger Diskussionen: Die Deutsche Bahn will die Brücke abreißen und durch einen riesigen Neubau ersetzen, weil sie nach rund 100 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht habe. Der Senat unterstützt das und macht den Abriss der denkmalgeschützten Brücke zur Bedingung für die erhoffte Verkehrswende.

Engagierte Anwohner*innen und Verbände fühlen sich in der Planung übergangen – als „Initiative Sternbrücke“ protestieren sie gegen den Neubau. Die Sternbrücke einfach abreißen: Für sie undenkbar, denn als „Herz der Sternschanze“ hat sie große symbolische und kulturelle Bedeutung.

Titelbild: Markus Scholz/dpa

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Freudenstadt behauptet von sich, den größten Marktplatz Deutschlands zu haben, genau wie Stade. Was Stade definitiv fehlt: Es war nicht seit 1997 das Zuhause von Lorenz Jeric. Er liebt die Ćevapčići seines slowenischen Großvaters, kocht selbst aber am liebsten Käsespätzle. Nach 13 Jahren Waldorfschule zog er nach Hamburg, um einen Bachelor in Medien- und Kommunikationswissenschaft zu machen. Dabei lernte er, dass er es nicht leiden kann, Filme wissenschaftlich zu betrachten, obwohl er sie liebt. Wenn er nicht grade für eine kleine Kommunikationsagentur textet, spielt er gerne am Grindelhof Tischtennis oder fährt mit seinem Campervan Richtung Norden, möglichst ans Wasser. Zusammen mit Freunden produziert er schon seit 2017 den Podcast „Unfertig“, in dem wenig über Gott und viel über die Welt gesprochen wird. Kürzel: loc
Bennet Möller, Jahrgang 1995, stand schon mal im Finale einer Deutschen Meisterschaft – im Futsal, einer besonders schnellen Form des Hallenfußballs. Das war 2019, als Bennet noch mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg beschäftigt war. Beim Unternehmen Jungheinrich, berühmt für seine Lagertechnik, arbeitete er in der Kommunikationsabteilung – er saß auch schon mal selbst auf einem Gabelstapler. Für das politische Bildungsforum der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte er Veranstaltungen mit Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsleuten. Yuval Noah Hararis „Kurze Geschichte der Menschheit“ ist sein Lieblingssachbuch, und überhaupt liest er lieber, als Fernzusehen. Auch Fußball spielt er lieber selbst, als es auf einem Bildschirm zu verfolgen. Kürzel: bem