Ab Mittwoch müssen viele Geschäfte in Hamburg schließen. Bestellen und Abholen bleibt aber auch im Lockdown erlaubt.

Hamburg ist im zweiten Lockdown. Ab Mittwoch müssen die meisten Geschäfte bis mindestens 10. Januar schließen, wenn sie nicht den täglichen Bedarf abdecken. Kund*innen können Waren jedoch weiterhin bestellen und bei den Läden abholen oder sich liefern lassen – wenn die gängigen Hygieneregeln eingehalten werden.

Mit dem so genannten Click and Collect soll das Infektionsrisiko minimiert werden: Die Ware kann telefonisch oder online bestellt und an der Ladentür abgeholt werden. Kund*innen müssen beim Weihnachtsshopping dann kein Geschäft betreten. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) warb am Montag für das Konzept: „Wenn das dazu führt, dass ein bisschen mehr beim Einzelhandel bleibt und ein bisschen weniger beim Onlinehandel, dann haben wir alle etwas davon“, sagte er in einer Pressekonferenz.

Kleine Hoffnung für den Einzelhandel

Viele große Läden und Ketten bieten das Shopping mit Vorbestellung an. Doch für kleine Geschäfte ist der finanzielle Aufwand oft zu groß. „In guten Zeiten haben wir gesehen, dass Click and Collect genutzt wird, die Umsatzeinbußen kann es aber nicht ausgleichen“, sagte Brigitte Nolte vom Handelsverband Nord gegenüber FINK.HAMBURG. Wer einen lokalen Laden unterstützen möchte, sollte am besten direkt nach dem Angebot fragen. Eine Übersicht teilnehmender Geschäfte gibt es nicht.

Weihnachtseinkäufe per Click and Collect sind die letzte Hoffnung vieler Einzelhändler*innen in diesem Jahr. Laut einer Umfrage des Handelsverbands Nord verliert der Handel wegen des Lockdowns in diesem Jahr ein Fünftel seines Jahresumsatzes. Profitiert habe der Onlinehandel mit einem Jahresplus von über 20 Prozent.

Der rot-grüne Senat weiß um die Situation. Er hat den Schutzschirm der Stadt nach eigenen Angaben auf rund 1,5 Milliarden Euro erhöht. Davon soll auch der Einzelhandel profitieren.

loc/dpa

Titelbild: Archiv / sezaun_flickr_cc by-sa 2.0

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Freudenstadt behauptet von sich, den größten Marktplatz Deutschlands zu haben, genau wie Stade. Was Stade definitiv fehlt: Es war nicht seit 1997 das Zuhause von Lorenz Jeric. Er liebt die Ćevapčići seines slowenischen Großvaters, kocht selbst aber am liebsten Käsespätzle. Nach 13 Jahren Waldorfschule zog er nach Hamburg, um einen Bachelor in Medien- und Kommunikationswissenschaft zu machen. Dabei lernte er, dass er es nicht leiden kann, Filme wissenschaftlich zu betrachten, obwohl er sie liebt. Wenn er nicht grade für eine kleine Kommunikationsagentur textet, spielt er gerne am Grindelhof Tischtennis oder fährt mit seinem Campervan Richtung Norden, möglichst ans Wasser. Zusammen mit Freunden produziert er schon seit 2017 den Podcast „Unfertig“, in dem wenig über Gott und viel über die Welt gesprochen wird. Kürzel: loc