Nach öffentlicher Kritik an einer Asklepios-Klinik, drohte einer Pflegerin die Entlassung. Nach verschiedenen Solidaritätsbekundungen ihrer Kolleg*innen verzichtet der Klinikkonzern nun doch auf die Kündigung.

Die Pflegerin Romana Knezevic behält ihr Anstellung in der Asklepios-Klinik St. Georg. Sie kritisierte im Dezember öffentlich die Zuständen dort. Der Klinkkonzern wies die Vorwürfe entschieden zurück und drohte der Pflegefachkraft aus dem AK St. Georg, Verdi-Betriebsrätin und Sprecherin der Krankenhausbewegung mit der Kündigung. Nun rudert Asklepios allerdings wieder zurück und will auf die Entlassung verzichten.

Klinikkonzern will Streit beenden

Nach verschiedenen Demonstrationen von Pfleger*innen gegen Romana Knezevics Kündigung und für die Entlastung von Pflegepersonal will Asklepios den Streit nun entschärfen. „Asklepios hat sich entschieden, die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat der Asklepios-Klinik St. Georg im Zusammenhang mit der beabsichtigten Kündigung der Pflegekraft zu beenden“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch. Ein Anliegen des Konzerns sei es außerdem das wichtige Berufsbild der Pflege zu stärken.

Knezevic kritisierte Personalmangel

In einem Interview mit dem „Hamburg Journal“ am 17. Dezember äußerte sich Romana Knezevic kritisch zu dem Personalmangel auf der Intensivstation der Asklepios-Klinik St. Georg, auf welcher zu der Zeit viele Corona-Patienten lagen. Zudem müssten Pfleger*innen einen Großteil ihrer Arbeitszeit für Reinigungstätigkeiten aufwenden, da es auch an Service- und Reinigungspersonal auf den Stationen fehle. Dadurch käme unter anderem die Sterbebegleitung zu kurz: „Die Patienten sterben alleine auf ihren Zimmern, weil uns das Personal und die Möglichkeiten fehlen“, sagte Knezevic im Interview. Die Klinikleitung hatte ihr vorgeworfen, wissentlich unwahre Tatsachen behauptet zu haben.

sas/dpa

Titelbild: Mali Paede

Vorheriger ArtikelWeniger Unfälle auf Hamburgs Straßen
Nächster Artikel18 Zelte für ein Winternotprogramm
Bei einem Dreh schlug Profi-Boxer Axel Schulz die geballte Faust in ihre Kameralinse – während Sarah Seitz sie auf der Schulter trug. Trotzdem blieb sie der Medienbranche treu. In der Nähe von Winnenden in Baden-Württemberg wurde sie 1994 geboren, in Furtwangen im Schwarzwald studierte sie Online-Medien und arbeitete unter anderem für das Mitarbeiterfernsehen von Porsche in Stuttgart. 2018 zog Sarah nach Hamburg. Erste Großstadterfahrungen machte sie bei Spaziergängen mit Hund Siva im Park: „Hey“ flüstern nur Dealer, gegrüßt wird mit „Moin“. Sarah liebt Spinning zu Clubbeats und schlürft gerne Moscow Mule im Landgang auf St. Pauli. Auf die Entschuldigung von Axel Schulz wartet sie bis heute vergeblich. Kürzel: sas