Der Hamburger Senat hat am Dienstag angekündigt, die Corona-Maßnahmen weiter zu verschärfen. Die Maskenpflicht soll ab Samstag an allen öffentlichen Plätzen gelten, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Die Maskenpflicht in Hamburg wird erneut verschärft. Das hat der rot-grüne Senat nach intensiver Diskussion am Dienstag beschlossen, so Senatssprecher Marcel Schweitzer. Ab Samstag soll überall eine Maske getragen werden, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Das gilt insbesondere für den Stadtpark, den Jungfernstieg, die Landungsbrücken und die Bereiche rund um die Alster und die Elbe. Auch auf Spielplätzen sollen Erwachsene künftig eine Maske tragen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung des Senats waren laut Schweitzer die steigenden Infektionszahlen, sowie das vermehrte Auftreten von mutierten Varianten des Coronavirus. Außerdem sei die erweiterte Maskenpflicht eine Reaktion auf das vergangene Wochenende. Wegen des frühlingshaften Wetters seien an vielen öffentlichen Orten Menschen ohne Masken oder Mindestabstand aufeinandergetroffen. Die erweiterte Maskenpflicht gilt auch beim Joggen um die Alster, so Schweitzer. Mit Schwerpunktkontrollen der Polizei sei zu rechnen.

Lockerung der Corona-Maßnahmen nicht in Sicht

In Hamburg hatte sich zuletzt Hoffnung geregt, dass die Corona-Maßnahmen gelockert werden könnten. Blumenläden und Gartencenter hatten gefordert, öffnen zu dürfen. Der Grund: Da entsprechende Geschäfte in Niedersachsen und Schleswig-Holstein schon wieder öffnen dürfen, enstehe für Hamburger Anbieter*innen ein Wettbewerbsnachteil. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) setzte sich im Senat für die Öffnung ein.

Am Dienstag entschied der Senat aber dagegen. „Wir können das nicht verantworten“, sagt Schweitzer. „Wenn andere Landesregierungen das verantworten können, dann tragen sie dafür die Verantwortung. So ist das in Deutschland.“ Westhagemann will sich nun beim Bund darum bemühen, dass Anbieter*innen verderblicher Saisonware entschädigt werden.

pia/dpa


Titelbild: Freepik

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Am liebsten genießt Pia Röpke, geboren 1993 in Hamburg, die Ruhe und meditiert. Nach der Ausbildung zur Medienkauffrau beim Spiegel schlug sie ein Jobangebot dort aus und entschied sich stattdessen für die Universität. Beim Thema blieb sie aber: In Lüneburg studierte sie Digital Media, in Hongkong Creative Media. Dort entdeckte sie Achtsamkeit, Yoga und Spiritualität für sich. Das half ihr dabei, sich zu entspannen, wenn die gierige Millionenstadt zu stressig wurde. Seitdem ist sie überzeugt, dass Selbstreflexion nicht nur für sie heilsam ist, sondern auch für den Rest der Welt wichtig wäre, um die Digitalisierung sinnvoll zu gestalten. Um Digitales und Fundraising kümmert Pia sich für die Organisation Kanduyi Children e.V., die Kindern in Kenia Bildung ermöglicht. Kürzel: pia