FFP2-Maske
FFP2-Masken sollen uns eigentlich besser schützen, doch nicht alle entsprechen der Norm.

Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz hat stichprobenartig FFP2-Masken untersucht. Im Test erfüllten weniger als die Hälfte der untersuchten elf Masken-Modelle das Mindestmaß an Filterwirkung.

FFP2-Masken sollen uns eigentlich besser vor dem Corona-Virus schützen. Doch offenbar sind in Hamburg viele Masken im Umlauf, die nicht die festgeschriebenen Qualitätskriterien erfüllen. Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz von Senatorin Anna Gallina (Die Grünen) hat in ihren Stichproben bislang eine hohe Anzahl an Masken mit zu schwacher Filterwirkung festgestellt.

Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, ging dies aus einer kleinen Anfrage hervor, die CDU-Justizpolitiker Richard Seelmaecker an den Senat gestellt hatte. In der Antwort teilte der Senat mit, dass seit Pandemie-Beginn elf verschiedene Modelle der FFP2-Masken aus dem lokalen Hamburger Handel im Labor überprüft worden seien.

„Von den überprüften elf Masken verfehlten drei Modelle die Anforderungen knapp bis deutlich“, schreibt der Senat in der Antwort. Er bezieht sich dabei auf den sogenannten Fiilterdurchlass. Dieser muss bei einer FFP2-Maske unter sechs Prozent liegen, anders gesagt: Sie muss eine Filterwirkung von mindestens 94 Prozent haben. Bei den drei kritisierten Modellen lag der Durchlass zwischen 7,1 Prozent bis 15,7 Prozent und damit über den Vorgaben.

„Drei weitere Masken erreichten einen Filterdurchlass von 34,4 bis 60 Prozent und verfehlten die Anforderungen damit deutlich“, so das Fazit weiter. Lediglich fünf Modelle erfüllten die Anforderungen an den Filterdurchlass. Bei den sechs der elf im Test durchgefallenen Masken wurde der Verkauf eingestellt. Sich bereits im Umlauf befindende Masken wurden zurückgerufen.

CDU-Politiker fordert mehr Stichproben

Seelmaecker kritisierte: „Dass bisher lediglich elf Schutzmasken einer eingehenden Laborprüfung unterzogen wurden und dabei auch noch sechs durchgefallen sind, ist bereits unfassbar“. Seiner Meinung nach hätte Verbraucherschutzsenatorin Gallina deutlich mehr Überprüfungen anordnen müssen. „Es muss schließlich sichergestellt sein, dass Hamburgs Bürgerinnen und Bürger, die seit Ende Januar vom Senat dazu verpflichtet sind, FFP2 oder OP-Masken zu tragen, damit tatsächlich auch vernünftig geschützt werden“, so Seelmaecker.

Verbraucher*innen können auch eigenverantwortlich überprüfen, ob eine FFP2-Maske der Norm entspricht. Eine Orientierungshilfe, welche Masken die aktuellen Corona-Vorgaben erfüllen, bietet die Stadt auf ihrer Website.

Generell gilt: Wie gut eine FFP2-Maske schützt, hängt auch davon ab, wie dicht sie sitzt. Auch die Tragedauer hat Einfluss darauf. Ist die Maske feucht, muss sie gewechselt und entsorgt werden.

mak

Titelbild: Unsplash

3 KOMMENTARE

    • Hallo Sigrid, rein optisch kann man das nicht erkennen. Deshalb wurden die Masken ja auch im Labor getestet. Generell raten wir dazu, Masken in der Apotheke zu kaufen und nicht in Onlineshops mit verlockendem Angebot. Auf der Webseite der Stadt gibt es noch weitere Tipps, damit solltest du dich und andere gut schützen können: https://www.hamburg.de/corona-maske/14847194/medizinische-masken/. Viele Grüße aus der FINK-Redaktion

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