Alkohlverbot für die Schanze und Teile von St. Pauli. Foto: Max Nölke

Nach den Ausschreitungen und Regelverstößen am vergangenen Wochenende hat der Senat am heutigen Dienstag strengere Corona-Regeln und ein Alkoholverbot für sogenannte Hotspots beschlossen. 

Das Alkoholverbot wird von Freitag bis Sonntag in den entsprechenden Bereichen des Schanzenviertels und St. Pauli von 20 Uhr abends bis sechs Uhr morgens gelten. In diesem Zeitraum dürfen Kioske und Gastronomien keinen Alkohol an Laufkundschaft verkaufen. Nur Gäste mit festem Sitzplatz dürfen weiterhin Alkohol bestellen.

Außerdem dürfen Privatpersonen während dieser Sperrstunde keinen Alkohol im Bereich der Hotspots mit sich führen. Kontrollen sind in diesem Zusammenhang aber nur vorgesehen, wenn Passant:innen offenkundig alkoholisiert sind.

Alkoholverbot nach Ausschreitungen

Sowohl am Freitag-, als auch am Samstagabend hat die Polizei das Schulterblatt im Schanzenviertel geräumt. Grund dafür waren Verstöße gegen die Abstandsregeln und die Maskenpflicht. Als die Polizei den illegalen Rave auflöste, kam es zu Ausschreitungen: Polizist:innen sollen mit Flaschen beworfen worden sein. Laut Senat hat die Polizei 700 Bußgeldverfahren eingeleitet und 25 Betriebe geschlossen.

Am heutigen Dienstag hat der Senat zwar die Öffnung der Innengastronomie zum kommenden Wochenende verkündet, aber zum Schutz der Infektionslage auch die Corona-Regeln für Hotspots verschärft. Diese Maßnahmen will der Senat gegebenenfalls auch auf andere Bereiche ausweiten.

bros/dpa

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Lilly Brosowsky, 1994 ist im Schatten der Zugspitze aufgewachsen: in Garmisch-Partenkirchen. Der Höhenlage ist sie lange treu geblieben, hat mal auf 3.640 Meter Höhe in La Paz als Barkeeperin gearbeitet, mal Waliser Schwarznasenschafen auf einer Hochhausalm in München die Klauen geschnitten. Nach sieben Jahren in München musste sie im flachen Hamburg erst einmal lernen, dass sie in einer Bäckerei fragend angeschaut wird, wenn sie Fleischpflanzerlsemmeln bestellt. Dabei ist sie kulinarisch durchaus aufgeschlossen: Als Volontärin kostete sie für „Mit Vergnügen“ bereits kandierte Heuschrecken. Für das Stadtmagazin schrieb sie unter anderem über die Münchner Szene. Als sie den Hype eines Clubs kritisch kommentierte, wurde sie von der „Süddeutschen Zeitung“ auf Instagram zitiert. Vor ihrem Volontariat hat Lilly einen Bachelor in Literaturwissenschaften und einen in Philosophie gemacht. Sie wünscht sich für die Zukunft Feminist:innen wie Sophie Passmann wegen ihrer progressiven Ansichten zu interviewen. (Kürzel: bros)

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