Das Scientology Gebäude in Hamburg an der Domstraße. Der Schriftzug über der Tür zeigt
Der Scientology Standort in der Hamburger Innenstadt. Foto: Luis Kullik

Die Organisation Scientology ist für den bundesweiten Verfassungsschutz kein Beobachtungsobjekt mehr. In Hamburg wird das noch geprüft. 

Der neue Verfassungsschutzbericht wurde in der vergangenen Woche vorgestellt und gleichzeitig angekündigt, dass die Sekte Scientology kein Phänomenbereich mehr sein würde. Das bedeutet, dass einzelne Mitglieder und Einheiten weiterhin beobachtet werden. Die Gruppe als Ganzes sei aber kein Beobachtungsobjekt mehr, sagte ein Sprecher des Hamburger Verfassungschutz gegenüber FINK.HAMBURG. Scientology habe in den letzten Jahren an Relevanz verloren. Seit 2021 stagniert die Mitgliederzahl in Deutschland bei circa 3.600 Menschen, davon etwa 300 in Hamburg.

Der Hamburger Verfassungsschutz will jetzt ebenfalls prüfen, ob der Scientologystandort in der Hansestadt neu eingestuft werden soll. Intern gilt die Organisation, die ihren Standort in der Domstraße in der Innenstadt hat, weiterhin als Phänomenbereich, aber das werde überdacht, sagte der Hamburger Verfassungsschutz auf Nachfrage von FINK.HAMBURG. Dabei seien vor allem die Aktivitäten und Entwicklung der Gruppe wichtig. Der aktuelle Verfassungsschutzbericht hält fest, dass Scientology als „soziale Hilfsprogramme“ getarnte Initiativen benutzt, um Menschen anzuwerben und ihr negatives Image zu verbessern.

Scientology seit 1970 in Deutschland

In Hamburg befindet sich ein sogenanntes Musterzentrum von Scientology, was ein besonders wichtiger Standort sei, sagte ein Sprecher des Hamburger Verfassungsschutz FINK.HAMBURG. Die ideologischen Bestrebungen der Sekte gehen auf Gründer L. Ron Hubbard 1950 zurück. Diese sind nicht mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung vereinbar, da die Organisation nach Einschätzung des Verfassungsschutzes eine „scientologische Zivilisation“ anstrebe, in der nicht alle Menschen als gleichwertig gelten. Auf der Website des Hamburger Verfassungsschutz gibt es eine gesonderte Emailadresse für Informationen und Hinweise zu Scientology.

mia

Mia Wietkamp, Jahrgang 2001, hat gerne einen Plan. Dass sie nach dem Abitur nach Kanada wollte, war zum Beispiel geplant, dass sie dort ohne Vorerfahrung Kindern das Bogenschießen beibringen sollte, aber nicht. Zum Glück konnten das manche der Kinder ohnehin besser als sie. Mia hat es schon mit Lehramt, Schauspielerei und Theologie probiert, ihren Bachelor machte sie schließlich in Medien- und Kommunikationswissenschaft. Beim Campusradio in Bonn entdeckte Mia ihre Leidenschaft für den Journalismus - am meisten aber fürs Moderieren, gelegentlich auch mal vor 7000 Leuten. Wenn sie nicht gerade in einen Roman über
Hexen vertieft ist, findet man Mia am Sonntag in der Kirche.
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