1,4 Milliarden Euro weniger Steuern als bisher erwartet wird Hamburg bis 2030 einnehmen – das geht aus der aktuellen Steuerschätzung hervor. Die Steuereinnahmen steigen zwar, aber nicht so enorm wie angenommen.
Am vergangenen Dienstag stellte der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) die aktuelle Steuerschätzung vor. Im Vergleich zu den Annahmen aus dem Herbst 2025 hat sich die Schätzung um 1,4 Milliarden Euro reduziert. Das liegt am Länderfinanzausgleich, dem Steueränderungsgesetz von 2025 und an den Folgen des Irankrieges.
Die voraussichtlichen Steuereinnahmen für Hamburg werden aus den bundesweiten Steuerschätzungen errechnet.
Gründe für die Fehleinschätzung
Ein Grund für die geringeren erwarteten Steuereinnahmen ist der Länderfinanzausgleich, dieser macht zwei Drittel der Fehleinschätzung aus. Der Länderfinanzausgleich soll es ermöglichen, dass die Einnahmen der finanzstarken Bundesländer genutzt werden, um die finanzschwachen Bundesländer zu unterstützen. Deshalb muss Hamburg bis 2030 935 Millionen Euro an finanzschwache Bundesländer abgeben. „Hamburg bleibt im Länderfinanzausgleich solidarisch, auch wenn es uns finanziell schmerzt“, so Dressel.
Zudem greift für die Steuerschätzung im Mai das Steueränderungsgesetz 2025, das die Steuerzahlenden entlasten soll. Die Gesetzesänderung erhöht die Pendlerpauschale, senkt die Mehrwertsteuer in Restaurants und hebt die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale an. Diese Maßnahmen entlasten zwar die Steuerzahlenden, bedeutet aber auch weniger Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen. Für Hamburg bedeutet das: Weitere 400 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen bis 2030. „Auch wenn wir einige Steuerrechtsänderungen mit Blick insbesondere auf den Hamburger Haushalt kritisch gesehen haben: Insgesamt profitieren von den steuerrechtlichen Änderungen für 2026 wieder viele Millionen Steuerpflichtige in Deutschland.”, sagt Dressel.
Auch die Folgen des Irankriegs machen sich in Hamburg bemerkbar. Die weltweite Energiekrise erschwert den internationalen Handel – und lässt die Steuereinnahmen sinken. Arbeitnehmer und Unternehmen leiden unter den wirtschaftlichen Folgen des Krieges. Das zeigt sich an den geringeren Einnahmen der Einkommens- und Körperschaftssteuer. Dressel sagt: „Als exportorientierte Hafenmetropole spüren auch wir die Folgen des Irankrieges und die sich abflachende Konjunktur.“
Trotzdem: steigende Steuereinnahmen
Auch wenn die Steuereinnahmen im vergangenen Herbst zu hoch geschätzt wurden, geht die Stadt trotzdem von steigenden Steuereinnahmen aus. Im vergangenen Jahr sind 16,9 Milliarden Euro an Steuern zusammengekommen. In diesem Jahr sollen die Steuereinnahmen jedoch kurzzeitig sinken: auf 16,6 Milliarden Euro. Bis 2030 sollen die jährlichen Einnahmen dann auf 18,5 Milliarden Euro steigen.
liv/dpa
Olivia Schork, geboren 2000 in Frankfurt, heißt auch noch Carlota und Melba. Zum letzteren Namen inspirierte ihre Eltern eine Reise nach Kuba: Melba Hernandez war eine Revolutionärin aus dem inneren Kreis um Fidel Castro, die einst Kubas Frauengefängnisse leitete. Mit ihrer Namenspatronin teilt Olivia Freiheitsliebe und Mut: Schon mit zwölf Jahren trug sie einmal Attila, das Adlermaskottchen von Eintracht Frankfurt, auf ihrem Unterarm. Sie hat auch sonst so einiges ausprobiert: Cheerleading, Fußball, Surfen, Tennis, Hockey, Pilates, Yoga und Boxen. Zielgerichteter bewegte sie sich in Richtung Journalismus, beim Studium der Onlinekommunikation in Darmstadt und beim Hessischen Rundfunk, dort thematisch von Rap bis hin zu True Crime. Vielleicht schreibt sie für FINK bald mal etwas über das Hamburger Frauengefängnis. Kürzel: liv







