Ein Triathlet repariert sein Rennrad am Rande des Rennens Ironman Hamburg.
Ein Triathlet repariert sein Rennrad. Foto: dpa

Der Ironman Hamburg wurde von einem Vorfall überschattet: In Bergedorf lagen kleine Metallteile auf der Straße auf der Rennräder fuhren. Mindestens 50 Sportler mussten ihr Rennen unterbrechen. Die Polizei geht von Sabotage aus. 

Während des Amateurrennens am Sonntag lagen Millimetergroße Metallsplitter auf der Radstrecke des Ironman Hamburgs. Ein 29-jähriger, die über die Teile gefahren ist, stürtzte draufhin und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Darüber hinaus beendeten einige Triathlet*innen ihr Rennen wegen platter Reifen vorzeitig. Mindestens 150 Personen haben ihr Rennen unterbrechen müssen.

Die Polizei teilte mit, dass nach bisherigen Erkenntnissen Unbekannte auf mehreren Straßen im Stadtteil Kirchwerder die kleinen Metallsplitter auf die Fahrbahn gestreut haben. Nun ermittelt der Staatsschutz des Landeskriminalamtes unter anderem wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung in mehreren Fällen.

FINK.HAMBURG hat mit Moritz Siebert gesprochen, er war als Mechaniker beim Rennen im Einsatz. Siebert hat nach eigener Aussage etwa 50 Personen bei der Reparatur von platten Reifen unterstützt. Er beschreibt die Metallteile als grüne Aluminiumspäne, die meist nur mit einer Pinzette aus den Reifen entfernt werden konnten. 

Diskussionen um Ironman-Strecke in Bergedorf

Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Bergedorf. Dort hatte es im Vorfeld Diskussionen um den Streckenverlauf der Radstrecke des Ironman gegeben. Anwohnende fühlen sich durch die Straßensperrungen rund um den Wettbewerb eingeschränkt, wie aus Berichterstattung des NDR hervorgeht.

Bereits in der Vergangenheit gab es Probleme mit der jährlichen Veranstaltung in Bergedorf. Bei der Ironman-EM der Männer im Jahr 2023 ist ein Fahrer eines Begleitmotorrades nach einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Radfahrer verstorben. Die Strecke wurde damals in beiden Richtungen der Fahrbahn geführt. Die Passage in den Vier- und Marschlanden ist daraufhin aus Sicherheitsgründen verändert worden. Dies führte jedoch zu Beschwerden von Anwohner*innen wegen den starken Verkehrseinschränkungen. Deshalb führt nun ein Teilstück der Strecke am Deich wieder in beide Richtungen.

Bei den Profis: Europameistertitel geht nach Norwegen

Der zeitgleich mit den Amateurrennen stattfindende Wettbewerb der Profis, die Europameisterschaft der Frauen, war von dem Vorfall nicht betroffen. Dort konnte sich die Norwegerin Solveig Løvseth den Ironman-Europameistertitel, der beim diesjährigen Ironman Hamburg verliehen wurde, sichern. Sie absolvierte die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in 8:11:11 Stunden. Mit einem Rückstand von 1:18 Minuten sicherte sich die deutsche Laura Philipp den zweiten Platz. Dritte wurde Katrine Christensen aus Dänemark 4:09 Minuten hinter der Erstplatzierten.

dpa/vip

Was haben Amsterdam und Hamburg gemein? Neben Hafen und Klinker jetzt auch noch Vincent Pelkmans, Jahrgang 2000. Der gebürtige Amsterdamer war als Kind schon vor der Kamera: in der niederländischen "Sesamstraat". In Münster studierte Vincent Niederlande-Deutschland-Studien. Parallel lernte er im Campusradio Rundfunkjournalismus und wurde dort schließlich Chefredakteur. Vincent versteht Dinge gern so gut, dass er sie anderen erklären kann. Deswegen sieht er auch in seiner Freizeit gerne Dokumentationen, von True Crime bis Kolonialgeschichte. Jetzt
will er am liebsten selbst welche machen - vielleicht über den Hamburger Hafen.
Kürzel: vip

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