
Neues Festival: Eine Woche lang wird Hamburg zur Bühne mit Aufführungen, Workshops und einer großen City-Parade. Internationale Kompanien und lokale Gruppen gestalten die Tanztriennale. Zuschauen und Mitmachen erlaubt.
Vom 14. bis 21. Juni findet erstmals die Tanztriennale Hamburg statt. Das neue Festival bringt internationale Kompanien, lokale Künstler*innen und Tanzbegeisterte zusammen und zeigt Tanz als Kunstform und gesellschaftliche Praxis. Den Auftakt bildet am 14. Juni eine City-Parade durch Barmbek-Nord, an der Hamburger Tanzschulen, Initiativen und die Öffentlichkeit teilnehmen können.
Tanz als künstlerische und gesellschaftliche Kraft
Die Tanztriennale ist eine langfristig angelegte Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Ziel ist es, die Bedeutung des Tanzes bundesweit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und seine Rolle als eigenständige Kunstform zu stärken. „Gemeinsam mit der Stadt Hamburg setzen wir ein bundesweites und internationales Zeichen für die Bedeutung des Tanzes als ästhetisches Ereignis und soziale Kraft“, sagen Katarzyna Wielga-Skolimowska und Kirsten Haß aus dem Vorstand der Kulturstiftung des Bundes.
Das Festival verbindet internationale Produktionen mit lokalen Perspektiven. Während der Festivalwoche finden Aufführungen in Hamburger Spielstätten sowie künstlerische Interventionen im Stadtraum statt. Ergänzend bringt ein Fachforum Tanzschaffende, internationale Gäste und Vertreter*innen von Kulturinstitutionen zusammen, um über Diversität, Teilhabe und die Zukunft des Tanzes zu diskutieren.
„Brave Moves“
Die künstlerischen Leiterinnen Gwen Hsin-Yi Chang und Monica Gillette möchten mit der Tanztriennale unterschiedliche künstlerische Praktiken, Perspektiven und Lebenswelten miteinander verbinden. Ihr Verständnis von Tanz ist inklusiv: Tanz soll unabhängig von Alter, Herkunft oder Vorerfahrung für alle zugänglich sein. Unter dem Leitmotiv „Brave Moves. Courageous Joy“ stellen sie Mut und Freude als zentrale Werte des Festivals in den Mittelpunkt.
Auftakt mit einer City Parade
Eröffnet wird die Tanztriennale am 14. Juni mit einer City Parade durch Barmbek-Nord. Der öffentliche Raum wird dabei zur Bühne für die Vielfalt der Hamburger Tanzszene. Mitwirkende sind lokale Choreograf*innen, Community-Projekte, Tanzschulen, Vereine und Initiativen – darunter Die Antwort, die Contemporary Dance School Hamburg, die Erika Klütz Schule, die Lola Rogge Schule und die Hiphop Academy.
Die Parade beginnt am Museum der Arbeit und endet mit einer gemeinsamen Abschlussperformance im Hamburger Stadtpark. Die Choreografin Patricia Carolin Mai entwickelt dafür gemeinsam mit ihrer Mai:Company eine partizipative Choreografie.
Die City Parade markiert zugleich den Übergang zwischen zwei Hamburger Kulturereignissen: Sie bildet den Abschluss der 9. Triennale der Photographie und eröffnet die erste Tanztriennale Hamburg.
Chang und Gillette widmen die Eröffnungsparade den Menschen der Stadt. Neben den beteiligten Gruppen sind ausdrücklich auch Besucher*innen eingeladen, mitzutanzen.
Von Ballett bis zum Audiowalk
Das Programm der Tanztriennale vereint unterschiedlichste Tanzformen und Perspektiven: Der schwedische Choreograf und Tänzer Jefta van Dinther präsentiert mit „Unearth“ eine Choreografie, die Körper und Stimme miteinander verbindet. Die Produktion untersucht das menschliche Bestreben, Vergangenes zurückzuerlangen. Die Aufführungen beginnen am 15. und 16. Juni jeweils um 18.30 Uhr in den Play Studios Halle B.

Mit „Polipolis“ lädt die Künstlerin Regina Rossi zu einem generationenübergreifenden Audiowalk durch die Hamburger Innenstadt ein. Ausgestattet mit Kopfhörern, Rucksäcken und Stadtkarten entdecken die Teilnehmenden neue Perspektiven auf das Zusammenleben in der Stadt.
Das französische Ensemble CCN – Ballet de Lorraine zeigt auf Kampnagel die Stücke „Turning Burning“, „The Fugue“ und „a Folia“. Themen wie Rotation und Bewegung, die Atmosphäre des New Yorks der 1970er-Jahre und gemeinschaftliche Erfahrungen von Ekstase und Verbundenheit im Tanz finden darin Platz. Die Vorstellungen beginnen am 17. und 18. Juni jeweils um 20 Uhr.
Weitere Produktionen wie „Same Love“, „Living Culture Body“ und „Clap and Slap“ ergänzen das Programm.
Über die Festivalwoche hinaus
Die Tanztriennale versteht sich nicht als einmaliges Ereignis, sondern als langfristiger Prozess. Bereits im Vorfeld wurden mit dem Format „Moving Meetings“ regelmäßige Begegnungen für Tanzschaffende und Interessierte initiiert. „Vor einem Jahr haben wir monatliche Treffen für Tanzschaffende und Menschen in Hamburg ins Leben gerufen sowie ein Residenzprogramm für künstlerische Forschung und Austausch“, so Chang und Gillette. Die Treffen bieten Raum für Reflexion, Austausch und das Kennenlernen unterschiedlicher künstlerischer Praktiken und Erfahrungen.
Mitmachen erwünscht
Mit dem Format „All Moves“ richtet sich die Tanztriennale an alle, die selbst aktiv werden möchten. Künstler*innen aus unterschiedlichen Tanztraditionen geben öffentliche Tanzklassen von jeweils 60 Minuten Dauer. Welche Tanzrichtung vermittelt wird und wer die Kurse leitet, bleibt bis zum Start offen. Das Konzept soll dazu einladen, Tanz in seiner Vielfalt unvoreingenommen zu entdecken. Die Kurse finden an mehreren Tagen an verschiedenen Orten in Hamburg statt – unter anderem am 15. Juni um 17 Uhr in der Bücherhalle. Besucher*innen benötigen keine Vorkenntnisse.
Die Tanztriennale Hamburg findet vom 14. bis 21. Juni an verschiedenen Orten in der Stadt statt. Informationen zum vollständigen Programm und zu Tickets sind auf der Website der Tanztriennale Hamburg verfügbar.
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Als Kind war sie kein Fan ihres Namens, liebte aber die Farbe. Rosa Bort, geboren 1998 in Braunschweig, zog nach dem Abitur nach Köln. Fürs Studium in Medien- und Wirtschaftspsychologie und, wie überall wo sie hinkommt: um dort zu tanzen, am liebsten zu Hiphop oder House. In Köln arbeitete sie nebenbei im Vertrieb und Marketing bei einem Fahrradhersteller. Im Anschluss an ein Praktikum in Prag baute sie den TikTok-Kanal des deutsch-tschechischen Magazins „Landesecho“ auf und wurde 2025 dafür mit dem „Johnny”-Klein-Preis ausgezeichnet. Sie lernte dabei unter anderem, dass Slytherin auf Tschechisch “Zmijozel” heißt. Im Praktikum bei Next Media Hamburg half sie, Workshops und Events für Medienunternehmen zu organisieren. Heute liebt Rosa ihren Namen, aber die Farbe ist ihr zu zart. Kürzel: rot






