Critical Mass Humans of G20
Burkhardt (62) zeigt Position bei der Demo "Grenzenlose Solidarität statt G20". Foto: Robert Bauguitte

Burkhardt (62) aus Hamburg, im Ruhestand

Ich finde, jeder ist verpflichtet, hier zu erscheinen. Vor allem nach den Vorfällen am Freitag in der Sternschanze. Davon halte ich gar nichts.

Ich habe mit Anwohnern gesprochen, einige denken, dass die Polizei den schwarzen Block hat gewähren lassen, damit in den anderen Vierteln Ruhe einkehrt. Interessante Theorie. Meiner Meinung nach hätte die Polizei früher einschreiten sollen.

Auf die heutige Demo sollen sich einige Polizisten sogar freuen, weil hier die Bevölkerung auf die Straße geht. Das ist aber leider ein Trugschluss: Ich hab leider Gottes so viele hier in Schwarz und mit Sonnenbrillen gesehen, obwohl die Sonne gar nicht scheint. Ist das ein Modetrend oder was? Ich frage mich, was deren Problem ist. Friedlich wird das heute meiner Meinung nach leider nicht bleiben.

In der Serie „Humans of G20“ zeigt FINK.HAMBURG Menschen rund um den G20-Gipfel.

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Christina Höhnen, Jahrgang 1992, hat schon einmal den echten Weihnachtsmann getroffen. Der wohnt in Lappland, wohin sie während ihres Auslandssemesters in Finnland reiste. Die restliche Studienzeit verbrachte sie in Mittweida. Dort machte sie ihren Bachelor in Medienmanagement und leitete ein Jahr lang Deutschlands einzigen von Studenten geführten Lokalradiosender. Für den Umzug nach Sachsen tauschte sie Riesling gegen Pfeffi ein – Christina wuchs umgeben von Weinbergen in einem Moseldorf nahe Trier auf. Für Praktika bei einer Shopping-Vergleichs-App und bei fischerAppelt, relations zog sie nach Hamburg. Hier joggt sie am Liebsten durch Planten un Blomen und hört dabei Trash der 90er.
Robert Bauguitte, Jahrgang 1988, liebt den Ruhrpott, vertraut aber kulinarisch auf seine französischhugenottische Herkunft. Am liebsten kocht er „Coq au vin“ oder backt Flammkuchen. Sonst trifft man ihn oft im Fußballstadion, wo er für die Sportzeitung „Reviersport“ als freier Mitarbeiter gearbeitet hat. Er ist in Duisburg geboren, dennoch brennt Roberts Herz für den Verein Wattenscheid 09 (aus Bochum). In Hamburg trifft man ihn häufig bei St.-Pauli-Spielen an, zu denen er schon während seines MeWi-Studiums sogar aus Siegen angereist ist. Neben dem Sport interessiert er sich vor allem für Kultur, die Elbphilharmonie begeistert ihn besonders.
Martin Tege, Jahrgang 1990, ist leidenschaftlicher Musiker. Während seines Studiums der Kulturwissenschaften an der Uni Lüneburg entdeckte er seine Begeisterung für den Journalismus. Nach diversen Praktika wurde der gebürtige Mecklenburger freier Journalist beim Magazin „Rolling Stone“, für das er neben News auch Konzert- und Plattenrezensionen schreibt. Wenn er nicht gerade als Gitarrist mit seiner Bigband auf Tour ist, interessiert er sich aber auch für Geschichten aus Wissenschaft, Politik und Technik – und für soziale Themen. Fußball dagegen ist ihm „mehr als egal“.