Polizeieinsatz auf der Schanze. Foto: Lukas Scherpers
Heute und morgen findet das Treffen der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer auf dem Hamburger Messegelände statt. FINK.HAMBURG berichtet hier in Echtzeit über den Gipfel und seine Auswirkungen auf die Stadt.

Hier findet ihr alles zum gestrigen Tag und der Eskalation von „Welcome to Hell“.

Hier findet ihr die Geschichten von Menschen, die während des Gipfels auf den Straßen sind.
Hier gibt es alle Infos zu Verkehrsbehinderungen.
Hier findet ihr alle Artikel zu G20.

Der FINK.HAMBURG-Liveblog zum G20-Gipfel ist für den heutigen Freitag beendet – ab morgen 8.30 Uhr sind wir wieder für euch da. Kommt gesund durch die Nacht.

+++ FINK.HAMBURG berichtet von den Krawallen auf St. Pauli, 7.7.2017, 22:57 Uhr +++

20:00, Uhr an der Roten Flora:

Polizei und schwarzer Block jagen sich gegenseitig hin und her. Die Menschen – nicht nur Vermummte und der schwarze Block – werfen aus der Menge Flaschen und Steine. Die Polizei scheint unterbesetzt und unsicher. Sie zieht vom Schulterblatt ab.

20:45 Uhr, Neuer Kamp/Neuer Pferdemarkt:

Die Polizei hat sich auf der Budapester Straße und der Stresemannstraße mit Wasserwerfern formiert. Der schwarze Block, andere Vermummte und andere Personen stehen vor dem Schulterblatt und auf der Schanzenstraße.

Randalierer nutzen das Zögern der Polizei aus und werfen stetig Flaschen und Steine. Die Polizei setzt fünf Wasserwerfer ein. Dann errichten Randalierer Barrikaden und zünden diese an. Teilweise wird ein Baugerüst demontiert und Teile davon ins Feuer geworfen. Nach etwa einer Stunde stürmt die Polizei die komplette Kreuzung. Das Feuer wird gelöscht. Der schwarze Block zieht sich Richtung Rote Flora zurück. Auf kleinen Nebenstraßen in St. Pauli brennen mehrere Barrikaden.

Um 23.20 Uhr scheint im Schanzenviertel immer noch der schwarze Block zu regieren. Filialen mehrerer Geschäfte im Schulterblatt sind geplündert, hohe Feuer lodern, Straßen und Gehsteige sind voller Menschen. Die am Pferdemarkt aufmarschierte Polizei verhält sich zunächst abwartend. Gegen 23.30 Uhr beginnt sie dann, mit Wasserwerfern gegen die Personen auf dem Neuen Pferdemarkt vorzugehen.

Neuer Pferdemarkt G20 Demonstrationen Wasserwerfer Polizei
Wasserwerfer und Polizisten am Neuen Pferdemarkt. Foto: Lukas Schepers

+++ Revolutionäre Anti-G20-Demo beendet, 7.7.2017, 22:37 Uhr +++

Polizei meldet:

pet


+++ Anarchie im Schulterblatt, 7.7.2017, 22:24 Uhr +++

Im Schulterblatt im Schanzenviertel gibt es mehrere Brände auf der Straße. Das Feuer ist teilweise mehrere Meter hoch. Zudem wurden eine Drogerie und ein Supermarkt geplündert. Das Inventar wurde ausgeräumt und liegt auf dem Bürgersteig verteilt. Die Polizei rückt offenbar allmählich mit Wasserwerfern vor.

Feuer am Schulterblatt . Foto: Joachim Plingen
Feuer am Schulterblatt . Foto: Joachim Plingen

pet


+++ G20-Regierungschefs beim Abendessen, 7.7.2017, 22:02Uhr +++

Die G20-Regierungschefs und Angela Merkel sitzen währenddessen beim Abendessen zusammen. Das Essen findet im Kleinen Saal der Elbphilharmonie statt.

G20 Abendessen Hamburg Elbphilharmonie
Die G20-Regierungschefs und Angela Merkel beim Abendessen. Foto: Alex Schmidt/Reuters Pool/dpa

lag


+++ Hamburger organisieren Aufräumaktion, 7.7.2017, 21:49 Uhr +++

„Jeder hilft wo er kann! Bringt mit, was ihr gebrauchen könnt. (Mülltüten, Besen, gute Laune).“ Mit diesem Aufruf organisieren Hamburger die erste Aufräumaktion. Damit richten sich die Organisatoren gegen Vandalismus und Gewalt. „Egal was man davon hält, dass der G20 Gipfel in Hamburg stattfindet, das geht zu weit!“

Am Sonntag, ab 13 Uhr soll die Aktion in mehreren Stadtteilen starten.

Screenshot Hamburg räumt auf!/Facebook
Screenshot Hamburg räumt auf!/Facebook

pet


+++ Verlagern sich die Krawalle Richtung Reeperbahn?, 7.7.2017, 21:31 Uhr +++

Nachdem sich die Situation im Schanzenviertel anscheinend beruhigt hat, bewegen sich Polizei und Autonome Richtung Reeperbahn. Dort findet gerade die Kundgebung „Revolutionäre Anti-G20-Demo“ statt.

Polizei auf der Reeperbahn
Foto: Jan Siemers

pet


+++ Revolutionäre Anti-G20-Demo hat begonnen, 7.7.2017, 21:05 Uhr +++

Auf St.Pauli ist die „Revolutionäre Anti-G20-Demo“ mit circa 1500 Demonstranten gestartet. Die geplante Wegstrecke der Demonstration führt von der Reeperbahn über die Hein-Hoyer-Strasse bis zur Thadenstraße zurück über die Hein-Hoyer-Straße, die Louise-Schröder-Straße entlang zurück zur Königstraße. Die Endkundgebung ist am Nobistor geplant.

Revolutionäre Anti-G20-Demo
Die geplante Route der „Revolutionären Anti-G20-Demo“ . Karte: Polizei Hamburg

lag


+++ Schwarzer Block und Polizei stehen sich am Pferdemarkt gegenüber, 07.07.2017, 20:59 Uhr +++

Teile des Schwarzen Blocks und mehre Hundertschaften der Polizei stehen sich am Pferdemarkt in der Schanze gegenüber. Demonstranten reißen Gehweg-Platten aus dem Boden und bewerfen die Polizei mit Flaschen und Steinen. Sie zünden Paletten, Straßenschilder und Mülltonnen an. Straßenbarrikaden sind gebaut. Die Polizei hat sich Ecke Feldstraße/Neuer Pferdemarkt platziert und setzt Wasserwerfer ein.

ilu


+++ Fahrrad-Demo „Colorful Mass“ fährt durch Transferzone und trifft auf Polizeikolonne, 7.7.2017, 20:48 Uhr +++

Die Fahrrad-Demo „Colourful Mass“ startete am Dammtor, fuhr über Jungfernstieg und Gänsemarkt bis zur Sternschanze. An der Ecke Schulterblatt/Max-Brauer-Allee kam es zu einem Zusammentreffen mit einer Polizeikolonne. Die Demonstranten riefen „Haut ab!“ und versperrten den Polizisten die Durchfahrt. Die Polizei reagiert vereinzelt mit Tritten und Schlägen. Die Fahrrad-Demo ist mittlerweile auf der Max-Brauer-Allee angekommen und fährt Richtung Bahnhof Altona.

Fahrrad-Demo Colourful Mass Hamburg G20
Fahrrad-Demo trifft auf Polizeikolonne. Foto: Jan Siemers

lag


+++  Krawalle am Neuen Pferdemarkt, 7.7.2017,  20:37 Uhr +++

Antifa-Gruppen werfen Steine und Flaschen, ein Müllcontainer brennt vor „Kauf dich glücklich“. Die Polizei steht mit Wasserwerfern bereit. Damit haben sich die Kämpfe zwischen Polizei und Antifa aus dem Flora-Park auf den Neuen Pferdemarkt verlagert.

Wasserwerfer am Neuen Pferdemarkt.
Wasserwerfer am Neuen Pferdemarkt. Foto: Lukas Schepers

pet


+++ Konzert in der Elbphilharmonie, 7.7.2017, 20:27 Uhr +++

Die meisten Staats- und Regierungschefs der G20 haben nach ihren politischen Gesprächen am Freitagabend ein Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie besucht. Als eine der ersten traf Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Ehemann Joachim Sauer am massiv gesicherten Konzerthaus ein.

Mehr als eine Stunde später wurden US-Präsident Donald Trump und seine Ehefrau Melania vorgefahren. Auch dabei: Trumps Tochter Ivanka mit ihrem Mann Jared Kushner. Wegen der späten Ankunft – das Gespräch von Trump mit Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte wesentlich länger gedauert als geplant – verzögerte sich der Konzertauftakt um mehr als eine halbe Stunde. Putin kam schließlich mit zehn Minuten Verspätung in den Konzertsaal. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wurde nicht gesichtet.

Die Staats- und regierungschef der G20 stellen sich vor der Elbphilharmonie zu einem Gruppenfoto. Bild: Michael Kappeler/dpa

joh/dpa


+++ Steinewerfer im Schanzenviertel, Blockade auf St. Pauli, 7.7.2017, 19:47 Uhr +++
Im Schanzenviertel werfen Anhänger des schwarzen Blocks Steine. Die Polizei spricht von rund 500 Randalierern. In der Wohlwillstraße auf St. Pauli haben Autonome aus einem Bauzaun eine Straßensperre errichtet.

Laut Polizeiangaben wurde im Schanzenviertel ein Warnschuss abgegeben.

pet / joh


+++ Fahrrad-Demo „Colorful Mass“: Start und Route verlegt, S- & U-Bahnen, 07.07.2017, 19:00 Uhr +++

Der offizielle Start der Fahrrad-Demo „Colourful Mass“ wurde vom Dammtor zum Berliner Tor verlegt. Von dort soll die Route am Transferkorridor entlangführen. Trotz Verbot sammeln sich aktuell Radfahrer im Transferkorridor am Dammtor und wollen von dort Richtung Berliner Tor aufbrechen.

Colourful Mass Hamburg Fahrrad-Demo G20
Teilnehmer der Fahrrad-Demo „Colourful Mass“ versammeln sich am Dammtor. Foto: Johanna Klug

lag


+++ Wasserwerfer vor Hamburgs Wahrzeichen, 7.7.2017, 18:45 Uhr +++

Mindestens vier Wasserwerfer sind vor dem Michel im Einsatz.

pet


+++ G20-Teilnehmer fahren vor der Elbphilharmonie vor, 7.7.2017, 18:30 Uhr +++

Nach und nach treffen die Teilnehmer des G20-Gipfels an der Elbphilharmonie ein. Ab 19 Uhr steht zunächst ein Konzert auf dem Programm. Das Staatsorchester der Philharmonie und der Chor der Hamburgischen Staatsoper spielen Beethovens Neunte Sinfonie – dazu gehört unter anderem die Ode an die Freude. Ab 20:30 Uhr gibt es ein gemeinsames Abendessen in der Elbphilharmonie.

Die Lage vor Ort ist bislang entspannt.

pet


+++ Polizei bestätigt Verletze, 7.7.2017, 18:25 Uhr +++

Die Polizei vermeldet 160 verletzte Polizisten, zwölf davon sind bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig. Auf Nachfrage von FINK.HAMBURG bestätigt die Polizei, dass beim gestrigen Einsatz zwei Polizisten mit Zwillengeschossen verletzt worden sind. Durch Pyrotechnik erlitt ein weiterer Polizist schwere Verletzungen im Gesicht.

lag


+++ Polizei räumt Landungsbrücken, 7.7.2017, 17:40 Uhr +++

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot und Wasserwerfern an den Landungsbrücken im Einsatz. Laut Polizei haben Aktivisten ein Absperrgitter aufgebrochen und sind in den Bahnhof eingedrungen. Steine und Flaschen fliegen durch die Luft. Gegenstände liegen auf den Schienen. Die Linie U3 ist zwischen Schlump und Hauptbahnhof gesperrt.

pet


+++ Demonstranten kommen in der Nähe der Elbphilharmonie an, 7.7.2017, 17:38 Uhr +++

Die ersten Demonstranten haben sich auf den Treppen am Hafen versammelt. Sie sind auf dem Weg zur Elbphilharmonie, wo heute Abend ein Konzert für die Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels stattfinden soll. Die Polizei schirmt den Bereich mit Wasserwerfern ab. Bislang ist alles friedlich. Die ersten Ehrengäste warten schon auf den Konzertbeginn um 19 Uhr, der sich nach NDR Angaben aufgrund der aktuellen Vorfälle wahrscheinlich nach hinten verschiebt.

fel


+++ Holsten-Brauerei stellt Betrieb ein, 07.07.2017, 16:40 Uhr +++

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage hat die Holsten-Brauerei in Altona die Bierproduktion eingestellt. Dies berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts der Holsten-Brauerei hat FINK.HAMBURG bestätigt, dass bis auf die Pförtner keine Mitarbeiter mehr vor Ort seien.

tes


+++ Aufgeheizte Stimmung am Millerntorplatz, 07.07.2017, 16:20 Uhr +++

Aktuell bewegt sich eine Demonstration vom Millerntorplatz, vorbei an den Tanzenden Türmen, in Richtung Hafen. Demonstranten rufen „Bullenschweine raus aus der Demo“, „Antikapitalista“ und „Ein Hoch auf die internationale Solidarität“.

Tonspuren zur Demonstration

Rauchbomben am Millerntorplatz. Foto: Marie Vorbrodt

ilu


+++ Steinmeier und Gabriel verurteilen Gewalt bei G20, 7.7.2017, 16:15 Uhr +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) haben die gewaltvollen Ausschreitungen während des G20-Gipfels verurteilt: „Brutale Gewalt hat auf unseren Straßen nichts verloren. Sie hat keine Rechtfertigung und kann nicht mit Verständnis rechnen“, so Steinmeier gegenüber der „Bild“.

Gabriel sagte der „Passauer Neuen Presse“: „Ich kann die Kritik an den G-20-Treffen gut verstehen und teile vieles davon.“ Aber in demokratischen Ländern wie Deutschland müsse es möglich sein, dass sich Staats- und Regierungschefs aus aller Welt treffen, um miteinander zu reden. Die erste Kritik müsse sich nicht „an eine solche Veranstaltung richten, sondern an die gewalttätigen Demonstranten“.

tes/dpa


+++ Polizei versperrt Greenpeace-Aktivisten den Weg zur Elbphilharmonie, 7.7.2017, 15:54 Uhr +++

Unter der Leitung von Chefdirigent Kent Nagano spielt das philharmonische Staatsorchester heute Abend für die Staats- und Regierungschefs Beethovens 9. Symphonie – mit der “Ode an die Freude” zum Schluss.

Greenpeace-Aktivisten die an der Elbphilharmonie für den Klimaschutz protestieren möchten, hält die Polizei derzeit davon ab. Diese hat die Hochwassertore auf der Brücke am Baumwall hochgefahren und lässt die Protestierenden nicht durch. Außerdem ist der Schiffsverkehr auf der Nordelbe in Höhe der Elbphilharmonie mit einer Bojenkette gersperrt.

nic


+++ „Welcome to Hell“-Aktvisten fordern Rücktritt von Scholz und Grote, 07.07.2017, 15:45 Uhr +++

Die Vertreter der gewaltsam aufgelösten «Welcome to Hell»-Demo machen allein die Polizei für die Eskalation verantwortlich. Es hätte Tote geben können, zeigen sie sich überzeugt – und fordern personelle Konsequenzen.

Sie fordern den Rücktritt von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und Innensenator Andy Grote (beide SPD). Bei der gewaltsamen Auflösung des Protestzugs habe die Polizei Tote in Kauf genommen, sagte Christoph Kleine von der G20-Plattform am Freitag. „Natürlich müssten aus diesen Vorkommnissen personelle Konsequenzen gezogen werden“, forderte er. Kleine nannte dabei auch Polizeieinsatzleiter Hartmut Dudde. Was geschehen sei, sei ein Verbrechen.

Die „Welcome to Hell“-Demonstration mit rund 12.000 Menschen war am Donnerstag von der Polizei gewaltsam geräumt worden.

„Welcome to Hell“ Demonstration Foto: Mats Mumme

ilu/dpa


+++ Bürgermeister Olaf Scholz zur Situation in Hamburg, 07.07.2017, 15:42 Uhr +++

„Hochaggressive, gewalttätige Straftäter bringen Sicherheitskräfte in Bedrängnis und fordern unsere offene Gesellschaft in einer Weise heraus, die für niemanden akzeptabel sein kann. Die Brandstiftungen und die verübten Gewalttaten sind gefährlich – die Täter nehmen sehr bewusst in Kauf, dass dabei Menschen zu Schaden kommen können.

Ich verstehe den Ärger über die Unannehmlichkeiten und die Sorgen angesichts der Ausschreitungen. Und gerade deshalb möchte ich mich bei allen, die in diesen Tagen mit Geduld und Engagement Gastfreundschaft zeigen, bedanken.

Vor allem danke ich den Polizistinnen und Polizisten, die aus allen Teilen Deutschlands und dem europäischen Ausland kommen und die unter hohem persönlichem Einsatz für die Sicherheit der Gäste und der Bürger sorgen. Was sie leisten ist enorm, heldenhaft.“

ilu


+++ Greenpeace setzt Zeichen gegen Trump, 7.7.2017, 15:42 Uhr +++

Mit Trump als schreiendem Baby mit zerissenem Klimavertrag in der Hand setzt Greenpeace ein Zeichen auf der Elbe.

sam


+++ Trump lobt sich in erster G20-Arbeitssitzung selbst, 7.7.2017, 15:40 Uhr +++
US-Präsident Donald Trump hat sich in der ersten Arbeitssitzung des G20-Gipfels in erster Linie selbst gelobt. Trump habe berichtet, wie gut es der US-Wirtschaft gehe, seitdem er im Amt sei. Zudem habe er sich über die nordkoreanischen Raketentests geäußert, obwohl diese gar nicht Thema gewesen seien.
Aus Diplomatenkreisen heißt es, dass Trump der erste Staats- und Regierungschef war, dem Angela Merkel in der Gesprächsrunde zum Thema Wirtschaft und Handel das Wort erteilte. Danach ließ die Bundeskanzlerin EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reden. Der Luxemburger grenzte sich den Angaben zufolge deutlich von Trump ab, indem er sich im Namen der EU klar für offenen multilateralen Handel aussprach und über die erst am Donnerstag getroffene Grundsatzeinigung für ein europäisch-japanisches Freihandelsabkommen sprach.

Trump kritisiert die aktuellen Freihandelsabkommen, weil sie seiner Meinung nach die US-Wirtschaft benachteiligen. Er hatte kurz nach Amtsantritt den Rückzug seines Landes aus dem bereits ausgehandelten transpazifischen Handelsabkommen TPP angekündigt.

fel/dpa


+++ Ärger am Verhandlungstisch, 7.7.2017, 15:30 Uhr +++

Auf Hamburgs Straßen herrscht Krawall: Autos brennen, Wasserwerfer fahren auf, bei Protesten werden Polizisten verletzt. Und auch am Verhandlungstisch gibt es Ärger.

Der Auftakt des ersten G20-Gipfels in Deutschland wurde von heftigen Krawallen beeinträchtigt. Auch das Gipfeltreffen verläuft nicht ohne Konflikte. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den Staats- und Regierungschefs zunächst zur Terrorbekämpfung beraten. Dabei ist es zum ersten Aufeinandertreffen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gekommen. Unmittelbar vor dem Gipfel hat Trump Drohungen gegen Russland ausgesprochen. Auf Twitter sagte er, dass er sich auf das Treffen mit Putin freue und es viel zu diskutieren gäbe. Zuvor hatte er bei einem Besuch in Polen Schritte gegen das „destabilisierende Verhalten“ Moskaus angedroht. Dies begründete er mit der Politik Moskaus in der Ukraine sowie der Politik Syriens gegenüber des Iran.

Auch zwischen dem Westen und Trump gibt es Ärger: Die Europäische Union hat Trump umgehende Sanktionen gedroht, sollte dieser zulasten europäischer Unternehmen den US-Stahlmarkt abschotten. Trump hat im April eine Untersuchung beauftragt, die klären soll, ob Stahlimporte die Sicherheit der USA beeinträchtigen könnten. Die Folge könnte eine Beschränkung der Einfuhren bedeuten. «Wir sind in gehobener Kampfesstimmung», sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Die Sicherheit der Gipfelteilnehmer sei gewährleistet, so die Polizei.

tes/dpa


+++ 200 weitere Polizisten für Hamburg, 7.7.2017, 15:11 Uhr +++

Die Polizei hat 200 schleswig-holsteinische Beamte zusätzlich nach Hamburg beordert. Angesichts der Ausschreitungen zum G20-Gipfel sei dies notwendig geworden, sagte ein Sprecher des Landespolizeiamtes am Freitag. Damit könnten jetzt bis zu 1400 Polizisten aus dem Norden gleichzeitig in Hamburg eingesetzt werden. Die Zahl der für den Gesamtzeitraum eingeplanten Beamten steige nun von 1500 auf 1700.

sam/dpa


+++ Einkaufszentrum Mercado in Ottensen macht dicht, 7.7.2017, 14:40 Uhr +++

Das Einkaufszentrum Mercado in Hamburger-Ottensen hat in Erwartung auf gewalttätige Auseinandersetzungen seine Türen geschlossen. „Das Center ist komplett geschlossen und geräumt. Und wir wissen auch nicht, ob wir morgen aufmachen“, so ein Mitarbeiter der dpa. Polizeikräfte sicherten das Gebäude in der Ottenser Hauptstraße.

fel/dpa


+++ Kinderhilfsorganisation warnt vor Spaltung, 7.7.2017, 14.30 Uhr +++

Die Kinderhilfsorganisation World Vision warnt vor Spaltung der Top-Wirtschaftsmächte. Angesichts der Streitigkeiten sagt der deutsche Vorstandschef Christoph Waffenschmidt:Mehr denn je brauchen wir ein einheitliches Vorgehen gegen die massiven Probleme, denen wir derzeit weltweit gegenüberstehen.“ Ansonsten könne der G20-Gipfel wie der G7-Gipfel im Mai ohne Ergebnisse zu Themen wie den Hungerkrisen in Afrika oder der Syrien-Krise enden.

lag/dpa


+++ Kein Alarm in Asklepios Kliniken, 7.7.2017, 14:20 Uhr +++

BILD berichtet, die Asklepios Klinik Altona habe gegen Mittag internen Alarm ausgerufen. Alle verfügbaren Mitarbeiter seien ins Krankenhaus beordert worden. Das passiere nur im „Großschadensfall“, so die Zeitung. Auf Nachfrage von FINK.HAMBURG dementiert Mathias Eberenz, Pressesprecher der Asklepios Kliniken: Zwar habe das Krankenhauspersonal in allen Asklepios Kliniken erhöhte Bereitschaft, der normale Dienst laufe bisher jedoch ohne Beeinträchtigungen ab. „Im Falle einer Alarmsituation wird der Notstand rechtzeitig kommuniziert“, so Eberenz.

tes


+++ Kein Bundeswehr-Einsatz bei G20, 7.7.2017, 14:03 Uhr +++

Die Polizei macht deutlich: kein Bundeswehr-Einsatz im Inneren. So einfach sei das nicht möglich.

tes


+++ Bill de Blasio spricht im Thalia Theater, 7.7.2017, 14:00 Uhr +++

Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio spricht am Samstag um 11 Uhr auf Einladung des Thalia Theaters in Hamburg zum G20-Gipfel. Bill de Blasio sei die Stimme eines anderen Amerikas, so Thalia-Intendant Joachim Lux. Er gehöre der demokratischen Partei an und vertrete offensiv die multikulturelle Realität der Weltstadt New York. Hamburg und New York seien weltoffene Städte, die eine große transatlantische Tradition verbinde.

tes


+++ Prognose für Samstag, 7.7.2017, 13:40 Uhr +++

Hamburgs Innensenator Andy Grote sagt auf dem Bildungsstreik zum weiteren Verlauf der Demonstrationen: „Wir müssen mit allem rechnen, wir rechnen auch mit allem.“

tes/taz/rtr


+++ Partnerprogramm wegen angespannter Sicherheitslage geändert, 7.7.2017, 13:30 Uhr +++

Das Partnerprogramm für die Eheleute beim G20-Gipfel in Hamburg wird angesichts der angespannten Sicherheitslage geändert. Nach dpa-Informationen soll ein bisher geplanter Termin im Klimarechenzentrum nun durch Vorträge der Experten im Hotel Atlantik ersetzt werden.

tes/dpa


+++ Merkel spricht zu Journalisten, 7.7.2017, 13:20 Uhr +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich kurz mit Journalisten unterhalten und gefragt, ob es für sie „sehr schlimm“ sei. Den Journalisten zufolge sei alles „wie immer“, darauf antwortet Merkel: „Ich weiß, dass alles viel Aufregung macht, aber vielleicht erzählen sie dann auch gut von Hamburg.“

fel


+++ Bildungsstreik am Hafen angekommen, 7.7.2017, 12:47 Uhr +++

Die Demonstration „Jugend gegen G20“ hat das Johannisbollwerk am Hafen erreicht. Die Demonstration verläuft friedlich.

Bildungsstreik Landungsbrücke
Bildungsstreik am Hafen angekommen. Foto: Martin Tege

+++ Melania Trump von Demonstrationen behindert, 7.7.2017, 12:47 Uhr +++
Die Ehefrau von US-Präsident Trump, Melania Trump, kann wegen der Proteste nicht am Partnerprogramm des G20-Gipfels teilnehmen. „Wir haben von der Polizei bisher keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses“, so eine Sprecherin von Melania Trump.

had/dpa

+++ KiTa St.Stephanus offenbar Fluchtweg von Demonstranten, 7.7.2017, 12:30 Uhr +++

In Ottensen wurde offenbar eine KiTa von Demonstranten als Fluchtweg genutzt. Dies geht einem Schreiben hervor, welches Bento vorliegt.

Reporter der Mopo berichten außerdem, dass die Kitas in der Schwenckestraße (zwischen Osterstraße und Stellinger Weg) die Eltern darüber informiert haben sollen, dass die Polizei laut eigenen Angaben nicht mehr für die Sicherheit der Kinder garantieren könne. Eltern könnten ihre Kinder zwar in der Kita lassen – dann aber auf eigene Verantwortung.

In der Kindertagesstätte St. Stephanus wurde die Leitung ebenfalls von der Polizei informiert. Die Beamten können die Lage nicht einschätzen: Zu gefährlich, weil sich dort zu viele Hinterhöfe befinden. Auf Nachfrage von FINK.HAMBURG wollte sich eine Angestellte der KiTa nicht zu den Vorfällen äußern.

tes


+++ Neuer Demozug bildet sich, 7.7.2017, 12:20 Uhr +++

tes


+++ Schlump wird geräumt, 7.7.2017, 12:12 Uhr +++

Video: Robert Bauguitte

tes


+++ Begrüßung der Gipfelteilnehmer, 7.7.2017, 11:30 Uhr +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt die Gipfelteilnehmer.

tes


+++ G20-Gipfel beginnt, 7.7.2017, 11:20 Uhr +++


tes


+++ Hamburger Polizei bekommt Unterstützung von Kräften aus weiteren Bundesländern, 7.7.2017, 11:15 Uhr +++

Die Hamburger Polizei erhält in Anbetracht der Krawalle Unterstützung von Polizisten aus weiteren Bundesländern. Aktuell werde geprüft, ob man zusätzlich zu der für den G20-Gipfel eingeplanten potentiellen Verstärkung noch zusätzliche Einsatzkräfte benötige, so eine Sprecherin der Polizei.

fel


+++ Update Einsatzgeschehen, 07.07.2017, 10:15 Uhr +++

Donnerstagnacht und Freitagmorgen kam es im erweiterten Innenstadtbereich von Hamburg zu diversen Straftaten: Laut Polizei Hamburg wurden diverse Barrikaden, Mülltonnen, Holzpaletten und Kraftfahrzeuge wurden entzündet. Verkehrszeichen und Baumaterial wurde herausgerissen. Gewalttäter rissen einen Bauzaun auseinander und bewaffneten sich mit den Holzlatten. Fahrbahnen wurden mit sogenannten Krähenfüßen belegt und Trummen aus der Fahrbahn entwendet. Unbekannte Täter Reifen eines geparkten PKW der kanadischen Delegation zerstochen. Auch die Scheiben des Konsulats der Mongolei wurden eingeworfen.

Über 100 Polizeibeamte wurden bei Flaschenwürfen und Würfen mit Pyrotechnik verletzt. Die Fensterscheiben der Außenstelle der Polizei in Hamburg-Horn wurde von unbekannten Tätern mit Steinen eingeworfen. Außerdem wurden Objektschutzkräfte am Hotel Park Hyatt in der Altstadt angegriffen. Ein Hubschrauber der Polizei wurde im Bereich Altona mit einer Leuchtrakete angegriffen. Das Geschoss verfehlte den Hubschrauber nur knapp.

Es kommt immer wieder zu Straßenblockaden, unter anderem in der Nähe der Messe in der Schröderstiftstraße und in der Nähe des Gästehauses des Senats. Hierbei handelt es sich um Personengruppen von bis zu mehreren hundert Personen. Die Polizei bemüht sich, die Straßenblockaden aufzulösen.

tes


+++Eröffnungsveranstaltung des Gipfels verzögert sich, 07.07.2017, 10:15 Uhr +++

Offiziell sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel den G20 Gipfel um 10 Uhr eröffnen. Bisher liegen keine Informationen vor, dass dies bereits geschehen ist. Grund sind Medienangaben zufolge, dass noch nicht alle Delegierten die Messehallen erreicht haben. Tusk und Juncker verspäten sich wegen Block G20.

tes


+++Krawalle in Altona, 07.07.2017, 10:15 Uhr +++

Randalierer ziehen durch die Große Bergstraße. An der IKEA Fassade sind Rauchwolken zu erkennen und Stühle werden geschmissen.

tes


+++Update Veddel: Demozug steht, 07.07.2017, 10:00 Uhr +++

Der Demozug auf der Veddel wird momentan am Roßdamm gestoppt. Die Köhlbrandbrücke ist momentan für den Verkehr gesperrt.

tes


+++Schäuble sagt Treffen wegen Sicherheitslage ab, 07.07.2017, 10:00 Uhr +++

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat laut WELT N24 einen Termin in der Innenstadt abgesagt. Grund dafür sei die angespannte Sicherheitslage.

Am Freitagmorgen ist die Lage erneut eskaliert: Hunderte Demonstranten versuchten, in die Hochsicherheitszone um den Tagungsort der Staats- und Regierungschefs vorzudringen und so den Gipfel zu stören. An diversen Orten der Stadt brannten Autos, Demonstranten blockierten einen wichtigen Knotenpunkt im Hamburger Hafen.

tes


+++ Brände in Altona, 07.07.2017, 09:20 Uhr +++

In Altona brennen Autos und Müllcontainer.

tes


+++ Polizei setzt Wasserwerfer an der Alsterwiese Schwanenwik ein, 07.07.2017, 09:20 Uhr +++

Wasserwerfer räumt am Schwanenwik. Foto: Lukas Schepers

jas


+++ Delegation umfährt Blockade, 07.07.2017, 09:14 Uhr +++

Mittlerweile haben die Delegierten sich in Bewegung gesetzt. Es ist ihnen gelungen, die Sitzblockade zu umfahren.

tes


+++ Delegierte sitzen an Alster fest, 07.07.2017, 09:03 Uhr +++

Laut ersten Twittermeldungen soitzen Delegierte vom Gipfel am Heritage Hotel fest. Am Schwanenwik bilden Demonstranten eine Sitzblockade. Um welche Delegation es sich genau handelt, ist bislang unklar.

tes


+++ Großbrand in Marienthal, 07.07.2017, 08:50 Uhr +++

tes


+++ Bundespolizei warnt: „Fahren Sie Bahnhof Altona nicht an“, 07.07.2017, 08:19 Uhr +++

Die Bundespolizei meldet, dass der Bahnhof Altona aufgrund eines Polizeieinsatzes bitte nicht angefahren werden soll.

Das NDR twittert „Rauchwolken über Hamburg-Altona“:

ilu


+++ Block G20 eskaliert, 7.7.2017, 07:40 Uhr +++

Heute früh um 07:00 Uhr haben sich mehrere Demonstranten an den Landungsbrücken und in anderen Teilen der Stadt zu Block G20 versammelt. Die Lage war vielerorts von Beginn an angespannt und ist unter anderem an den Landungsbrücken schnell eskaliert. Die Polizei spricht von etwa 1000 vermummten Personen und empfiehlt die Innenstadt nicht mehr mit dem Auto zu befahren.

ilu