Foto: Pixabay / Screenshot: Absolute Giganten", Senator Filmverleih / Bearbeitung: Christina Höhnen

In Hamburg kletterte Pierce Brosnan alias James Bond auf das Dach des Hotel Atlantik, Philip Seymour Hoffman spielte hier seine letzte Rolle und in der Speicherstadt ermitteln bis heute die Pfefferkörner. Wir haben uns einige Filmkulissen noch einmal angeschaut.

„Der Hauptmann von Köpenick“: Das Finanzamt Schlump


Da Dreharbeiten 1956 in Ostberlin undenkbar waren, wurde der Klassiker „Der Hauptmann von Köpenick“ in Hamburg gedreht. Dabei marschiert Hauptdarsteller Heinz Rühmann in Wahrheit am Finanzamt Schlump statt am Rathaus von Köpenick vorbei.

Heute trägt das Gebäude den Namen „Beim Schlump 83“ und beherbergt unter anderem das Institut für die Geschichte der deutschen Juden und das Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung der Universität Hamburg.


„Absolute Giganten“: Der Kaispeicher A

„Absolute Giganten” wurde zur Jahrtausendwende gedreht und ist mittlerweile ein historisches Dokument der damaligen Hamburger Skyline. Bevor Frank Giering aka Floyd der Stadt den Rücken kehrt, blickt er auf den Kaispeicher A – heute besser bekannt als das Fundament der Elphi.

Der Kaispeicher A wurde 1963 erbaut, nachdem das gleichnamige Lagerhaus im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Jahrzehnte später sollte das Gebäude zum Sockel eines der pompösesten Konzerthäuser Europas werden. 2007 wurde der Bau der Elbphilharmonie beschlossen. Zehn Jahre später fand dort das erste Konzert statt.

Auch auf der Wiese, aus deren Perspektive die Filmszene gedreht wurde, hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert. Dort wurde 2014 neben dem Theater am Hafen („König der Löwen“) das Theater an der Elbe („Tanz der Vampire” ) eröffnet.


„Taxi“: Die Fischauktionshalle


Im Roadmovie „Taxi“ teilen sich „Game of Thrones”-Star Peter Dinklage und Rosalie Thomass nicht nur einen Wagen, sondern auch das Bett. Der Film spielt quer auf Hamburgs Straßen und Sankt Pauli der 80er Jahre.

Einige Szenen wurde am Hafen in der Nähe der Fischauktionshalle gedreht. Diese hat sich innerhalb der zwei Jahre nach Fertigstellung des Drehs kaum verändert. Nur der Werbebanner ist ein anderer. Aktuell wird dort das Hamburger Oktoberfest angepriesen.


Die „Soulkitchen Halle“

Die „Soulkitchen Halle“ aus Fatih Akins gleichnamigen Film hält sich noch immer tapfer am Wilhelmsburger Veringskanal. Vorbild war das griechische Restaurant Sotiris in Altona. Im Film ist das Schnitzel- und Frikadellenrestaurant von der Schließung bedroht. In der Realität wurde die Halle alles Musikbar genutzt und im Juni 2013 geschlossen. Laut eines Gutachten gibt es erhebliche Probleme mit der der Statik und dem Brandschutz. Ein Abriss – wie es der Halle auch im Film droht – kann leider nicht ausgeschlossen werden.

Momentan wird die „Soulkitchen Halle“ mit einem Zaun von der Öffentlichkeit abgeschottet. Mit der Schließung entstand die Vision des „Soulvillage”. Mitwirkende um Besitzer Mathias Lintl streben eine Neugestaltung der Halle an. Eine der ersten Ideen waren laut Szene Hamburg Übertragungen von Konzerten der Elbphilharmonie per Livestream, da Elphi und die Lagerhalle auf dem gleichen Längengrad liegen würden.