Krawalle während des G20-Gipfels
Blick durch eine zerborstene Glasscheibe während des G20-Gipfels. Foto: Bodo Marks/dpa

Die Polizei durchsuchte in Italien, Frankreich, Spanien und der Schweiz mehrere Wohnungen. Dabei wurde ein Mann festgenommen. Hintergrund der Razzien waren die Ausschreitungen in der Hamburger Elbchaussee während des G20-Gipfels.

Die Durchsuchungen in vier europäischen Ländern führten zur Festnahme eines 27-jährigen Mannes in der Schweiz. Ein Sprecher der zuständigen Polizei sagte, dass die Festnahme auf Anfrage der Hamburger Sonderkommission „Schwarzer Block“ erfolgte. Die Polizei in den Ländern und die europäische Behörde Eurojust unterstützten die Ermittler der Sonderkommission.

Zu weiteren Festnahmen kam es in den drei anderen Ländern nicht. In Frankreich fahndet die Polizei nach einem Mann, für den ein EU-Haftbefehl gilt. Diesen erwirkte die Staatsanwaltschaft Hamburg im Voraus. Laut NDR durchsuchten die Beamten in Italien unter anderem die Wohnung eines Mannes, der in Hamburg bereits wegen eines Angriffs auf Polizeibeamten in der Sternschanze verurteilt worden sei. Er werde von den Ermittlern auch mit den Krawallen an der Elbchaussee in Verbindung gebracht.

Den G20-Gipfel begleiteten im Juli 2017 zahlreiche Ausschreitungen. In der Hamburger Elbchaussee entzündeten Personen Autos und griffen mehrere Streifenwagen an. Bereits im April hatte die Polizei eine europaweite Fahndung nach 24 mutmaßlichen Randalierern eingeleitet. In Hamburg läuft zurzeit die zweite Öffentlichkeitsfahndung.

as/dpa

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Anika Schnücke, Jahrgang 1992, stuft sich selber als Gefahr für den Hamburger Verkehr ein. In drei Jahren in der Fahrradmetropole Münster hat sie sich einen rücksichtslosen Fahrstil angewöhnt. Neben ihrem Fahrrad bringt sie ihr Gespür für Lokaljournalismus mit in die Hansestadt. Während ihres Kommunikationswissenschaft-Studiums schrieb Anika in Münster als freie Journalistin für die Lokalzeitung und ein Stadtmagazin. Wie man ernste Themen mit Humor behandelt, lernte sie bei einem Praktikum in der Online-Redaktion der „Heute Show“. Über politische Satire schrieb sie auch ihre Bachelorarbeit. Anika freut sich auf die Einführung von rothaarigen Emojis – obwohl sie findet, dass man sich mit Gifs sowieso viel besser ausdrücken kann. Kürzel: as