In Hamburg ist die Zahl der Fahrradunfälle gestiegen. Foto: Pixabay
In Hamburg ist die Zahl der Fahrradunfälle gestiegen. Foto: Pixabay

In den ersten neun Monaten 2018 sind mehr Fahrradfahrer verunglückt, als im Vorjahr. Die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft fordert einen „Paradigmenwechsel“. Eine Lösung könnten Hochbordradwege sein.

Die Zahl der Fahrradunfälle in Hamburg ist gestiegen: In den ersten neun Monaten 2018 verunglückten 7,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Das geht aus einer Senatsantwort auf die Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Thering hervor. Insgesamt 1985 Radfahrer wurden bei den 2640 Unfällen verletzt – zwei davon tödlich.

Mehr Unfälle wegen des langen Sommers?

Seit 2011 hatte es nicht mehr so viele verletzte Fahrradfahrer gegeben, wie in diesem Jahr. Der Senat betonte, dass die Angaben vorläufig seien, nur Ganzjahresergebnisse könnten belastbare Aussagen bieten. Darüber hinaus sollen die Hamburger in diesem Sommer häufiger aufs Rad gestiegen sein wegen des ungewöhnlich trocken und warmen Sommers.

Die Bürgerschaftsfraktion der CDU forderte einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik. Thering erklärte, dass Fahrradfahrer nicht mehr auf viel zu schmale Radwege auf Hauptverkehrstraßen gezwungen werden dürfen. Sichere Hochbordradwege neben der Straße sollen eine Lösung sein. Sie verlaufen parallel zum Fußgängerweg.

FINK.HAMBURG hat in einem Crowdsourcing-Projekt die gefährlichsten Stellen für Fahrradfahrer in Hamburg in einer interaktiven Karte zusammengefasst. Die Karte und weitere Informationen findet Ihr hier.

heb/dpa

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Henrik "Harry" Bahlmann, Jahrgang 1994, ist seit zehn Jahren Praktikant im Installationsbetrieb seines Vaters. Mittlerweile kann er sogar gerade flexen. Wenn er irgendwo Fußball hört, ist er dabei. Als er aber ein halbes Jahr in Madrid studierte, schaffte er es nur zweimal ins Bernabéu-Stadion, obwohl er nur zehn Gehminuten entfernt wohnte. Für die Nordwest-Zeitung muss Henrik über Handball schreiben. Sportjournalismus hat er auch studiert, seinen Bachelor machte er an der Hochschule Macromedia in Hamburg. Möchte man ihn locken, gelingt das mit seiner liebsten Sonntagsbeschäftigung: Kaffee und Kuchen. Auch wenn er sich dabei etwas alt vorkommt. Sein größter Sieg: Einmal stand er in der Regionalliga im Tor – kassierte allerdings fünf Treffer. Kürzel: heb