Der Hamburger Senat plant anscheinend eine neue Konzerthalle in Altona. 5.000 Besucher soll der Veranstaltungsort fassen können. Rock- und Pop-Konzerte stünden dort demnach künftig auf dem Programm – statt Wohnungsbau.

Wie NDR 90,3 berichtet, prüft der Hamburger Senat aktuell das Bauvorhaben für eine Konzerthalle. Ursprünglich seien für das 47.000 m² große Areal am Diebsteich in Altona 1.000 Wohnungen geplant gewesen, wie Hamburger Medien berichteten. Im Fokus steht nun jedoch die Veranstaltungshalle, die Platz für bis zu 5.000 Menschen bieten soll.

Erst in der vergangenen Woche waren Pläne für eine weitere Halle auf St. Pauli veröffentlicht worden. Die Musikstadt Hamburg werde damit interessanter, sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda dem NDR, auch für internationale Bands. Kritiker bemängeln allerdings, dass bei aktuellen Bauvorhaben in Hamburg lokale Bands auf der Strecke blieben. In fünf Wochen will die Baubehörde dem Bericht zufolg einen Bauentwurf der geplanten Konzerthalle veröffentlichen.

Geheimplan versehentlich ausgeplaudert

Ursprünglich sollte der Bau der Konzerthalle geheim bleiben. Bei einem Gespräch mit einer Bürgerinitiative verriet NDR 90,3 zufolge nun ein Vertreter der Baubehörde versehentlich Informationen über das Projekt. Es handle sich demnach um eine mittelgroßen Halle, die Hamburg aktuell fehlt. Geeignet wäre die Halle vor allem für Rock- und Popkonzerte, von der Kapazität her angesiedelt zwischen den kleinen Clubs und den großen Arenen der Stadt.

Bei dem Projekt handelt es sich nicht um das einzige umstrittene Vorhaben in Altona. Die geplante Verlegung des Bahnhofs Altona hin zum aktuell nur als S-Bahnhaltestelle genutzten Bahnhofs Diebsteich ist seit Monaten mit Gegenbewegungen konfrontiert. Bereits Mitte letzten Jahres sorgte das Bauvorhaben aufgrund von Ungereimtheiten für Aufsehen. Wie die jetzt öffentlich gewordenen Pläne für die Konzerthalle von den Anwohnern und Bürgerinitiativen aufgenommen werden, bleibt vorerst abzuwarten.

lud

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Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud

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