Die geplante Konzerthalle am Diebsteich in Altona-Nord wird scharf kritisiert. Befürchtungen vor höheren Verkehrsbelastungen und fehlende Wohnungen in Hamburg stehen dem Projekt entgegen. 

Am vergangenen Dienstag wurden die Pläne zum Bau einer Konzerthalle mit Platz für 5.000 Zuschauer am S-Bahnhof Diebsteich in Altona-Nord veröffentlicht. Sie soll Hamburg als Veranstaltungsort attraktiver machen, so Kultursenator Carsten Brosda gegenüber dem NDR.

Kritisiert wird das Vorhaben unter anderem durch Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linken. Eine Veranstaltungshalle für so viele Menschen erhöhe die Verkehrsbelastung gewaltig. Außerdem solle der Senat erklären, warum dort keine Wohnungen gebaut werden sollen.

Zwischenzeitlich berichteten Hamburger Medien, dass die Fläche ursprünglich für den Bau von rund 1.000 Wohnungen genutzt werden sollte. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) widerspricht dem. Es seien dort nie Wohnung geplant gewesen. Grund sei die unmittelbare Nähe zum Fernbahnhof und die Lage am Industriegebiet.

Laut Michael Kruse, Vorsitzender der FDP-Bürgerschaftsfraktion, brauche Hamburg eine Konzerthalle dieser Größe. Es müssten jedoch frühzeitig Investoren für die Realisierung gesucht werden. „Ein finanzielles Desaster wie bei der Elbphilharmonie darf sich nicht wiederholen“, so Kruse.

lud/dpa

Titelfoto: C. F. Møller

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Lukas Dose, 1995 in Plön geboren und dort aufgewachsen, ist Nordlicht durch und durch. Auch ein kurzes Intermezzo in Salzgitter für seinen Bachelor in Medienmanagement konnte das nicht ändern – Hamburg sollte es sein. Bei einem Praktikum in der Social-Media-Agentur Elbkind rückte er unter anderem Müsliriegel für Fotoshootings ins rechte Licht. Mit seinen knapp zwei Metern ist er der Größte im FINK-Newsroom. Die geringe Beinfreiheit im Flugzeug hält ihn aber nicht davon ab, die Welt zu entdecken: Die Vereinigten Arabischen Emirate, USA und Skandinavien hat er unter anderem schon bereist. In Schweden faszinierte ihn die fortgeschrittene Digitalisierung. Bargeldloses Bezahlen, schnelles Internet, Wlan überall – gute Argumente, um nach dem Master vielleicht noch weiter in den Norden zu ziehen. Kürzel: lud