Der Hamburger Zoll beschlagnahmte bei einer Routinekontrolle 22.000 Markenfälschungen – darunter Spielzeug und E-Liqids. Die Produkte können die Gesundheit gefährden.

Gefälschtes Spielzeug, abgekupfertes Werkzeug und Fake-Klamotten: Hamburger Zollfahnder haben mehr als 22.000 Markenfälschungen sichergestellt. Beamten beschlagnahmten die Waren bei einer Routinekontrolle im Oktober – pünktlich zur Importsaison für Weihnachtsgeschenke. Das teilte der Zoll am Freitag mit.

Eigentlich sollte bei der Sendung nur sichergestellt werden, dass die Waren über vorgeschriebene Prüfsiegel verfügen. “Die Verpackungen und die schlechte Qualität ließen die Kollegen aber schnell vermuten, dass es sich hierbei um Fälschungen handelt”, sagt Anett Molter, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Hamburg.

Zoll findet auch gefährliche Flüssigkeiten für E-Zigaretten

Unter den Waren seien auch gefälschte Musikboxen und Liquids für E-Zigaretten. Letztere seien eine Gefahr für die Gesundheit, erklärt Sprecherin Molter. Mit Markennamen gaukelten Fälscher Käufern hochwertige Waren vor, die Qualität sei dabei aber oft mangelhaft. Die mehr als 22.000 gefälschten Produkte sollen nun vernichtet werden.

Eine Befragung der Unternehmensberatung Ernst und Young von 2012 zeigt, dass 65 Prozent der Verbraucher bereits Produktfälschungen gekauft haben – davon 30 Prozent bewusst. Der jährlich durch Marken- und Produktpiraterie entstehende Schaden liegt nach Schätzungen des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum vom Juli 2019 für deutsche Unternehmen bei ungefähr 7,1 Milliarden Euro.

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dpa/tob
Foto: Zoll Hamburg

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Für Tobias Bug, Jahrgang 1993, kann ein Fußballspiel nur dann ein Erfolg werden, wenn er den linken Schuh zuerst anzieht. Seinen eher unsportlichen Bachelorabschluss hat er an der TU München in Wirtschafsingenieurwesen gemacht. Nicht nur den ersten akademischen Erfolg verbindet er mit der bayerischen Hauptstadt: Beim Oktoberfest wurde er unschuldig für drei Stunden in Haft genommen. Journalistisch hat Tobias unter anderem bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ im Politik- und im Wirtschaftsressort gearbeitet. Beim Reisen lässt er sich gerne die Geschichten anderer Menschen erzählen, in Norwegen hat er eineinhalb Jahre gelebt. Am glücklichsten ist er, wenn er schreibt oder am DJ-Pult House auflegt. (tob)