Türchen auf: In diesem Jahr erzählen Hamburger*innen im FINK.HAMBURG-Adventskalender von ihrem Leben in der Weihnachtszeit. Sarah Abu-El-Ouf feiert als Muslima kein Weihnachten, freut sich aber dennoch auf die Zeit.

Viele Kerzen, Lebkuchen und kitschiger Schmuck, aber kein Weihnachtsbaum und keine Geschenke zu Weihnachten. Sarah ist Muslima und feiert Weihnachten nicht. Genau deswegen kann sie die für viele so stressige Zeit viel mehr genießen.

Was verbindest Du mit Weihnachten?

Sarah: Ich liebe Weihnachten! Auch wenn ich es nicht feiere, mag ich die Zeit sehr gerne. Die Stimmung ist gut und alles ist so schön dekoriert. Ich verbinde mit Weihnachten vor allem diese typischen Gerüche wie Lebkuchen, Zimt und Vanille. Die ganze Zeit ist sehr schön und ich genieße sie sehr. Wenn ich Weihnachten wirklich feiern würde, empfände ich es aber bestimmt als viel stressiger.

Was sind Deine Kindheitserinnerungen an Weihnachten?

Sarah: Als ich noch zu Schule ging, drehte sich dort immer viel um Weihnachten. Es gab etwas zu Nikolaus, wir haben gewichtelt und wir hatten einen Adventskalender. Zu Hause bekamen wir zwar keine Geschenke zu Weihnachten, aber auch immer einen Adventskalender, meistens mit Schokolade. Meine Eltern schenken mir immer noch einen und ich freue mich jedes Jahr darüber.

Wie verbringst Du Weihnachten?

Sarah: Für mich sind das einfach sehr entspannte Tage. Ich kann ja auch gar nicht so viel machen, weil alle feiern und die Geschäfte geschlossen sind. Man ist quasi gezwungen, zu Hause zu bleiben. Je älter ich wurde, desto mehr konnte ich diese freie Zeit auch schätzen. Früher fand ich das oft eher anstrengend. Mittlerweile sind die freien Weihnachtstage purer Luxus für mich.

Titelfoto: Lisa Sophie Kropp

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Lisa Sophie Kropp, Jahrgang 1994, braucht zum Feierabend kein Bier, sondern ein Stück Käse. Für ihren Bachelor in Inklusiver Pädagogik pendelte sie drei Jahre lang von Hamburg nach Bremen und kann seitdem in jeder Bahn schlafen. Nach dem Studium lernte sie in Australien Wein herzustellen, schlürfte Pho in Vietnam und ergriff auch in Thailand Pad Thai für gutes Essen. Zurück in Hamburg stieg sie konsequenterweise als freie Mitarbeiterin des Magazins „Food and Travel“ ins Berufsleben ein. Für das „Hamburger Abendblatt“ schrieb sie über die besten Grillplätze und das Kulturprogramm Harburgs. Neben den Deichtorhallen und dem Deutschen Schauspielhaus findet man Lisa häufig im Abaton. Sie liebt deutsche Filme – aber nicht Matthias Schweighöfer. Der ist ihr zu cheesy. Kürzel: lis