Die Großdemonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt in der Hamburger Innenstadt am Samstag verliefen zunächst friedlich. Am Abend kam es dennoch zu Konfrontationen zwischen Demonstrierenden und der Polizei.
14.000 Teilnehmer*innen demonstrierten am Samstag in Hamburg. Ihr Ziel: Auf Rassismus und Polizeigewalt hinweisen. Die Teilnehmer*innen versammelten sich um 14 Uhr am Jungfernstieg und auf dem Rathausvorplatz.

Die Veranstaltungen waren Teil der weltweiten Proteste nach dem Tod des Amerikaners George Floyd. Er verstarb bei einem gewaltsamen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis.
Großdemo verläuft friedlich
Für die zwei, fast zeitgleichen Kundgebungen, wurde vorab eine Anzahl von nur 800 Teilnehmer*innen genehmigt, gekommen waren weitaus mehr. Da sich die Demonstrant*innen aber friedlich und kooperativ verhielten, habe die Polizei die Veranstaltungen nicht aufgelöst, sagte Polizeisprecherin Evi Theodoridou. Bereits am Freitag demonstrierten rund 4500 Menschen friedlich. Sie versammelten sich am Alsterufer vor dem US-Konsulat.

Nach der Demo kommt es zu Auseinandersetzungen
Am Abend kam es dennoch zu Auseinandersetzungen. Eine antifaschistische Gruppe von zunächst 200 Menschen versammelte sich in der Nähe des Gänsemarktes. Die Teilnehmerzahl stieg auf etwa 1000 Menschen, einige warfen Flaschen und Pyrotechnik. Die Polizei setzte Pfefferspray und Wasserwerfer ein. Die Polizei nahm elf mutmaßliche Randalierer*innen fest, 36 weitere Personen wurden in Gewahrsam genommen.
pal/dpa
Titelbild: Mila Grote
Wo Paula-Lu Wiedeking, Jahrgang 1994, aufgewachsen ist, gibt es mehr Bäume als Menschen. In ihrem kleinen Dorf am Niederrhein musste sie drei Kilometer mit dem Fahrrad fahren, um eine Bushaltestelle zu erreichen. Ihr Fahrrad begleitete sie auch auf allen weiteren Stationen: zum Mode- und Textil-Studium in die Niederlande, zum Praktikum in eine Modefirma nach Berlin und dann nach Hamburg. Dort hat sie bei Otto in der Social-Media-Abteilung und im Online-Marketing gearbeitet. In ihrer Freizeit engagiert sie sich ehrenamtlich und hat beispielsweise Geflüchtete in Deutsch unterrichtet und bei Behördengängen begleitet. Ihre große Leidenschaft: das Zeichnen und Malen mit digitalen Tools. Wenn sie dem mal nicht nachgeht, findet man sie auf Flohmärkten oder im Café mit einem Hafer-Latte.
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