Ab dem 1. Juli werden in Hamburg die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert. Das hat die Bürgerschaft am Dienstag beschlossen. 

Ab Mittwoch lockert der Senat die Corona-Beschränkungen für Veranstaltungen: Im Freien sind Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmenden möglich, in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Menschen – vorausgesetzt, es gibt feste Sitzplätze. Ist dies nicht der Fall, dürfen im Freien 200 Personen zusammenkommen, in geschlossenen Räumen 100. Strengere Regeln gelten für Veranstaltungen, bei denen alkoholische Getränke ausgeschenkt werden: Hier halbiert sich die maximale Anzahl der Teilnehmenden jeweils.

Die Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. Geschlossen bleiben deswegen Betriebe, in denen körperliche Nähe unvermeidbar ist. Dazu gehören etwa Clubs, Saunen oder Bordelle.

Die Lockerungen lassen Kulturschaffende ein Stück weit aufatmen. Die Kultur-und Eventbranche ist durch die Corona-Krise finanziell besonders gebeutelt. Gegenüber der Mopo sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD), er beabsichtige „ein langsames und verantwortungsvolles Wiederhochfahren des kulturellen Lebens“.

Auch neue Corona-Regeln für Privatbereich und Tourismus

Im privaten Rahmen dürfen sich künftig bis zu 25 Menschen versammeln – unabhängig davon, aus wie vielen Haushalten sie kommen. Bisher lag die Obergrenze bei zehn Personen aus maximal zwei Haushalten.

Neben den Lockerungen gelten ab Mittwoch in Hamburg auch neue Verbote: Die Stadt untersagt, Reisende aus deutschen Corona-Hotspots zu beherbergen. Als Hotspots gelten Kommunen, in denen die Höchstgrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde. Personen mit negativem Corona-Test sind von dem Beherbergungsverbot ausgenommen. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

maj/dpa

Beitragsbild: Unsplash

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Mali Paede, Jahrgang 1993, streitet oft mit ihrem Vater über Feminismus-Themen. Zum Beispiel bei der gendergerechten Sprache sind die beiden völlig unterschiedlicher Meinung. Ansonsten hat sie von ihm aber auch durchaus wertvolle Dinge gelernt – etwa das Licht nicht unnötig lange brennen zu lassen und den Kühlschrank schnell wieder zu schließen. Die gebürtige Hamburgerin studierte Nachhaltigkeitshumanwissenschaften und Kulturwissenschaften in Lüneburg. Zurück in ihrer Heimatstadt interviewt sie für die Hamburg Kreativ Gesellschaft gerade am liebsten bildende Künstler, Theaterbetreiber und neulich auch den Inhaber eines Indieverlags. Ausgleich findet sie beim Vinyasa Yoga. Das hilft ihr auch, ihre Tollpatschigkeit in den Griff zu kriegen: Mali fällt oft etwas aus der Hand. Ihre Teetasse fängt sie mittlerweile schon wieder auf. Kürzel: maj

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