Douglas-Sirk-Preis

Besondere Ehre für Schauspielerin Nina Hoss

Nach Stars wie Clint Eastwood und Tilda Swinton wurde in diesem Jahr Nina Hoss mit dem Douglas-Sirk-Preis ausgezeichnet. Damit ist sie die erste deutsche Schauspielerin, die die Trophäe erhalten hat. 

Gleich zweifachen Grund zur Freude hatte am vergangenen Wochenende Nina Hoss: Nachdem die 44-Jährige am Samstag im spanischen San Sebastián mit der Silbernen Muschel als beste Schauspielerin für ihre Rolle in „Das Vorspiel“ geehrt wurde, erhielt sie am Sonntagabend beim Hamburger Filmfest den Douglas-Sirk-Preis. Dieser wird seit 1995 an Persönlichkeiten verliehen, die einen besonderen Beitrag zur Filmbranche und -kultur geleistet haben.

Man habe eine Schauspielerin ehren wollen, die auch im Ausland bekannt ist, begründete Festivalleiter Albert Wiederspiel unter anderem die Wahl. In Europa kenne man die Stars der Nachbarländer kaum. „Für die Zukunft des europäischen Films wünsche ich uns allen einen Haufen Nina Hoss'“, sagte er bei der Preisverleihung im Rahmen der „Pelikanblut“-Deutschlandpremiere.

Nina Hoss auf der Bühne sichtlich gerührt

Vor rund tausend Zuschauer*innen fand auch Theaterregisseur Michael Thalheimer, der die Laudatio hielt, viele lobende Worte für Nina Hoss. „Du bist eine großartige Schauspielerin. Du bist ein einmaliges Geschenk für jeden Regisseur. Du bist ein unvergleichliches Ereignis für uns als Zuschauer. Herzlichen Glückwunsch!“. Er erinnerte sich an ihr erstes Treffen vor 20 Jahren und sagte: „Ich kenne keine Schauspielerin, die sich so intensiv auf eine Rolle vorbereitet.“

Theater- und Filmschauspielerin Nina Hoss nahm die Auszeichnung sichtlich gerührt entgegen. „Bin ich das, die das erlebt?“, fragte sie auf der Bühne. Die 44-Jährige spielte unter anderem in „Die weisse Massai“, „Barbara“ und in einigen Folgen der Serie „Homeland“ mit. Mit der Auszeichnung reiht sie sich in eine Riege renommierter Künstler*innen ein.

Namensgeber für Douglas-Sirk-Preis ist Hamburger

Der erste Preisträger war der amerikanische Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood. Des Weiteren wurden unter anderem die Schauspielerinnen Jodie Foster und Catherine Deneuve, die deutschen Regisseure Andreas Dresen, Fatih Akin und Wim Wenders sowie im vergangenen Jahr der iranische Filmemacher Jafar Panahi mit der Trophäe ausgezeichnet.

Namensgeber ist der Hamburger Regisseur Douglas Sirk, geborener Hans Detlef Sierck, der in den 1930er Jahren in die USA emigriert war. Nina Hoss ist beim Hamburger Filmfest in den Filmen „Das Vorspiel“ und „Pelikanblut“ zu sehen.

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Sandra Jütte, Jahrgang 1985, hat schon beim Imperium gearbeitet. Aber keine Sorge: In diesem Fall ist das eine Schauspielagentur in Berlin. Für ihr Studium der Wirtschaftskommunikation zog sie von Niedersachsen in die Bundeshauptstadt, bevor sie für ein Reisemagazin die Straßen Kapstadts erkundete. Dem Lokaljournalismus blieb sie während ihres Volontariats bei der "Märkischen Oderzeitung" in Brandenburg treu. Die Themen waren dort sogar spannender: Sandra schrieb unter anderem über einen entführten Dackel, den Sexshop im 5000-Seelen-Dorf und dreifachen Mord. In ihrer Zukunft sieht sie sich im Online- oder Fernsehjournalismus, denn sie will mehr als nur Print. Schokolade zum Beispiel. Kürzel: sju
Lea Zurborg, Jahrgang 1995, geht in ihrer Freizeit auf Glitzersockenjagd. Besonders gerne trägt sie die mit dem Pinguinmotiv. Im Norden fühlt sie sich wohl: In Kiel ist sie geboren, nach einem freiwilligen Jahr in der Kultur- und Wissenschaftskommunikation startete sie ihr Biochemie-Studium in Hannover. Wenn man sie nachts weckt, kann sie aus dem Stand über monoklonale Antikörper referieren. Neben dem Bachelor begann sie eine studienbegleitende Journalistenausbildung an der Katholischen Journalistenschule ifp in München. Beim "Ostfriesischen Kurier" und bei den "Kieler Nachrichten" lernte sie unter anderem lokale Berichterstattung sowie Online-Journalismus und setzte ein Multimediaprojekt zum Zustand der Ostsee um. Ins Labor kehrt sie vorerst nicht zurück, erforscht aber ihre neue Heimat Hamburg. Kürzel: lzu

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