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Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) stellt den Haushalt vor. Foto: Christian Charisius/dpa

Wegen der Corona-Krise rechnet Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) mit rund acht Milliarden Euro neuen Schulden in Hamburg. Für die Hansestadt könnte das einen Verschuldungsrekord auslösen.

Als Folge der Corona-Pandemie könnte es in Hamburg einen Verschuldungsrekord geben: Bis zu acht Milliarden Euro neue Schulden könnten laut Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) durch die Corona-Krise für die Hansestadt anfallen.

„Angesichts von zuvor 23 Milliarden Euro Gesamtschulden ist das heftig“, sagte Dressel in einem Interview mit der „Hamburger Morgenpost„. Es sei die größte Krise der Nachkriegszeit und eine extreme Herausforderung.

Auch wenn diese Summen enorm sind, geht Stamm davon aus, dass Hamburg diese Schulden stemmen kann. Weil in der Vergangenheit gut gewirtschaftet worden sei, könne die Krise jetzt geschultert werden. Die Ausgaben sind laut Stamm außerdem gerade deswegen wichtig, damit die künftigen Steuereinnahmen „nach oben“ gebracht werden können.

66.000 Anträge für Corona-Soforthilfen

Rund 66.000 Anträge für Corona-Soforthilfen hat es laut dem Finanzsenator bislang in Hamburg gegeben. Stamm betonte, dass es kein Verständnis für Trickser*innen gäbe. Betrug sei aber bislang auch eher selten, so der Finanzsenator.

Bereits Anfang des Jahres hatte die Bürgerschaft die Schuldenbremse vorübergehend aufgehoben. Ein Tilgungsplan sieht vor, dass die Rückzahlungen der neuen Schulden ab 2025 über 20 Jahre hinweg laufen. Damals ging der Senat noch von 1,5 Milliarden Euro Neuschulden in den Jahren 2020 und 2021 aus.

aba/dpa

Titelbild: Christian Charisius/dpa

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