Sinkende Infektionszahlen, Wegfall der 2G-Regel im Einzelhandel und gutes Wetter führte Menschen am Wochenende in die Innenstadt. Der Hamburger Einzelhandel profitiert von den Lockerungen der Corona-Maßnahmen. 

In Hamburg dürfen seit dem Wochenende auch Ungeimpfte wieder im Einzelhandel einkaufen. Durch das Beenden der 2G-Regel müssen Kunden beim Betreten Hamburger Geschäfte nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Es reicht das Tragen einer FFP2-Maske. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sowie die Beschäftigten der Läden genügen medizinische Masken.

Die neuen Maßnahmen ließen Menschen am Wochenende in die Innenstadt strömen. Die Geschäftsführerin des City Management Hamburg Brigitte Engler, sprach von einem „unfassbar guten Besuch“. Die Stimmung sei sehr gut, es werde viel eingekauft. Viele Händler hätten sich zum Valentinstag besondere Aktionen einfallen lassen. „Das kommt auch gut an.“ Engler habe die Hoffnung, dass die gute Stimmung auch auf andere Angebote in der Stadt ausstrahlt.

Weitere Lockerungen möglich

Der Kieler Virologe Helmut Fickenscher hält die Öffnungen im Einzelhandel für problemlos. „Es war ohnehin schwer verständlich, weshalb es gefährlicher ist, Klamotten zu kaufen als Lebensmittel“, sagte der Leiter des Instituts für Infektionsmedizin der Christian-Albrechts-Universität.

Fickenscher glaubt, dass weitere Lockerungen wie der Wegfall der 2G-Regel in Restaurants möglich sind: „Vieles deutet darauf hin, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in Schleswig-Holstein und wenigen anderen norddeutschen Ländern überschritten ist.“ Es sei zu erwarten, dass die Epidemie massiv zurückgehen werde, wenn es wärmer werde. Das hätten die Vorjahre gezeigt.

Seit zwei Wochen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg. Am Sonntag lag der Tageszuwachs mit 953 Neuinfektionen erstmals wieder unter 1000. Das ist der niedrigste Wert seit Wochen. Auch die Krankenhäuser melden keine Überlastungen.

agu/dpa

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Keramik, Textilien bemalen, Blumen trocknen oder Kerzen drehen: Irgendetwas Schöpferisches muss Anna Nguyen, Jahrgang 1993, immer zu tun haben. Bis zu ihrem siebten Lebensjahr lebte sie in Köthen, Sachsen-Anhalt, die ersten fünf Jahre in einem Asylbewerberheim. Mit ihren Eltern verkaufte sie auf der Straße Blumen und Zigaretten. Als Teenagerin lebte sie im Allgäu, kann aber trotzdem nicht Skifahren. Sie studierte in Würzburg und Neu-Ulm, machte einen Bachelor in Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation. Nach einem Praxissemester bei einem hiesigen Social-Media-Startup wollte sie dauerhaft nach Hamburg. Bei „Mit Vergnügen“ arbeitete sie als Redakteurin – zwischenzeitlich schrieb sie auch eine Kolumne über die Unterschiede zwischen Süd- und Norddeutschland. Besonders viel Ärger gab es, wenn es darin um Aldi Nord und Aldi Süd ging.