Madame Courage fördert alleinerziehende Mütter und schwangere Studierende.
Förderung für alleinerziehende und werdende Mütter. Foto: Alexander Dummer.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg nimmt seit diesem Jahr an dem Projekt Madame Courage teil – ein Stipendium für alleinerziehende und schwangere Studierende.

Das Projekt Madame Courage fördert alleinerziehende und schwangere Studierende während ihres letzten Studienjahres und darüber hinaus. Seit diesem Jahr können sich Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg auf finanzielle Unterstützung bewerben.

Madame Courage: Stipendium und Mentoring

Madame Courage ist ein Förderstipendium, das der ZONTA-Club Hamburg Hafen e.V. gemeinsam mit dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Hamburg Altona ins Leben gerufen hat. Das Stipendium ist nicht konfessionsgebunden. Seit diesem Jahr engagiert sich zudem das Familienbüro der HAW Hamburg für das Projekt.

Das Stipendium richtet sich speziell an Frauen, die sich in der Abschlussphase ihres Studiums befinden, da die Initiator:innen Studiumsabbrüche verhindern möchten. Das Studium mit Kind sei finanziell gesehen äußerst schwierig, besonders für alleinerziehende Mütter, so die Projektgeber. Umso wichtiger ist den Förder:innen, dass Frauen trotz ihrer Mutterschaft einen Studienabschluss und den Einsteig ins Berufsleben schaffen. Das Ziel des Stipendiums ist es außerdem, die Frauen durch ein Mentoringprogramm für spätere Führungspositionen zu qualifizieren.

Finanzielle Förderung und Hilfe beim Berufseinstieg

Die Stipendiatinnen können eine finanzielle Förderung für maximal zwei Semester erhalten, die maximal dem BAföG-Höchstsatz entspricht. Die Förderhöhe wird individuell festgelegt. Zudem bietet das Stipendium Unterstützung über die Zeit des Studiums hinaus: So erhalten die Stipendiatinnen im besagten Mentoringprogramm jeweils eine Mentorin und Unterstützung bei der Suche nach Praktikumsplätzen.

Bei Interesse können sich Alleinerziehende und Schwangere bei dem Familienbüro der HAW Hamburg melden.

Lilly Brosowsky, 1994 ist im Schatten der Zugspitze aufgewachsen: in Garmisch-Partenkirchen. Der Höhenlage ist sie lange treu geblieben, hat mal auf 3.640 Meter Höhe in La Paz als Barkeeperin gearbeitet, mal Waliser Schwarznasenschafen auf einer Hochhausalm in München die Klauen geschnitten. Nach sieben Jahren in München musste sie im flachen Hamburg erst einmal lernen, dass sie in einer Bäckerei fragend angeschaut wird, wenn sie Fleischpflanzerlsemmeln bestellt. Dabei ist sie kulinarisch durchaus aufgeschlossen: Als Volontärin kostete sie für „Mit Vergnügen“ bereits kandierte Heuschrecken. Für das Stadtmagazin schrieb sie unter anderem über die Münchner Szene. Als sie den Hype eines Clubs kritisch kommentierte, wurde sie von der „Süddeutschen Zeitung“ auf Instagram zitiert. Vor ihrem Volontariat hat Lilly einen Bachelor in Literaturwissenschaften und einen in Philosophie gemacht. Sie wünscht sich für die Zukunft Feminist:innen wie Sophie Passmann wegen ihrer progressiven Ansichten zu interviewen. (Kürzel: bros)