Eine Gegen-Demostartion zum G20-Gipfel soll vom Hamburger Rathaus zur Messe führen.
Vor dem Hamburger Rathaus soll am 2. Juli eine Demonstration gegen die Politik der G20-Politiker starten. Foto: Marlano Mantale_flickr.com_cc-by-sa 2.0

Am Wochenende vor dem G20-Gipfel werden zehntausende Demonstranten in Hamburg erwartet. Ein neues Bündnis aus Kritikern plant am 2. Juli eine „G20-Protestwelle“.

Unter dem Motto „Eine andere Politik ist nötig“ werden Zehntausende am Wochenende vor dem G20-Gipfel auf die Straße gehen – das erwartet Christoph Bautz, Geschäftsführer der Bürgerbewegung Campact. Zusammen mit den Umweltorganisationen Greenpeace und BUND sowie dem DGB Nord und dem Verein Mehr Demokratie bildet sie das Bündnis, das sich gegen die Politik ausspricht, für die das Gipfeltreffen der führenden Staats- und Regierungschefs steht.

Demonstrationen vor dem Rathaus und auf der Alster

Das Bündnis setzt sich für einen gerechten Welthandel, die Rettung des Klimas, soziale Gerechtigkeit und die Stärkung der Demokratie ein. Der Protestmarsch soll am 2. Juli vom Hamburger Rathaus bis zum Messegelände führen, hier wird der Gipfel ausgetragen. Außerdem sei eine Demonstration via Boot auf der Alster und ein „Bannermeer“ mit Tausenden von Botschaften geplant.

Bündnis gegen die G20-Politik plant Gegen-Demonstration vom Rathaus zur Messe
Mögliche Route der geplanten Demonstration vom Rathaus zur Messe Foto: Screenshot: Google Maps

Die „G20-Protestwelle“ soll „friedvoll und gewaltfrei“ stattfinden, sagte DGB Nord-Chef Uwe Polkaehn bei einer Verkündung am Dienstag. Es sei wichtig, dass eine Alternative „gegen die neoliberale Politik der G20“ aufgezeigt wird. Die Organisatoren betonten weiter, dass sie nicht gegen den G20-Gipfel, sondern gegen die Politik der vertretenden Regierungen seien. Das frühe Datum der Demonstrationen solle laut Bautz dabei helfen, besser auf die Inhalte aufmerksam zu machen, ohne von „Bildern der Staats- und Regierungschef“ überstrahlt zu werden.

Im Vorfeld sorgte ein geplantes Demonstrationsverbot in der gesamten Innenstadt für einen Streit zwischen Gipfel-Gegnern und der Polizei. Der Senat entschied daraufhin, dass es keine Verbotszone geben werde.

cho /dpa