Demonstration "Hamburg zeigt Haltung" Foto: Kay Nietfeld/dpa
Seit gestern treffen sich die zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer auf dem Hamburger Messegelände. FINK.HAMBURG berichtet hier in Echtzeit über den Gipfel und seine Auswirkungen auf die Stadt.
Hier findet ihr alles zum gestrigen Tag und der Eskalation in der Schanze.
Hier findet ihr die Geschichten von Menschen, die während des Gipfels auf den Straßen sind.
Hier gibt es alle Infos zu Verkehrsbehinderungen.
Hier findet ihr alle Artikel zu G20.

Der FINK.HAMBURG-Liveblog zum G20-Gipfel ist beendet. Wir machen uns jetzt auf den Heimweg. Bleib sicher, Hamburg!


+++ Schanze: Vor der roten Flora wird getanzt, 8.7.2017, 20:06 Uhr +++

Die Lage in der Schanze entspannt sich offenbar. Vor der roten Flora wird getanzt.

Foto: Marie-Sophie Vorbrodt

sam


+++ Steinmeier kommt am Sonntag nach Hamburg, 8.7.2017, 19:50 Uhr +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will sich nach den Krawallen bei den G20-Protesten über die Lage in Hamburg informieren. Das Präsidialamt kündigte an, Steinmeier wolle am kommenden Sonntag mit Sicherheitskräften und Bewohnern sprechen.

sam/dpa


+++ Lage in der Schanze angespannt, 8.7.2017, 19:33 Uhr +++

Akutelle Lage in der Schanze: Autonome vermummen sich. Polizei sammelt sich an der Kreuzung Schulterblatt/Susannenstraße bei der Haspa.


+++ Trump reist ab, 8.7.2017, 18:10 Uhr +++

US-Präsident Donald Trump wurde mit dem Hubschrauber „Marine One“ zum Hamburger Flughafen gebracht. Die Air Force One hob kurze Zeit später in Richtung Washington ab.

Trump geht zum Hubschrauber „Marine One“, der ihn zum Flughafen bringt. Foto: Ulrich Perrey/dpa
Trump fliegt mit dem Hubschrauber „Marine One“ zum Flughafen. Foto: Ulrich Perrey/dpa

sam/dpa


+++ Abschlusskundgebung auf St. Pauli beendet, 8.7.2017, 17:35 Uhr +++

Die Abschlusskundgebung der Demo „Grenzenlose Solidarität statt G20“ am Millerntorplatz ist soeben zu Ende gegangen. Bei der von Linken ausgerichteten Demonstration waren nach Angaben der Polizei 50.000 Demonstranten beteiligt. Laut Veranstalter sollen es 76.000 gewesen sein.

Bei der Kundgebung zu Beginn der Veranstaltung hatten, laut Polizei, etwa 120 Vermummte Beamte massiv getreten und mit Fahnenstangen geschlagen. Nachdem die Gewalttätigen sich in alle Richtungen unerkannt von der Veranstaltung entfernt hatten, setzte der Demonstrationszug den geplanten Weg fort.

sam/dpa


+++ Merkel dankt Einsatzkräften, 8.7.2017, 17:30 +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bedankt sich bei den Polizei- und Rettungskräften, die während des G20-Gipfels im Einsatz waren.

G20-Gipfel: Merkel dankt Einsatzkräften
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt mit Polizisten und Mitarbeitern des Zolls sowie des ASB Hamburg zusammen und gestikuliert in Richtung eines Polizeihundes. Die Beamten waren im Rahmen des G20-Gipfels im Einsatz. Foto: Patrik Stollarz/dpa.

Hamburgs Erster Bürgermeister schließt sich der Danksagung an.

ags/dpa


+++ Merkel gibt Abschlussstatement ab, 8.7.2017, 16:01+++

Merkel: „Die entfesselte Gewalt verurteile ich auf das Schärfste. Wer so handelt, dem geht es nicht um politische Kritik. Wer so handelt, stellt sich außerhalb unseres demokratischen Gemeinwesens.“

Weitere Aussagen von Merkel:

  • G20-Länder wollen gemeinsame Verantwortung für Afrika übernehmen und Korruption bekämpfen.
  • G20 verabreden gemeinsamen Handel und positionieren sich gegen Protektionismus.
  • Alle teilnehmenden G20-Länder, mit Ausnahme der USA, sind sich einig, dass das Pariser Klimaabkommen unumkehrbar ist und die Ziele schnell umgesetzt werden müssen.
  • „Wir [wollen] prüfen, wie wir gemeinsam mit der Hansestadt Hamburg Opfer von Gewalt bei der Beseitigung der entstandenen Schäden helfen können.“

pet


+++ Offenbar Einigung auf gemeinsame Abschlusserklärung,  8.7.2017, 15:45 Uhr +++

In diesen Minuten gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Abschlussstatement.

pet


+++ Razzia in der Brigittenstraße: Ergebnis der Polizei, 8.7.2017, 15:45 Uhr +++

Die Polizei hat heute Morgen das „Internationale Zentrum B5“ im Schanzenviertel auf Brandsätze durchsucht. Einen entsprechenden Hinweis habe das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz gegeben, teilte die Polizei mit. In den durchsuchten Räumen haben die Ermittler jedoch keine Brandsätze, sondern lediglich illegale Pyrotechnik beschlagnahmen können.

pet


+++ Polizei-Übergriff auf AND-Anwalt im Sondergefängnis GESA, 8.7.2017, 15:40 +++

Laut einer Pressemitteilung des Anwaltlichen Notdienstes (AND) soll es einen Polizei-Übergriff auf einen Anwalt des AND in dem Sondergefängnis GESA gegeben haben. In der Nacht zum Samstag gegen 01:30 Uhr soll der Anwalt von mehreren Polizisten gepackt und aus der GESA geschleift worden sein. Dabei sollen ihm die Polizeibeamten ins Gesicht gegriffen und einen Arm verdreht haben. Die Pressestelle der Polizei konnte den Vorfall FINK.HAMBURG gegenüber noch nicht bestätigen, da sie selbst erst über Presseanfragen darauf aufmerksam gemacht worden sei. Die Polizei sei jetzt dabei, dies zu verifizieren, so Pressesprecher Jörg Schröder.

Der Anwalt befand sich vor dem Vorfall offenbar in einem Beratungsgespräch mit einem Mandanten, der sich nach dem Gespräch komplett entkleiden sollte. “Leibesvisitationen werden aktuell vermehrt an den Gefangenen, sowohl vor als auch nach dem Kontakt zu AnwältInnen, vorgenommen”, heißt es in der Mitteilung. Die Polizei begründe diese Maßnahme damit, dass die Anwälte ihren Mandanten gefährliche Gegenstände übergeben könnten. Der Anwalt soll der Leibesvisitation seines Gefangenen widersprochen haben und sei deswegen körperlich angegriffen worden, so der AND weiter. Der Notdienst wirft der Polizei vor, “den Bezug zum Rechtsstaat verloren” zu haben, da sie körperlich gegen Anwälte vorgehe, die sich für ihre Mandanten einsetzen. Bereits die Annahme, dass Anwälte gefährliche Gegenstände mit in die GESA schmuggeln könnten, zeige erneut, dass die Polizei Anwälte “nicht als Garanten eines rechtsstaatlichen Verfahrens sieht, sondern als Gefahr”.

fel


+++ Update Demonstration: G20-Not-Welcome/Grenzenlose Solidarität, 8.7.2017, 15:35 +++

Laut Veranstalter nehmen aktuell 76.000 Menschen an der Demonstration teil.


Die Polizei hatte vor zwei Stunden auf Twitter mitgeteilt, dass sich der Demonstrationszug mit 20.000 Teilnehmern auf den Weg gemacht hat.

fel


+++ G20-Verhandlungen auf der Zielgeraden, 8.7.2017, 15:10 Uhr +++

Der G20-Gipfel steht kurz vor dem Abschluss. In Kürze kommen die G20-Teilnehmer zu einer Abschlusssitzung zusammen. Danach, etwa gegen 15:30 Uhr, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die Presse treten. Bisher ist durchgesickert, dass sich die führenden Industrie- und Schwellenländer auf einen gemeinsamen Handel und gegen Protektionismus geeinigt haben. Bis zuletzt war fraglich gewesen, ob sich US-Präsident Donald Trump mit seinem „America-First“-Kurs abschotten wird. Laut „ZEIT-Online“ hat Trump 639 Millionen Dollar an humanitärer Hilfe für Afrika zugesagt. 331 Millionen Dollar sollen an die vom Hungertod bedrohten Menschen in Somalia, Südsudan, Nigeria und Jemen gehen.

Offen ist dagegen noch immer, ob sich die G20-Teilnehmer auf ein gemeinsames Programm zum Klimaschutz einigen können.

pet/dpa


+++ USA wollen 639 Millionen US-Dollar für Hungerhilfe geben, 8.7.2017, 15:00 Uhr +++

Für den Kampf gegen den Hunger in Afrika hat US-Präsident Donald Trump auf dem G20-Gipfel eine große Summe zugesichert: Er kündigte am Samstag an, 639 Millionen US-Dollar (umgerechnet 572 Millionen Euro) für das Welternährungsprogramm (WFP) und andere Organisationen zu geben, so WFP gegenüber der dpa. „Ein lebensrettendes Geschenk“, hieß es in einer Mitteilung.

tes/dpa


+++Trump im Klimaschutz isoliert, 8.7.2017, 14:25 Uhr +++

Alle gegen einen: Während US-Präsident Donald Trump nicht umzustimmen ist, wollen die anderen Staats- und Regierungschefs das Pariser Klimaabkommen zügig umsetzen. Die Uneinigkeit wurde nun in das Abschlusskommuniqué aufgenommen. Für die sonst um Einigkeit bemühte Gruppe ist dies ein ungewöhnlicher Schritt.

tes/dpa


+++ Hilfe für Opfer der Ausschreitungen, 8.7.2017, 14:25 Uhr +++

Heute wurde auf dem Portal „leetchi“ ein Spendenportal für die Opfer der Ausschreitungen ins Leben gerufen. Allerdings richtet sich dieses nur an Leute, deren Auto verbrannt ist. Bisher wurden 3.647 Euro gesammelt. Ein solches Portal wäre auch für Ladenbesitzer und andere Betroffene der Gewalttaten sinnvoll. Unter diesem Link kannst du spenden: https://www.leetchi.com/c/soziales-von-die-opfer-der-hamburger-krawalle

Auch SPD-Politiker fordern Unterstützung der Geschädigten. Burkhard Lischka, Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion sagte: „Angesichts Hunderter Opfer der Krawalle am Rande des G20-Gipfels in Hamburg fordere ich die Bundesregierung auf, einen Sofortfonds für Betroffene aufzulegen“.

tes/dpa


+++ Innensenator Andy Grote verteidigt Polizei-Taktik, 8.7.2017, 14:25 Uhr +++

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat die Taktik der Polizei am Freitagabend im Schanzenviertel verteidigt. In einer Pressekonferenz begründete er die lange Zurückhaltung der Polizei: „Wir wollten auf jeden Fall sicherstellen, dass wir die Kollegen nicht in Gefahr bringen und wir uns dann aber auch durchsetzen. Wir haben es alle so erlebt, dass der Zeitraum bis zum Vorrücken sehr lange war.“ Militante hätten „schwerste Gewalttaten gegen Beamte vorbereitet. Nichts wäre schlimmer gewesen, vorzurücken und sich dann wieder zurückzuziehen“, sagte Grote.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (Archivfoto).
Hamburgs Innensenator Andy Grote (Archivfoto). Foto: Christian Charisius/dpa

pet


+++ Ivanka Trump vertritt ihren Vater am G20-Verhandlungstisch, 08.07.2017, 14:20 Uhr +++

Nach Angaben von „Spiegel Online“ hat sich US-Präsident Donald Trump am Verhandlungstisch der Staats- und Regierungschefs überraschend von seiner Tochter Ivanka vertreten lassen. Laut Weißem Haus „in offizieller Mission“.

fel


+++ Update Demonstrationen, 08.07.2017, 14:00 Uhr +++

Hamburg zeigt Haltung: Aktuell ziehen 3.000 Teilnehmer bei einer friedlichen Demonstration durch die Innenstadt. Es gibt „Antikapitalista“-Rufe in der Menge, jedoch keine Anzeichen von Gewalt. Die Demo befindet sich aktuell im Bereich Fischmarkt. Wenig Polizei ist zu sehen, dafür viele fröhliche Menschen. Hamburger Politiker wie Tjarks, Özoguz und Veit gehen vorne weg. Es folgt eine bunte Truppe aus Eltern mit Kindern, Hunden, bunten Plakaten und Luftballons. Außerdem gibt es einen Schal, der aus Landesflaggen besteht.

Die Demonstration "Hamburg zeigt Haltung"
Die Demonstration „Hamburg zeigt Haltung“. Foto: Agata Strausa

G20-Not-Welcome/Grenzenlose Solidarität: Eine bisher friedliche Demonstration mit 20.000 Teilnehmern. Die Menge bewegt sich friedlich und befindet sich gerade auf Höhe Brandstwiete / Willy-Brandt-Staße.

Die Demonstration "Grenzenlose Solidarität"
Die Demonstration „Grenzenlose Solidarität“. Foto: Robert Bauguitte.

tes


+++ Trump bezeichnet Treffen mit Putin als „fantastisch“, 08.07.2017, 13:00 Uhr +++

Donald Trump, Präsident der USA bei der 3. Arbeitssitzung der G20 Staats- und Regierungschefs.
Donald Trump, Präsident der USA bei der 3. Arbeitssitzung der G20 Staats- und Regierungschefs. Foto: Markus Schreiber/dpa

US-Präsident Donald Trump ist von seiner Begegnung mit Amtskollegen Wladimir Putin offenbar beeindruckt. Er bezeichnete sein langes Gespräch mit Putin als „fantastisches Treffen“. Der Vatikan hingegen blickt eher besorgt auf die Beziehung zwischen Amerika und Russland. Er fürchte „gefährliche Allianzen zwischen den Mächten, die eine verzerrte Vision der Welt haben“, heißt es bei „ZEIT Online“.

Im Gegensatz zum Stand am Samstagmorgen hat es jedoch nach Angaben der dpa bezüglich des Ukraine-Kriegs doch keine Einigung gegeben.

tes


+++ Update Festnahmen 08.07.2017, 12:40 Uhr +++

tes


+++ Fensterscheiben in der Schanze werden neu verglast 08.07.2017, 12:00 Uhr +++

Auf dem Schulterblatt rücken bereits die ersten Glaser an. An einigen Läden werden beschädigte Scheiben repariert oder komplett ausgetauscht. Außerdem werden einige der Fensterfronten neu verbarrikadiert.

Im Schanzenviertel werden bereits die ersten Fenster ausgetauscht.
Im Schanzenviertel werden bereits die ersten Fenster ausgetauscht. Foto: Christina Höhnen
Schanze Läden
Foto: Christina Höhnen

cho


+++ CDU wirft Scholz Versagen bei G20 vor, 08.07.2017, 12:05 Uhr +++

Hamburgs CDU-Oppositionschef André Trepoll wirft Bürgermeister Olaf Scholz Versagen vor: Scholz habe die Sicherheitslage rund um den G20-Gipfel falsch eingeschätzt. Trepoll kritisiert zudem, dass Hamburgs erster Bürgermeister den Gipfel mit der Ausrichtung des Hamburger Hafengeburtstag verglichen hat.

Trepoll sagte, dass Rot-Grün vor dem Gipfel alle Warnungen „weggelächelt“ hat. So sagte Scholz im Juni im dpa-Politik-Talk: „Es wird Leute geben, die sich am 9. Juli wundern werden, dass der Gipfel schon vorbei ist.“

Scholz müsse kommende Woche erklären, weshalb er seine Sicherheitsgarantie nicht halten konnte.

tes/dpa


+++ Festnahme wegen versuchten Mordes, 08.07.2017, 11:43 Uhr +++

Nach der Blendung eines Polizeihubschraubers mit einem Laserpointer, wurde ein Tatverdächtiger wegen versuchten Mordes festgenommen.

Ein 27-jähriger Deutscher steht unter Verdacht, die Besatzung eines Polizeihubschraubers am Donnerstagabend von Altona aus mit einem Laserpointer geblendet zu haben. Die beiden Polizeibeamten seien daraufhin aufgrund von Beeinträchtigungen der Sehkraft zunächst dienstunfähig gewesen. Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen stellte die Polizei nach eigenen Angaben einen Laserpointer sicher.

Der Beschuldigte wurde in die Großgefangenensammelstelle transportiert. Er werde heute wegen versuchten Mordes dem Haftrichter vorgeführt.

tes


+++ Aufräumen nach Krawallen, 08.07.2017, 11:39 Uhr +++

Polizeibeamte räumen nach den Verwüstungen aus der Nacht Fahrräder vom Schulterblatt im Schanzenviertel. Zerstörte Räder und Mülltonnen lagen auf der Straße. Fensterscheiben wurden eingeschlagen oder beschädigt.
ilu

+++ Razzia in der Schanze, 8.7.2017, 11:28 Uhr +++

Die Polizei führt offenbar eine Razzia im Schanzenviertel durch. Das meldet „BILD Hamburg“. Auf den folgenden Fotos sind mehrere bewaffnete Polizisten vor einem Haus in der Brigittenstraße zu sehen.

pet


+++ Zahlreiche Verletzte und Festnahmen, 11:15 Uhr +++

Nach den Krawallen am Freitagabend spricht die Polizei von einer neuen Dimension der Gewalt: Allein im Schanzenviertel wurden Freitagnacht 14 Menschen festgenommen, so die Polizei. Weitere 63 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Die Polizei meldet 213 verletzte Einsatzkräfte. Wie viele Verletzte es auf Seiten der Demonstranten gibt, ist nach wie vor unbekannt. Es wird von mindestens elf Schwerverletzten ausgegangen.

tes/epd


+++ Trump lobt Merkel, 8.7.2017, 11:00 Uhr +++

US Präsident Donald Trump lobt Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Organisation des G20-Gipfels. Sie habe einen unglaublichen Job geleistet und ihre Führung sei äußerst inspirierend.

Vor dem Gipfel hatte sich seine Beziehung zu Merkel gespannt gezeigt. Vor allem in seinen Tweets äußerte sich Trump gegen die deutsche Politik. Außerdem kritisierte er die derzeitigen Handelsbeziehungen mit Deutschland.

tes/dpa


+++ Tausende Demonstranten erwartet, 8.7.2017, 10:55 Uhr +++

Unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität statt G20“ demonstrieren ab 11 Uhr Tausende Menschen gegen den G20-Gipfel. Die Polizei meldet zurzeit etwa 2200 Teilnehmer. Die Route führt vom Deichtorplatz über die Willy-Brandt-Straße und der Reeperbahn bis zum Heiligengeistfeld.

Tausende Demonstranten treffen sich am Deichtorplatz.
Tausende Demonstranten treffen sich am Deichtorplatz. Foto: Robert Bauguitte

Um 11:30 Uhr beginnt die Demonstration der Initiative „Hamburg zeigt Haltung“. Dahinter steht ein breites Bündnis von Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, SPD, Grünen und Künstlern. Zu dieser Kundgebung werden 20.000 bis 30.000 Teilnehmer erwartet.

Im Karolinenviertel heißt es ab 12 Uhr „Schlendern ist politisch“. Anwohner treffen sich in weißer Kleidung auf der Marktstraße und gehen zum Tschaikowskyplatz.

Auf dem Spielbudenplatz werden ab 13 Uhr noch einmal die Soundanlagen aufgedreht. Wie schon am Freitag demonstrieren Clubbetreiber, das St.-Pauli-Museum und ein Nachbarschaftsverein mit dem Slogan „One World – One Vibe!“.

pet/dpa


+++ G20 einigt sich bei Freihandel auf Kompromiss, 8.7.2017, 10:30 Uhr +++

Das Gipfeltreffen am Samstagmorgen hat noch nicht begonnen. Ein Streitpunkt konnte laut Bericht der „ZEIT“ jedoch bereits beseitigt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den beiden Staatschefs aus Frankreich und Russland, Emmanuel Macron und Wladimir Putin getroffen und sich über die Krise in der Ukraine beraten. Alle drei drängen auf einen baldigen Waffenstillstand. Beim Thema Klima gibt es allerdings bisher keine Annäherung.

tes


+++ G20-Gipfel geht in den letzten Tag, 8.7.2017, 09:00 Uhr +++

Mit mehreren bilateralen Gesprächen beginnt der zweite und letzte Tag des G20-Gipfels. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan und der russische Staatspräsident Wladimir Putin haben sich bereits um 8 Uhr getroffen. In diesen Minuten kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Putin zusammen. Außerdem treffen sich die britische Premierministerin Theresa May und US-Präsident Donald Trump. Ab 10:30 Uhr kommen alle Teilnehmer des G20-Gipfels in einer dritten Arbeitssitzung zusammen. Schwerpunkt sind die Themen Partnerschaft mit Afrika, Gesundheit und Migration. Die Rückflüge der Staatsgäste sind am Nachmittag nach 16 Uhr geplant.

pet/dpa


+++ Verwüstung im Schanzenviertel, 8.7.2017, 08:40 Uhr +++

Ein Geschäft mit zerstörten Fensterscheiben.
Ein Geschäft mit zerstörten Fensterscheiben am Schulterblatt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Insbesondere im Schanzenviertel kam es am Freitagabend zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen. In den Straßen des linksalternativen Szene-Viertels sind die Spuren der Gewalt sichtbar: Von mehreren Geschäften wurden die Scheiben eingeschmissen. Umgekippte Straßenschilder und Bierbänke, zerstörte Fahrräder, verbrannte Autos und Mülltonnen, Steine und Trümmer verwüsten die Straßen.

Die Proteste waren am späten Freitagabend eskaliert. Ein Laden der Drogerie-Kette Budnikowsky und ein Rewe-Supermarkt wurden geplündert. Die Polizei hielt sich zunächst zurück und schritt nicht ein. Gegenüber n-tv begründete ein Sprecher, dass sie so gehofft habe, die Lage beruhige sich von selbst, ohne dass Menschen verletzt würden. Danach ging sie mit einem massiven Aufgebot und Spezialkräften gegen mehrere hundert Randalierer vor. Mit gepanzerten Fahrzeugen wurden brennende Barrikaden weggeschoben. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Bei der Erstürmung eines Hauses am Beginn der Straße Schulterblatt nahm die Polizei 13 Menschen fest. Zuvor waren Randalierer ein Gerüst hinaufgeklettert, das an dem Haus befestigt ist.

Laut Polizei seien am Freitagabend 197 Beamte verletzt worden. Schwerverletzt wurde niemand. Zur Zahl der verletzten Demonstranten konnten weder Polizei noch Feuerwehr Angaben machen.

Nun geht das Aufräumen los. Die Hamburger Stadtreinigung ist seit 6:00 Uhr mit 60 Mitarbeitern in der Schanze dabei, das Chaos zu beseitigen. Weitere gewaltsame Proteste sind auch zum Abschluss des G20-Gipfels nicht auszuschließen.

tes/dpa