Elektrisches Carsharing
Carsharing-Anbieter DriveNow setzt zukünftig mehr E-Autos in Hamburg ein. Bild: DriveNow

Hamburg will die E-Mobilität fördern. Carsharing-Anbieter planen, ihren Fuhrpark auszubauen. Auch E-Kleinbusse sollen künftig zum Einsatz kommen.

Schon seit 2014 fahren HVV-Busse mit elektrischem Antrieb. Ab 2020 will das Unternehmen nur noch Busse kaufen, die emissionsfrei fahren. Auch Carsharing-Anbieter setzen nun vermehrt auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge.

DriveNow und Car2Go bauen elektrischen Fuhrpark aus

Gerade erst teilte DriveNow mit, dass bis Ende des Jahres 200 vollelektrische BMW i3 in der Hansestadt unterwegs sein werden. Die Lade-Infrastruktur in Hamburg sei dafür bereits gut ausgebaut. Für E-Autos stünden in der Hansestadt momentan mehr als 650 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung, mehr als 600 davon durch die städtische Stromnetz Hamburg GmbH.

DriveNow ist ein Tochterunternehmen von BMW und Sixt. Bereits im Jahr 2015 stockte das Unternehmen die Flotte von momentan 650 Fahrzeugen mit 30 Elektro-Fahrzeugen auf. Mittlerweile sind 200 elektrische DriveNow-Autos in Hamburg unterwegs. Bis 2019 sind bis zu 550 E-Autos geplant. Auch Carsharing-Anbieter Car2Go will bis Mitte kommenden Jahres seine Flotte teilweise auf elektrische Fahrzeuge umstellen. Die Daimler-Tochter plant, Nutzern rund 400 E-Smarts zur Verfügung zu stellen.

Der Moia-Minibus als Entlastung für den Stadtverkehr

Ein weiteres Elektro-Projekt für Hamburgs Straßen sind elektrische Minibusse. Am vergangenen Montag stellte Ole Harms, CEO der VW-Tochter Moia, auf der Techcrunch in Berlin das erste Fahrzeug der neuen Marke vor. Dieses bietet bis zu sechs Fahrgästen Platz und eignet sich für Fahrdienstleistungen innerhalb von Großstädten. Ende 2018 soll das erste Projekt mit 200 Fahrzeugen in Hamburg starten und die Flotte in den kommenden Jahren auf 1000 Minibusse wachsen.

Die VW-Tochter Moia stellte in Berlin einen neuen E-Minibus vor. Foto: Christoph Dernbach/dpa
Die VW-Tochter Moia stellte in Berlin einen neuen E-Minibus vor. Foto: Christoph Dernbach/dpa

Die Funktionsweise ist eine Mischung aus bereits bekannten Konzepten. Der Minibus wird per App gebucht. Nutzer teilen sich die Fahrten mit anderen Fahrgästen, die in die gleiche Richtung wollen. Bezahlt wird dabei nur die Strecke zum eigenen Ziel. Zusteigen kann man an „virtuellen Haltestellen“, die in der App angezeigt werden.

Auch die Hamburger Taxizentrale Hansa-Taxi und die mytaxi-App bieten seit Kurzem das sogenannte Taxi-Sharing an. Hansa-Taxi hatte die Funktion „Shared Ride“ am Sonntag veröffentlicht. Am Montag zog mytaxi mit dem „mytaxi match Update“ nach.

Mehr Infos zur E-Mobilität in Hamburg bietet unser FINKaboutit.

jas/dpa